Kunst und Kuchen auf dem Adventsbasar Wehrstedt

 

Drinnen im Pfarrsaal ist es kuschelig und gemütlich. Vor den großen und kleinen Gästen stehen dampfende Tassen. Die Kuchenteller sind reichlich gefüllt. Wieder einmal lässt das „Erste-Sahne-Torten- und Kuchenbuffet“ keine Wünsche offen. Bereichert wird diese Auswahl sogar noch durch frisch gebackene Crépes, die die Jugendlichen der evangelischen Jugend durch die wenigen freien Gänge tragen. Wer es kühler mag, ist schon vor dem Eingang des Pfarrhauses stehen geblieben. Die fleißigen Helfer haben dort die Pavillons zu einer adventlichen „Einkaufsmeile“ aufgebaut. Links gibt es leckeren Glühwein, der den Magen so schön wärmt und die Nasen rot färbt. Auf der rechten Seite steht so manch kunstvoll angefertigtes Adventsgesteck oder gar Weihnachtsgeschenk, welches seinen  Käufer sucht. Den zahlreichen Kunden begegnen in den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern versierte Adventsmarktverkäufer. Im Eisenbahnwaggon laufen nicht nur die Waffel- und Crépeseisen heiß, sondern auch die Kickerstangen. „Tor!“ Mira hat - gegen alle Erwartungen - ein Torwarttor geschossen. „Was man nicht sieht, kann man auch nicht halten“, flachst Mario und erinnert im gleichen Moment die backenden Konfirmanden daran, die Waffeln nicht zu lange im heißen Eisen zu lassen. Die Stimmung ist hier ebenso gut wie im Pfarrsaal. Um 17 Uhr sind die Lose schon längst verkauft, und die Stände draußen haben auch ordentlich Federn gelassen. Aber das soll ja auch genau so sein. Und die Abbauarbeit wird einfach am Montag erledigt. Dank den vielen Helfern und denjenigen, die für diesen wunderbaren Adventsbasar - wie alle Jahre - wieder die Verantwortung übernommen haben. Und der Erlös dieses etablierten Wehrstedt-Eventes wird auch im kommenden Jahr Ressourcen der Gemeinde zur Unterstützung Notleidender verbessern. Definitiv.

 

Zum ersten Mal Crépes

Evangelische Jugend auf dem "Adventsmarkt up´n Brinke"

Mit Schwung leert Mario die Kelle über der Mitte des Crépes-Eisens. Jetzt kommt das Schwierigste. Doch Mario und auch Elias sind mittlerweile Profis. Mit sanftem Schwung verteilen sie den Teig hauchdünn auf dem heißen Untergrund. Eine kleine Wolke leckeren Duftes steigt in den Himmel. Am Stand der evangelischen Jugend haben sich drei kleine Schlangen gebildet. Die meisten stehen für Crépes an. Die zweite Schlange hat sich bei den Waffeln gebildet. Die sind zwar sicher genau so lecker wie die Crépes, aber diese sind eben erstmalig im Programm. Wahlweise kommen Nutella, Zimt mit Zucker oder auch ein Kinderschokoladenriegel in die Mitte des frisch gewendeten Teigkreises, bevor sie von Elias und Marion fachmännisch zu Rechtecken gefaltet werden, die exakt auf die Pappunterlagen passen. Lecker! Aber auch die vorbereiteten Plätzchentüten gehen wie "geschnitten Brot". Dabei ist der Verkauf eigentlich gar nicht das Wichtige. Die meiste Freude hatten die Jugendlichen schon beim Vorbereiten. Und das geht nur Hand in Hand. Da war natürlich die Erfahrung der älteren Teamer und Teamerinnen hilfreich, die immer wieder so positiv zur Zusammenarbeit ermunterten. Auch sie sind natürlich beim Adventsmarkt dabei und steuern die Abläufe so, dass die Erwachsenen ganz überflüssig werden. Aber genau so soll es ja auch sein. Und als schließlich der Weihnachtsmann mit seinem Engel am Stand vorbeikommt, hat man für einen kurzen Moment das Gefühl, dass er eigentlich wohl gern mitmachen würde in der Weihnachtsbäckerei der evangelischen Jugend auf dem Adventsmarkt in Bodenburg.

 

Kindergartenkinder verschenken Lächeln zum Advent

Gottesdienst zur Eröffnung des Adventsmarktes

Zitternd und hungrig sitzen die kleinen Spatzen auf dem Boden und wissen nicht mehr weiter. Die Kindergartenkinder spielen den Jammer des Vogelschwarms mit sichtbarem Einfühlungsvermögen. Doch schon ist Rettung in Sicht. Durch den Mittelgang der Johanniskirche wuseln ein paar emsige Feldmäuse. Aufmunternd lächeln die Kindergesichter unter den Mausohren den Spatzengesichtern zu. Allen im Kirchenschiff wird es warm ums Herz, als die Mäuse den Spatzen von ihren gesammelten Körnern abgeben und sie sich zum Schluss in die Arme nehmen, um sich gegenseitig zu wärmen.

Auch das dankbare Lächeln, das eine Spielszene weiter der verletzte Hund seinem Retter schenkt, wärmt die Seele. Längst hat die versammelte Gottesdienstgemeinde intuitiv erfasst, was das Lächeln mit dem Advent zu tun hat, bevor Pastor Forwergk in seiner Predigt überlegt, wie das für Menschen gehen kann, was bei den Tieren doch so leicht aussieht.

Auf jeden Fall aber wird das in dem lebendigen Familiengottesdienst ausprobiert: Lächeln verschenken. Jeder, der mag, darf einen Versuch mit seinem Banknachbarn wagen. Und es funktioniert. Keiner kann mehr ernst bleiben. Adventsfröhlichkeit steckt an. Das merken wir alle schnell. Und auf einmal erstrahlt ein besonderes Leuchten in den Augen der großen und kleinen Gottesdienstbesucher.

Am Ausgang bekommt dann jedes Kind noch eine Postkarte mit einem lachenden Stern geschenkt. Auch eine Krippe zum Ausmalen ist dort zu sehen und die Einladung, diese Karte dann einem Menschen zu schicken, den man gern hat. So wirkt der Adventsgottesdienst in der Johanniskirche vielleicht noch weit über die Ortsgrenzen hinaus.

 

Ich trau mich was

Erster Zeltgottesdienst „Mittendrin“ auf dem Spielplatz

 

Dank vieler helfender Hände ist das Zelt im Nu aufgebaut. Noch ist es leer auf dem Spielplatz. Doch 20 Minuten vor Beginn kommen die ersten Gottesdienstgäste. Die Kids probieren schon mal aus, in die Spitze der Kletterspinne zu gelangen. „Die trauen sich das noch“, bewundert unsere älteste Gottesdienstbesucherin mit ihren über 80 Jahren. Und genau das ist das Thema: Was wir uns trauen und was wir uns eben nicht trauen. „Ich trau mich nicht, Spinnen anzufassen“, vermerkt ein Kind mithilfe einer kleinen Strichzeichnung auf einem Kartonstein. Eine andere hat Angst vor engen Räumen. Wir hören ein einer einfühlsamen Erzählung , dass auch Petrus Angst hatte. Aber - den Blick fest auf Jesus gerichtet – vermag er sogar über Wellen zu gehen, erzählt die Bibelgeschichte, der die Kids ebenso wie die Erwachsenen aufmerksam lauschen. So schafft es Petrus mit der Hilfe seines Meisters, sich über die eigenen Tiefen zu trauen. „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“. Der Psalmvers verwebt sich in gesungener Weise mit einen gesprochenen Gebet und auch beim Vaterunser machen die Kinder aufmerksam mit. „Was habt ihr denn zu essen mitgebracht?“ Das von allen zusammen getragene Buffet lässt keine Wünsche offen. Käse und Weintrauben, Nudelsalat und Kartoffelsalat dazu fröhliche Gespräche, ein herrlicher Blick in die Umgebung. Jetzt aber schnell. Die dunklen Wolken am Horizont verheißen nichts Gutes. Aber das Super-Abbauteam hat alles im Griff. Und das Zelt ist zusammengepackt, ohne einen Tropfen Regen abzubekommen. Schön war es. Und weil es so schön war, treffen wir uns am 27. August 2016 schon wieder. Dann zum zweiten Zeltgottesdienst „Mittendrin“. Und der wird im Freien Bad Bodenburg sein zu dem ortsbezogenen Thema: Lebendiges Wasser – Lebensquellen…

Wegbereiterin sein

Prädikantin Christine Bormann empfängt Superintendentinnensegen

„Willkommen in der Kirche, die meinen Namen trägt“. Eine Begrüßung, als ob sie Johannis der Täufer selber spräche, empfängt die Gäste des Festgottesdienstes. Es ist wohl die allererste Einführung einer Prädikantin, die in dieser Kirche zelebriert wird. „Die Urkunde lautet!“ Pastor Forwergk liest den Text der versammelten Gemeinde nach der Aufforderung durch Superintendentin Henking gern vor. Gemäß Kirchenverfassung erhält Frau Christine Bormann das Recht der freien Wortverkündigung verliehen. Zudem darf sie nun auch das Abendmahl einsetzen. Das ist vergleichsweise neu. Dieses Recht kann Landessuperintendent Eckhard Gorka erst seit kurzem im Auftrag der Landeskirche an Lektoren verleihen.

In der emotional sehr berührenden Einführung empfängt die Prädikantin Bormann aber nicht nur den Segen der Superintendentin, sondern auch den ihrer Assistenten. Wolfgang Bormann und Henning Forwergk legen ihr ebenfalls die Hand auf und segnen die neue Prädikantin ebenfalls für ihren Dienst. In der Predigt nimmt Prädikantin Bormann den inhaltlichen Faden des Johannistages auf und fragt die Gemeinde, wer für sie Wegbereiter zum Glauben hin war. „Für mich selbst war das in allererster Linie meine Großmutter“, bekennt die Prädikantin freimütig. Und man erkennt in den Gesichtern der Gäste eine breite Zustimmung. Nach dem Gottesdienst versammelt sich die Gemeinde noch im Rahmen eines kleinen Empfangs auf dem Platz vor der Johannis-Kirche. Jeder bekommt ein mit Sekt oder mit Orangensaft gefülltes Glas in die Hand und gemeinsam stoßen alle auf das Wohl der neuen Prädikantin an. Auch die Lektoren der eigenen, sowie der Nachbargemeinden als auch die Familie von Christine sind auch hier dabei und vereint trinken wir alle zusammen auf das Wohl der neuen Prädikantin. Prost!

Zum Abschied ein großes Fest!

Gemeinden sagen Vikar Jörn Averbeck "Auf Wiedersehen"

 

Schon zwei Minuten vor Beginn des Gottesdienstes ist kein Sitzplatz mehr zu haben. St. Andreas ist proppenvoll. Selbst aus Sibbesse sind Gäste da, um Vikar Jörn Averbeck und seine Frau Ann-Kathrin Averbeck mit diesem feierlichen Gottesdienst aus unseren Gemeinden zu verabschieden.

Etwas über zwei Jahre lang hat er im Rahmen der Vikar-Ausbildung immer wieder Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen kirchlich, aber vor allem auch menschlich und als Christ begleitet. Dass er dies mit besonderem Engagement und sehr sympathisch-authentisch getan hat, wird in der Gottesdienstbesucherzahl deutlich. Als die Rede auf den nahenden Abschied kommt, ist die Traurigkeit spürbar. „Wie gern hätten wir ihn inventarisiert und ihn damit für lange Zeit hier behalten!“ Darin sind sich Pastor und Kirchenvorstände sehr einig. Aber das geht natürlich nicht. So war auf der anderen Seite natürlich auch die Mitfreude mit Händen zu greifen. Nach erfolgreich bestandenem Examen sind Jörn und Ann-Kathrin Averbeck durch die Landeskirche als Pastoren zur Versehung des Pfarramtes in Gerdau bei Uelzen bestimmt worden. Die Ordination mit Einführung wird am 21. August um 15:30 Uhr in der dortigen St. Michaeliskirche sein. Die besondere Beziehung, die Jörn Averbeck zu den Vereinen unserer Orte gehalten und mitgepflegt hat, wird in einem Ständchen der vereinigten Musik- und Spielmannszüge der beiden Orte Wehrstedt und Bodenburg hörbar. Die gemeinsam gespielte, fröhliche Musik gibt der anschließenden Möglichkeit, sich vom Vikar persönlich zu verabschieden, einen wundervollen Klangrahmen. Derweil zaubern Kirchenvorsteher und Teamer geschnittene Käsewürfel und massenhaft Sektkelche auf die Stehtische. Dazu gibt es frische Erdbeeren aus dem eigenen Anbau der Averbecks in der Heide. Und so wird unter den Linden um die St. Andreas-Kirche zu Wehrstedt herum nicht das erste Mal zauberhaft und ordentlich bis in die späten Mittagsstunden hinein gefeiert.

 

Fast hundert Prozent da

Teamer feiern mit den Konfirmierten des Jahrgangs 2016

Der Gemeindesaal ist liebevoll für die diesjährigen Konfirmierten vorbereitet. Schließlich sollen sich alle wohl fühlen. Und diesen Eindruck hat man auch, als die  Konfirmierten des Jahrgangs 2016 munter plaudernd mit einem Fruchtcocktail in der Hand im Foyer stehen. Fast hundert Prozent der Konfirmierten sind gekommen. Das ist toll !

Kurze Zeit später flimmern Bilder über die Leinwand. „Weißt du noch?“ Die Konfirmation ist schon zwei Monate her. Aber die Bilder holen die Emotionen wieder nah heran. Feierliche und witzige Momente zeigen die Bilder von den Konfirmationen, und der Film von der diesjährigen Konfer-Freizeit zeigt einen bunten Haufen fröhlicher Kids beim Spielen und kreativem Spiegel gestalten. „Spieglein, Spieglein an der Wand…“, nein, zum Abschluss des Treffens geht es nicht darum, wer der Schönste war oder die Schönste ist. „Der Kinogutschein für die meisten Gottesdienstbesuche geht in diesem Jahr an…“. Robin und Dante, die Moderatoren der einzigartigen Prämierung, verstehen es, die Spannung des Abends noch zu steigern. Ihr seid "Made by God…". Die Abschlussandacht nimmt noch einmal den roten Faden der Konfirmation auf, und der Segen zum Schluss möge allen helfen, diese Tatsache für sich auf immer im Kopf und im Herzen zu bewahren.

 

Wieder viele freiwillige Helfer!

Umweltgerechte Unkrautentfernung auf Friedhofswegen

Frühlingszeit! Wie bei jedem im Garten zu sehen, sprießt das Unkraut aus allen Ecken! So sahen die Wege auf dem Wehrstedter Friedhof ganz furchtbar aus. Deshalb wurde mal wieder ganz spontan rumgefragt und gebeten mitzuhelfen die Fugen auf den Wegen auszukratzen und sauber zu machen. Und wieder haben sich viele Helfer gefunden und einen Samstagmorgen ihrer Freizeit geopfert! Der KV- Wehrstedt bedankt sich ganz herzlich bei allen Freiwilligen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement dafür sorgen, dass die Unterhaltskosten des Friedhofs im Rahmen bleiben.

5 Kilo Zwiebeln, Kartoffeln und viele Gäste

Evangelisches Gemeindezentrum wird zum eritreischen Restaurant

 

Auf dem ersten Tisch stapelt sich Fladenbrot aus Sauerteig. Das nimmt man auf einen Teller, als Unterlage, erklärt einer der fleißigen Köche aus dem Schäferweg. Seit 8:00 Uhr morgens sind die eritreischen Asylbewerber schon fleißig am Kochen. Massenhaft Zwiebeln wandern in große Töpfe und werden zu einer lecker, scharfen Soße verarbeitet. Natürlich darf nirgendwo Chili fehlen. Zwischendurch wird gelacht und gescherzt. Farsi, englische Brocken und Deutsch. Die Verständigung mit Alina Kiel, Dörte Drähne, Helga Rose und den eriträischen Männern ist erprobt. Rührend kümmern sich die drei ehrenamtlich Engagierten vom Arbeitskreis a2b (Arbeitskreis Asyl Bodenburg) um die jungen Männer, die nun für ihr Gäste einen ganzen Tag lang kochen. Und diese Gäste kommen zahlreich. Nachbarn, Interessierte aus Bodenburg und Umgebung und sogar die Turngruppe des Mtv folgt der Einladung ins Gemeindezentrum. „Wir haben gemeinsam beschlossen, unsere Turnstunde zugunsten der Begegnung mit unseren Gästen aus Eritreia ausfallen zu lassen“, erzählt Tine Ehring. Und sie alle werden herzlich und fröhlich von Alina Kiel willkommen geheißen. Sie hat sich ebenfalls den ganzen Tag frei genommen und begrüßt an diesem Begegnungsabend die Köche ebenso herzlich, wie die Gäste. Zum Essen bekommen wir auch gezeigt, wie Kaffee in Eritreia zubereitet wird. Die Kaffeebohnen werden frisch geröstet und gemahlen. Der Duft durchzieht den zum fünf-Sterne-Restaurant gewordenen Gemeindesaal. Mmmmh! Lecker! Nach dem äußerst schmackhaften Essen ist der von zarter Hand zubereitete eritreische Espresso eine Delikatesse und Wohltat zugleich. Damit das Essen erst gar nicht ansetzt, greift einer der Männer beherzt zur Trommel. Die Musikanlage wird auf laut gestellt. So tanzt man also in Eritrea. Auch unsere syrischen Gäste sind mit auf der Tanzfläche. Es ist spät, als die Gäste den Heimweg antreten. Was bleibt ist der Eindruck, wie einfach doch Völkerbegegnung sein könnte, wenn für alle genug Essen da ist.

Pfingstchristen trotzen tapfer den Eisheiligen

14. Pfingstmontagschristival in Bodenburg

 

Ja, es war kalt. Aber es ist trocken von oben! Und so füllt sich der Festplatz auch zum vierzehnten Pfingstmontagschristival mit pfingstbegeisterten Christen aus nah und fern, die gemeinsam mutig und fröhlich der Witterung trotzen! Welcome! Xos-amad goftan! Marhaban Kyaoso.

In 8 Sprachen begrüßen Jugendliche aus der Gemeinde Bodenburg-Wehrstedt die Gottesdienstgäste. Darunter ist auch Birmanensisch, die Sprache des Gastchores aus Myanmar. Er hat mithilfe der Blindenmission Hildesheim den Weg in den Pfarrgarten nach Bodenburg gefunden. Nicht nur durch den Chor aus blinden Sängerinnen und Sängern erleben wir, dass die Musik hat in diesem Fest einen besonderen Stellenwert. Sie ist ja wie eine internationale Sprache. So ist unser Pfingstfest in alter Tradition auch sehr durch Musik geprägt. Pfingstchor, die Schola aus Groß Düngen, der Musikzug Bodenburg und Pianist Marcel Schenk lassen Pfingsten sehr unterschiedlich aber gleichermaßen lebendig, musikalisch erklingen. Zum Ende des Gottesdienstes mischt sich der Weihrauchduft schon mit dem Geruch der vom Grill und den Kaffeeständen heranweht. Während die Erwachsenen gemütliche und fröhliche Gespräche über die Kaffeetassen und gefüllten Kuchenteller hinweg beginnen, beginnt im anderen Teil des Pfarrgartens der Pfingstparcours. Viele schöne Ideen der Teamer haben zu lustigen und kreativen Spielen geführt, die die Jugendlichen begeistern. Auch die Tüte Popcorn als Preis für den durchlaufenen Parcours lockt zahlreiche Kinder und Jugendliche zu den Spielstationen. In diesem Jahr ist auch der Kistenstapler wieder stark umlagert. Den Vogel schießt aber dort unser Posaunenchorleiter Bernd Berdrow ab. Mit seinen 70 Jahren schafft er es auf 12 Kisten, auf die er eigenständig klettert. Mehr geht nicht.

Den vielen Beteiligten am Gelingen des ökumenischen Pfingstfestes hat bereits Vikar Jörn Averbeck im Rahmen des Gottesdienstes auf herzlich gedankt. Denn es geht ja absolut nicht ohne die vielen, die auf sehr unterschiedliche Weise aber gemeinsam dafür sorgen, dass dieses wunderbare Fest gelingt und der Pfingstgeist alle Jahre wieder im Pfarrgarten zu Bodenburg zu spüren ist.

Zehnmal: „Ja, mit Gottes Hilfe“

Konfirmation in Wehrstedt

 

Die sechs Jungen und vier Mädchen sind kaum wiederzuerkennen. In ihren Anzügen und den festlichen Kleidern wirken sie wie erfahrene Models für Abendgarderobe. Aber in den Augen blitzt es noch jugendlich. Die Fotografin hat schon am Sonnabend das Gruppenfoto gemacht. So ist es am Sonntag entspannter. Im feierlichen Zuge geht es vom Pfarrhaus in die liebevoll geschmückte Andreaskirche. Allen voran ziehen die Teamer als erste durch das jahrhundertealte Eingangsportal im Turm. Dann kommen die Kirchenvorsteher, gefolgt von den Konfirmanden und Konfirmandinnen des Jahrgangs 2016. Den Schluss des Zuges bilden Vikar Jörn Averbeck und Pastor Forwergk. In der Kirche warten schon die Gäste. Organistin Heidi Swift hat alle Register gezogen und es gleiten Seifenblasen durch die Luft von oben nach unten und geben dem Festeinzug ein besonderes Flair. „Wollt ihr weiterhin den Spuren folgen, die mit der Taufe sich in euer Leben gelegt haben?“ Mit dem Konfirmationsversprechen sagen die 10 Wehrstedter Konfirmanden ja zum Glauben und ihrer Kirche. Die Fürbitten der Eltern bestärken sie dazu im wahrsten Sinne des Wortes und lassen zugleich ahnen, wie feierlich bewegt manche Eltern sind.

Auch die musikalisch einfühlsamen Arrangements der Kirchenband „Intakt“ berühren. Die aufmerksame Stille beim gesungenen Vaterunser ist ein Zeichen dafür. Aufmerksam sind die Konfirmanden auch bei dem Grußwort des Kirchenvorstandes, dass Lothar Grosche spricht. Man merkt seinen Worten eine Lebenserfahrung an, die auch die Jugendlichen sichtbar anrührt und man hat das Gefühl, dass sie ihm glauben können, die Konfirmanden, dass sie für die Kirche nicht nur an diesem Tag besonders wichtig sind.

Die Erde auf Händen tragen

Himmelfahrtsgottesdienst im Kurpark

Es ist ein Super-Wetter, wie es Pastor Klaus-Daniel Serke gleich zu Anfang feststellt. Und wirklich! Am Himmel ist keine einzige Wolke zu sehen. Er wölbt sich in einem zarten Blau über einem Kurpark, in dem alle Bänke besetzt sind. Und „Himmel“ ist natürlich auch das Stichwort an diesem Himmelfahrtstag. „Er umspannt die ganze Welt“. Das lässt sich gut sehen an der mit Luft gefüllten Erdballkugel, die Pastor Serke vorsichtig in die Hände nimmt. Dieses Bild von der gehaltenen Erde nehmen Christiane Bornemann und der Pastor in einer feinfühligen Predigt auf und entfalten die Botschaft des Himmelfahrtages in sehr gut hörbarer Form.

Wie schwer es wohl ist, die Welt mit den eigenen Händen in einer guten Balance zu halten, ohne dass sie herunterfällt…? Das dürfen die Gottesdienstgäste sogar selbst ausprobieren. Stimmig dazu spielt der Bläserkreis der Gemeinde mit tatkräftiger Unterstützung aus Hildesheim das bekannte Lied: he´s got the whole world in his hand. Das beschwingt und motiviert, mit dem Erdball auch während des Gottesdienstes sorgsam umzugehen. Nach einem sehr stimmungsvollen Gottesdienst schlendern viele der Gottesdienstgäste noch durch den wundervoll blühenden Kurpark. Und es geht das Gerücht um, dass der eine, oder die andere durchaus auch noch der nahen Eisdiele einen Besuch abgestattet habe.

Spielen ist das Wichtigste

Spannender Informationsabend zum Thema wie Kinder lernen und glauben

„Die neuesten Forschungen weisen uns auf 4 Lernorte für Kinder: Spielen, Singen bzw. Musik, Alltagserfahrungen und Geschichten.“ In einem lebendigen und sehr anschaulichen Vortrag verwebt der Kindergottesdienstpastor Dirk Schließhake neueste Forschungsergebnisse mit anschaulichen Tips zur Stärkung von Kindern. Und er findet an diesem überaus interessanten Abend sehr aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer. Aus allen Teilen unserer Region sind Mitarbeitende aus den kirchlichen Kindertagesstätten, den Kirchenvorständen und Verantwortliche für die Kindergottesdienstarbeit gekommen. „Was sind die Chancen und Möglichkeiten, unsere Kinder durch den christlichen Glauben zu stärken“? Der engagierte Leiter der Arbeitsstelle für den Kindergottesdienst entdeckt uns eine Fülle von Möglichkeiten. „Aber es sind in erster Linie gar nicht die Methoden“, erklärt der Kindergottesdienstspezialist, „sondern die Beziehungsebene spielt die wichtigste Rolle“. „Kinder haben ein sehr feines Gespür dafür, wo sie gern gesehen und anerkannt werden“, ergänzt Dirk Schliephake und fügt hinzu: „und wenn diese sich angenommen und wohl fühlen lernen sie, machen eben gute Erfahrungen, die sich im Gehirn als Lernerinnerung festhaken.“ Die vielen, anschaulichen Beispiele, die Dirk Schliephake nennt, bestärken die Zuhörenden, die kreativen Spiel- und Erzählformen des Kindergottes als einen Schatz und als einen Ort für stärkende Lernerfahrungen zu entdecken. An diesem Abend wird aber auch nicht nur über Stärkung geredet. An einem Fingerfood-Buffet der Extra-Klasse stärken sich die Teilnehmenden mit leckeren Happen, die Kerstin Daft kreativ aus gesunden Naturalien gezaubert hat. So wurde es nicht nur in theoretischer Hinsicht ein stärkender Abend auch für die Besucher, sondern auch in ganz praktischer Weise.

Im Pfarrgarten sind noch Zimmer frei

Neues Insektenhotel aufgebaut

“Und jetzt drehst du die Schraube vorsichtig fest!” Tischler Jörg Irmer hat alles sorgfältig und maßgenau vorbereitet. Die Jugendlichen müssen unter seiner Anleitung nur noch die Einzelteile sorgfältig verschrauben. Das 5-Sterne-Insektenhotel ist komplett aus Naturmaterialien gebaut. Selbst die Dachschindeln sind aus Holz gefertigt. “Die drei Backsteine kommen in die großen Fächer!” Marcel, Matthis, Amy, Jaqueline, Momo, und Elias haben sichtlich Freude am Bau. Und die Backsteine passsen haargenau in die Fächer. Zum Schluss werden noch die freien Hohlräume mit Stroh und Schilfrohrstengeln gefüllt. Dann steht das Insektenhotel fertig im Pfarrgarten und wartet auf die ersten Mieter, die nach dem nochmaligen Kälteeinbruch sicherlich aber doch bald kommen werden.

“Made by god”

Großes Konfirmandenfest in St. Johannis

Diesmal ist wirklich jeder Sitzplatz in der Bodenburger St. Johannis-Kirche besetzt. Ulrich Montag regelt noch schnell die Lautstärke höher, damit der Sound von „InTAKT“ bis in die letzte Reihe gut zu hören ist. „Gott, deine Werke sind groß“. Wir staunen gemeinsam über das Wunderwerk Gottes, das wir in den diesjährigen Konfirmanden entdecken. Aber nicht nur sie sind wunderbar gemacht! Das Menschenbild der Bibel zeigt jeden als „made by God“. Der Blick in den Spiegel lässt darum jedem Betrachter nicht nur das Bild des eigenen Gesichtes entdecken, sondern auch Gottes Antlitz. „Was würde das für Konsequenzen haben – in sich und eben auch in allen anderen ein Geschöpf Gottes zu glauben. Leben allgemein wäre dann kein Besitz mehr, sondern immer anvertraut. Wer sich dieser neuen Denkart öffnet, ist schon auf der Spur Jesu," stellen wir fest.
Traditionsreiche Choräle wechseln sich mit neuen, geistlichen Liedern ab und durchziehen diesen Gottesdienst mit einer Fröhlichkeit und Ernsthaftigkeit zugleich. Der Segen wird nicht nur zu einem Mut machen, sondern zu einer Stärkung von innen, die die Konfirmanden im Abendmahl als eine besondere Nähe an einem besonderen Tag erfahren.

Schnittbögen zum Nachspielen der Ostergeschichte

Jung und Alt feiern und wandern gemeinsam

Gebannt schauen alle nach vorn. Zwei Soldaten bewachen das Grab von Jesus. Zusätzlich ist es mit einem festen Stein verschlossen. Doch als die Frauen zur Grabeshöhle kommen, um ihrem verstorbenen Meister der Tradition entsprechend die Totensalbung zu spenden, werden sie von einem Engel angesprochen: „Ihr findet den Lebenden nicht bei den Toten“. Schließlich haben sich alle Akteure der Ostergeschichte an der Moderationstafel versammelt. „Welche Osterperson ist euch die wichtigste“. Die Kinder haben sich schnell entschieden. Maria schneidet die beiden Frauen aus dem Schnittbogen. Mithilfe von Buntstiften schenkt sie den Papierfiguren frische Farben. Ostern bringt eben in vielerlei Hinsicht Farbe und Leben in unsere Welt.

Im Anschluss an diesen Ostergottesdienst für Groß und Klein wandern wir zum Schellbrunnen. Natürlich ist die letzte Wegstrecke auch in diesem Jahr wieder sehr matschig. Aber das kann uns Ostersuchende nicht aufhalten. Dort angelangt finden  die Kinder nicht nur bunte Ostereier, sondern wir auch frisches Wasser für die kommenden Taufen in Wehrstedt. Frohgemut geht es im Anschluss zum Osterbrunch zurück in unseren Gemeindesaal im Wehrstedter Pfarrhaus und dort an einen festlich gedeckten Tisch, an dem wir noch eine ganze Zeit sitzen und Ostern fröhlich feiern.

In stockdunkler Nacht

„Frühaufsteherchristen“ beim Auferstehungsgottesdienst

Vor der Halle des Friedhofes knistert ein lebendiges Feuer. Der Wind wirft die Flammen hin und her. Es ist schwer, die Kerze an den Flammen zu entzünden. Erst als sich einige der Gottesdienstgäste schützend zusammenstellen, gelingt das und wird zu einem ersten Bild, das Ostern beschreibt: die Gemeinschaft der Christen kann sich schützend gegen den Sturm stellen und die Kraft des Windes brechen.

Elias beschützt das Osterlicht mit seinen Händen und trägt es in die stockdunkle Johannis-Kirche. „Christus ist das Licht - Gott sei ewig Dank“! Es ist erstaunlich, wie sehr die kleine Flamme die Dunkelheit durchbricht und flackernde Schatten auf die Kanzel- und Altarfiguren wirft. Auf einmal scheinen sie lebendig. Dieser Eindruck verstärkt sich, als das Licht der Osterkerze nun in die Gemeinde gegeben wird. Nach und nach entzünden die Christen ihre Kerzen, und die Kirche ist auf einmal durch ein besonderes Licht erleuchtet, das wenig später in der Morgensonne aufgeht. Ein Erlebnis, das unter die Haut geht und die Seelen anrührt. Für einen Moment wirkt die Kirche wie von Frieden durchflutet.

Das gemeinsame Osterfrühstück wird darum zur zweiten Stärkung an diesem Ostermorgen, der seine Strahlkraft in alle kommenden Tage haben wird.

Begegnung beim Film

Winterkino wird international

Alles ist eigentlich wie immer. Nur die Begrüßung erfolgt auch in anderer Sprache. „Welcome this evening“. Ausdrücklich und ebenso herzlich wie die Besucher aus unsere Orten werden auch die Gäste aus Eritrea, Syrien und Afghanistan zum gemeinsamen Filmabend begrüßt. Schon vorher hatten sich die Verantwortlichen mit Flüchtlingen getroffen, um gemeinsam einen Film auszusuchen, der auch die Flüchtlinge interessiert. Dieser wurde dann über die Film-Bild-Stelle ausgeliehen. Natürlich geht es an diesem Abend inhaltlich um Deutschland und dies nicht nur in dem Film, sondern auch in dem anschließenden Gespräch, das sich zwischen den Gästen entwickelt. Aber wir erfahren auch viel über die aktuellen Bedingungen, die gerade in den Ländern herrschen, aus denen unsere Gäste fliehen mussten. Und weil es gerade durch diesen Austausch ein sehr interessanter Abend war, wird es in jedem Fall auch mit dieser Form der guten Begegnung weitergehen.

In kürzester Zeit blitzblank

Konfirmandeneltern bringen St. Johannis auf Hochglanz

 

„Brauchen wir die Strohballen noch?“ Zwei Konfirmandeneltern haben sich die Altarempore vorgenommen. „Alles, was zwei Jahre lang nicht gebraucht wurde, kommt weg.“ Die Lagermöglichkeiten in der Kirche sind begrenzt. Beherzt fassen nicht nur die beiden zu. Auch die anderen Helfer sind absolut fleißig. Staub wischen auf der Kanzel, vor allem aber die Bankauflagen abnehmen und absaugen. Innerhalb des einen Jahres hat sich viel Schmutz in der Kirche angesammelt, obwohl unser Küster „seiner Kirche“ viel Zeit widmet, kann er während der bezahlten Wochenstunden nicht alles machen. Aber nicht nur er freut sich über die rege Unterstützung durch die Konfirmandeneltern und übrigen Helfer. Auch Kirchenvorsteher Karl-Henning Dortmund – geistiger Vater der Idee „Kirchenputzparty“ -  freut sich sehr über die diesjährige Unterstützung. Während andere mit Teleskopstange und Staubwedel den Hochaltar, Wände, Fenster und Bilder vom Staub reinigen oder mit dem Staubsauger auch die hintersten Winkel von Spinnweben befreien, kocht er im Gemeindezentrum schon mal den Kaffee. Und den genießen dann alle gemeinsam am reich gedeckten Tisch in der St. Johanniskirche, die an diesem Tag nun wieder frisch und sauber strahlt.

Mit Segen gestärkt

Neue Jugendmitarbeiter im Team begrüßt

Sie sind ja schon lange dabei. Aber nun sind Kira, Charlotte und Marea im Rahmen eines Gottesdienstes auch ganz offiziell als Teamerinnen im Team der Jugendmitarbeiter aufgenommen. „Sie sind der wahre Schatz unserer Kirche“, betont Pastor Forwergk in der feierlichen Segenshandlung und beschreibt der

Gemeinde, wie intensiv sich die Teamer in die Konfirmandenfreizeiten einbringen. Dabei bauen sie nicht nur wertvolle Brücken zu den Konfirmanden, sondern bieten sich auch in besonderer Weise als Vorbilder an. „Das ist etwas Wunderbares“, betont Pastor Forwergk und macht den Jugendlichen Mut mit einem Vers aus dem alttestamentlichen Buch des Josua: „Lass dich durch nichts erschrecken und verliere nie den Mut; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst“ !

 „Pinnwandschöpfung“

Vorstellungsgottesdienst in St. Johannis      

„Das gefällt mir“. Der Gott mit dem Namen Lea ist überzeugt von dem, was sich gerade an Schöpfung vor unseren Augen an der Pinnwand vollzieht. „Das ist sehr gut“. Liebevoll schaut sie auf die Erde, das Wasser, den Himmel und die Sterne. „Kann ich bitte noch ein paar Tiere bestellen“. Gott Lea wünscht sich Leben auf der gerade geschaffenen Welt. Die Konfirmanden aus Bodenburg-Östrum und Wehrstedt erfüllen ihr den Wunsch umgehend. Die Pinnwand im Chorraum der Johannis-Kirche füllt sich mit Bildern von Tieren, Bäumen und Blumen. „Zum Schluss aber schuf Gott den Menschen zu seinem Ebenbild“, liest Sprecherin Jana mit klarer Stimme. Die Konfirmanden stehen auf und machen damit deutlich, dass dieses Gütesiegel auch ihnen gilt. „Made bei Gott“. Die Konfirmanden vermitteln in dem lebendigen Gottesdienst die Fragen, die sie auf der Konfirmandenfahrt beschäftigt haben und beziehen sie ein. „Was würde sich ändern, wenn wir nicht nur uns selbst als ´Made by God´ glauben, sondern auch den Flüchtling, oder den Obdachlosen unter der Brücke?“. Ein besonderer Moment wird der, zu dem zwei der Konfirmanden am Ausgang jedem Gottesdienstbesucher einen Stempel auf die Hand drücken, der genau diese Inschrift trägt. So hinterlässt der Ausgangssegen des Gottesdienst noch ein im wahrsten Sinne des Wortes bleibenden Eindruck. 

Venga todos in Sankt Laurentius

„Wir feiern Weltgebetstag 2016 in St. Laurentius“

 

„Buenos noches“. Aufmerksam haben die Gottesdienstgäste der kurzen Beschreibung der derzeitigen Situation der Menschen in Kuba gelauscht. Zum Abschluss der Einführung begrüßen wir uns in der Landessprache Spanisch. Schon das erste Lied ist von lateinamerikanischen Rhythmen getragen. Der Takt macht von ganz allein gute Laune. Fröhliche Gesichter schauen auf das, was sich vor den Augen der Besucher im Altarraum abspielt. Typische Landeserzeugnisse werden auf den Altar gestellt. Bananen, Blumen und sogar eine kleine Kiste mit kubanischen Zigarren wird zum Altarschmuck. Die Dialoge der betenden Frauen aus Bodenburg-Östrum und Wehrstedt nehmen den Bibeltext des Gebetstages feinfühlig auf. Die Gebete nehmen die Lebensbedürfnisse und Fragen der kubanischen Frauen auf. Der Singkreis führt die Gebete musikalisch weiter, bis nach einer Stunde der Gottesdienst endet und wir gemeinsam in den benachbarten Gemeindesaal gehen, um dort die liebevoll vorbereiteten kubanischen Spezialitäten zu probieren und dieses exotische Land nicht nur kognitiv, sondern auch kulinarisch kennenlernen.

 

And the winner is…

Mit 64 Jugendlichen auf Konfirmandenfahrt

 

Der letzte Abend ist immer etwas Besonderes. Die Teamer haben sich in Schale geschmissen. Schließlich geht es um nichts weniger als um eine Oscarverleihung. Aber vorher müssen die Stars mit ihren Fans noch ein paar Aufgaben erledigen. Dafür gibt es Preisgeld – natürlich! Es wird ein glamouröser Abend.

Schade, dass morgen alles schon wieder zu Ende geht. Wir alle wären noch gern geblieben. Es war eine ereignisreiche und schöne Zeit. Unsere Teamer haben viel kreative Kraft in das inhaltliche Programm und seine Gestaltung investiert. Das ist spürbar. Kein Wunder, dass viele der Konfirmanden gern beim nächsten Mal ebenfalls als Teamer mitfahren möchten. In der Abschlussrunde draußen bekommt jeder noch einmal den Stempel mit der Inschrift „Made by God“ auf die Hand gedrückt. Ja, daran glauben zu können schafft schon eine besondere Gemeinschaft.

Unsere Gäste als Gastgeber

Begegnung beim „Kulturenkochen“ im Gemeindezentrum

 

„Mohammed hat schon den ganzen Tag in der Küche gestanden!“ Fröhlich kommen Nicole Oppermann und ihr Küchenteam mit den vorbereiteten Speisen zur vereinabarten Zeit. Auch die anderen Asylsuchenden sind absolut pünktlich. In Windeseile schmücken die syrischen Gäste unser Gemeindezentrum festlich. Derweil treffen Mohamed mit Jala in der Küche die letzten Vorbereitungen. Pünktlich um 18 Uhr kommen schon die ersten Gäste. So zahlreich sind Bürgerinnen und Bürger aus Bodenburg der Einladung zum Kulturenkochen gefolgt, dass der Gemeindesaal schon bald voll ist. Gut, dass einige in den JuFF ausweichen können. Man hört die Freude beim Kickern, während sich unten die Hungrigen den Teller mit arabischen Spezialitäten füllen. Lecker! Aus dem Hintergrund spielt arabische Musik. Unsere Gastgeber für den Begegnungsabend haben wirklich an alles gedacht. Nach dem Abschluss des Mahles mit Süßspeisen aus der syrischen Küche wird die Musik lauter gedreht. Die Stimmung ist so gut, dass die arabischen Männer zu tanzen beginnen. Die Arme auf die Schultern des anderen gelegt, geht es lebendig los. Das hat der Gemeindesaal noch nicht gesehen. Einige mutige Männer und Frauen aus Bodenburg reihen sich tanzende Menge ein. Die Außenstehenden klatschen den Takt.

Im späteren Abend sieht man ein sehr stimmungsvolles internationales Miteinander. Beim Lachen gibt es keine Unterschiede. Und wir erleben alle zusammen einen wunderbaren Abend, an dem die unterschiedlichen Kulturen in Frieden miteinander feiern. Fast könnte man an diesem Abend all die Schreckensnachrichten aus dem Fernsehen vergessen. Aber als Achmed von seiner Familie zu Hause erzählt, was die gerade erleben, wird mir wieder bewusst, wie zerbrechlich die Völkerverständigung ist. Umso mehr war dieser Abend aus meiner Sicht ein wunderbarer. (H. F.)

Wenn einer eine Reise tut

Erster „FRAUENTREFF“ in 2016

C. Voßhage: Der erste diesjährige FRAUENTREFF, der von Herrn Pastor H. Forwergk mitgestaltet wurde, fand – auch dank einiger Gäste aus Wehrstedt und Bad Salzdetfurth – vor einem überraschend großen Teilnehmerkreis statt. Getreu dem Ausspruch „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“ berichtete H. Forwergk von seiner Reise durch Ecuador, die er im vergangenen Jahr zusammen mit seiner Frau unternommen hatte. Es wurde ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Vortrag, untermalt mit zahlreichen Fotoaufnahmen, in der gewohnt lockeren Art unseres Pastors. Die Umstellung auf das Leben in ungewöhnlichen Höhen der Anden, die für uns teilweise exotischen Tiere sowie die Vielfalt von Pflanzen, Bäumen und Blumen im anderen Kontinent zog alle Zuhörer in ihren Bann, wobei besonders die Herstellung eines so genannten „Panama-Hutes“ alle begeisterte.

Nach einer Tee-Pause und mehreren gemeinsam gesungenen Liedern stand dann die Jahreslosung 2016 „Ich will Euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ ( Jesaja 66, Vers 13 ) auf dem Programm. Dabei wurde sie auf ganz verschiedene Weise ausgelegt. Dankbar für den schönen Abend wurde dieser mit einem gemeinsamen Lied und einem Schlussgebet beendet, bevor sich alle auf den Heimweg machten.

6 Schlitten, 3 Busse und 16 kreative Teamer

Jugendmitarbeiter bereiten Konfirmandenfahrt vor

„Bahn frei!“ Robin und Henrike haben sich einen Doppelsitzer geschnappt. Auch Patrick und Lena pflügen mit einem Schlitten durch den frischen Schnee. Die Kufen sind nach kurzer Zeit blitzblank. Es ist ein herrlicher Ausgleich zu den wunderbaren, aber auch intensiven Arbeitsphasen in der Flambacher Mühle. Die gute Gemeinschaft, die sich nicht erst auf dieser Fahrt gebildet hat, verdichtet sich nicht nur auf dem Bocksberg, wie dei Schlittenkufen beim Rodeln den Schnee.

„Made by God“! Mit einer beneidenswerten Energie bringen die Jugendarbeiter aus dem Innerstetal und aus unseren Gemeinde ihre Ideen und ihre Tatkraft in die Planung der Konfirmandenfahrt im Februar ein. „Wer bin ich?“. „Und wo spüre ich etwas von Gottes Wirken in mir als Kraft?“ Gute Lebensfragen! Stärkende Fragen! Mithilfe der Jugendmitarbeiter entwickeln sich schöne Formen, sie sich einmal selbst zu stellen und mit Freude nach eigenen Antworten zu suchen. In den Pausen zwischen den Andachten und Arbeitstreffen klingen Lieder durch die Flure. Jugendliche, die mit Begeisterung singen. Fetzige Musik, ein gemeinsamer Rhythmus und immer wieder entwickeln sich Ideen, die uns Hauptamtliche staunen lassen über das Engagement und die Tatkraft der Jugendlichen. Wirklich schade, dass die Zeit so schnell vorbeigegangen ist.

Im Gottesdienst bleibt der Fahrstuhl stecken

Winterweihnacht 2015 in Wehrstedt.

Mit einem leisen „Ping“ schließt sich die imaginäre Fahrstuhltür in der St. Andreaskirche hinter den 2 Frauen, einem Geschäftsmann und dem Kind. Aufwärts! Die Maschine setzt sich in Bewegung. Aber nicht lange geht das so. Mitten zwischen zwei Stockwerken bleibt der Fahrstuhl stecken. „Was mache ich nur“, fragt die eine Frau, die doch gerade eben noch eine Gans in die Bratröhre geschoben hat. „Bis der Facility-Manager da sein wird, ist dieser Weihnachtsbraten ganz sicherlich verbrannt“, befürchtet sie. Aber auch die anderen beiden haben Sorge, zur Weihnachtsfeier nicht rechtzeitig zu Hause zu sein. Nachdem der erste Schrecken bewältigt ist, ergibt sich im Fahrstuhl ein Gespräch, das den Gottesdienstgästen die eigentliche Bedeutung des Weihnachtsfestes erschließt. Dass Gott selbst sich auf eine Stufe mit den Heruntergekommensten stellt, wird durch das Schauspiel der Laienspieler wunderbar verständlich gemacht. Die Predigt von Jörn Averbeck entfaltet diesen roten Faden sorgfältig weiter. In Verbindung mit stimmungsvollen und vollendet gespielten, leicht jazzigen Blechbläserstücken und den einfühlsam gesungenen Weihnachtsliedern des "Spontanchores" wurde diese Winterweihnacht zu einer ganz besonderen. Das sagten jedenfalls viele Besucher des Gottesdienstes bei dem kleinen Glühweinumtrunk nach der Kirche auf dem stimmungsvoll erleuchteten Platz vor der Kirche.

 

Und sie hatten doch einen Raum in der Herberge

Internationale Weihnachtsstube im Gemeindezentrum

 

Schon am Vormittag war der Gemeindesaal vorbereitet worden. Tische wurden zu einer langen Tafel zusammengestellt, und alles wurde festlich eingedeckt. Sogar einen Tannenbaum hatte das Vorbereitungsteam in den Gemeindesaal gebracht und liebevoll mit Kerzen geschmückt aufgestellt. Um 18 Uhr kamen die Gäste aus Eritrea, Syrien und Deutschland in dieser festlichen Weihachtstube zusammen. „Kennt ihr das Lied  Alle Jahre wieder ?“ Herbert Maliers hatte seine Gitarre mitgebracht, und gemeinsam mit den Gästen stimmten die Gastgeber das Weihnachtslied an. Schöner als an diesem Abend konnte man Weihnachtskultur nicht vermitteln. Auch das Vorlesen der Weihnachtsgeschichte gehörte selbstverständlich zum festlichen Abendprogramm. Sehr berührend wurde es aber, als die Gäste eben diese Geschichte in ihrer Heimatsprache lasen. „Und sie hatten keinen Raum in der Herberge“. Ganz anders hörten wir alle auf einmal die sonst so vertraute Erzählung des Lukas. Wie schön, dass wir aber an diesem Abend feststellen konnten, dass unsere Flüchtlinge sehr wohl einen gastlichen Raum und einen Platz in unserer Mitte fanden. So war letztlich nicht nur das leckere Essen etwas, das uns alle stärkte, sondern die Buntheit der Gemeinschaft, die sich dort bildete. Und das allein war für uns alle schon ein wenig Weihnachten.

Adventslicht leuchtet in St. Johannis

Singkreis, Kinderchor und Gemeinde feiern gemeinsam Singgottesdienst

Sorgsam behüten die Kinder das kleine Licht mit dem wir in die Kirche einziehen. Der Kinderchor geht voran. Dann folgt der Singkreis. „Wir sagen euch an, den lieben Advent“. Nach und nach entzünden Kinderhände die Kerzen am Adventskranz. Es ist ein besonderes Licht, das an diesem Abend des 4. Adventes unsere St. Johanniskirche erfüllt. Die Adventslieder bewegen sich in hohen Stimmlagen. Das ist gewollt! Denn so erklingen auch die Lieder in leuchtenden Klangfarben. Das Thema Licht durchzieht aber nicht nur die Gesänge von Kinderchor und Gemeinde. Auch die feinfühlig ausgewählten Geschichten kreisen um die Frage, wie es in Gottes Namen Licht wird. In den – zwischendurch immer wieder durch die Orgel begegleiteten Gesangbuchlieder zum Advent - stimmt die Gemeinde in die adventliche Freude ein. So ist auch der Kirchplatz adventlich beleuchtet. Dort treffen wir uns im Anschluss an den Singgottesdienst. Und die, die noch bei einer Tasse Tee und selbstgebackenen Plätzchen der Konfirmanden verweilen, singen zum unter den leuchtenden Lichterketten noch vom Licht, dass von Hand zu Hand geht – ein Licht, das zum äußerlichen Ausdruck der Freude wird, die uns der Singgottesdienst auch in diesem Jahr bereitet hat.

Lebendiger Advent wird international

Syrer und Eriträer als liebe Gäste mit dabei

Singen, heißer Tee, eine herzliche Begrüßung, eine adventliche Geschichte… eigentlich ist alles, wie in den letzten Jahren. Und doch ist es in diesem Jahr auch etwas Besonderes. Zu den Besuchern des lebendigen Adventskalenders zählen immer wieder einmal auch einige der Asylsuchenden, die in unserem Ort Bodenburg eine erste Bleibe gefunden haben. Dabei sind diese gar nicht das erste Mal dabei. Auch heute, am dritten Advent, sind sie dabei. Wie die Male zuvor hat sie die adventlich singende Schar gern mit in den Kreis aufgenommen. Gemeinsam singen wir. Gemeinsam hören wir auf die Geschichte. Die offene Adventsbegegnung wird für die einen zu einer Gelegenheit das weihnachtliche Brauchtum zu pflegen. Für die anderen wird es zur Möglichkeit, das hiesige Brauchtum kennenzulernen. Meistens wird noch Englisch als Sprache gesprochen, um das zu erklären, worum es gerade geht. Aber unsere fremdländischen Gäste verwenden auch erste deutsche Worte, um zu sagen, wie sie in ihrer Heimat feiern. Und wir alle entdecken, dass es auch immer wieder ein Verstehen ohne Worte gibt. Auf jeden Fall wird auch diesmal wieder deutlich, was der Advent ist, ein Brückenschlag Gott-Mensch, der zu einem Brückenschlag Mensch-Mensch werden kann. Und es wird ein besonderes Leuchten, wo das in Frieden gelingt.

Der Rira… Rira… Rentiersong

Jung und Alt auf der Seniorenfeier

Die Kinder aus dem Kindergarten halten ihre Hände wie Rentierschaufeln an den Kopf und singen mit sichtbarer Begeisterung den Rentiersong. Aber auch bei den aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörern ist die Freude sichtbar. Das Zusammentreffen von Jung und Alt in der Seniorenadventsfeier unserer Kirchengemeinde ist immer wieder etwas Besonderes und Kostbares. Das war auch schon bei der Eröffnung des feierlichen Adventsfestes durch den Kinderchor spürbar. Dieses Mal waren sogar Grundschüler aus der Grundschule mit dabei, obgleich sie nicht persönlich anwesend waren. In kleinen Filmen erklärten sie den Senioren Weihnachtsbegriffe, die diese raten sollten. Mit viel Freude gingen die Gäste der Seniorenadventsfeier Hinweisen aus den Filmen nach und lösten alle Rätsel. Mit einer Andacht klang dieser wundervolle Nachmittag im evangelischen Gemeindezentrum aus.

Weihnachtsstollen meets Chipsröhre

Teamertreff feiert Advent

  

„Weihnachtskrippe!“ Kathi hat sofort kapiert, was die Verrenkungen von Vincent bedeuten sollen. Zustimmend nickt der Spielleiter Kai. „Ok, du bist dran.“ Kai hält die Karteikarte mit dem Begriff so, dass Kathi ihn gut lesen kann. Schon raten die Ersten: „Weihnachtsengel?“ „Weihnachtsmann?“ Immer wieder wird das Raten von lautem Lachen unterbrochen. Es ist wirklich ebenso witzig wie spannend zu sehen, wie gut die Weihnachtsworte sich als Pantomime, ohne Worte zu nennen, erraten werden können.

Nach alter Tradition feiern wir den letzten Teamertreff des Jahres mit einer Art Weihnachtsfeier. Auch die Andacht zum Schluss gehört schon seit Jahren fest in das Programm. Nach der Pause am Adventsbuffet mit Stollen und Weihnachtsplätzchen bekommen zwei Chipsröhren die ehrenvolle Aufgabe, die Botschaft der Adventsansprache zu verbildlichen. Alle schauen gebannt auf das, was Vikar Jörn Averbeck da macht, und hören aufmerksam auf seine Wort und Gedanken. Der Lichtschein der Teelichter, die wir im Zusammenhang mit unseren Gebeten entzünden, spiegelt sich in den Augen der Jugendlichen. Worte und die Musik tauchen den Gemeindesaal ebenfalls in eine besondere Atmosphäre, und es wird ein besonderer Friede spürbar. Auf jeden Fall freuen wir uns alle auf das Weihnachtsfest, das ja gar nicht mehr weit ist.

 

Engel singen Jubellieder

Frauenensemble „Ton in Ton“ singt in St. Andreas

 

Es wird sofort aufmerksam still in der Kirche, als der erste Ton erklingt. Die Frauen von „Ton in Ton“ ziehen auch in diesem Jahr singend ein. „Tochter Zion, freue dich.“ Mit sichtlicher und hörbare Freude singen die Chormitglieder adventliche und weihnachtliche Weisen, in denen Engel vorkommen. Auch die Lesungen und die Gebete nehmen das Stichwort aus dem Motto des Programms auf, auf das sich das Ensemble "Ton in Ton" sehr gut vorbereitet hat. Die Zuhörer bedanken sich durch andächtiges Lauschen, das die hohe Qualität des Singens so wohltuend zur Geltung bringt. Erst am Schluss können die Konzertgäste sich nicht mehr zurückhalten. Aufbrandender Applaus und die nachdrücklich geforderten Zugaben beenden ein Adventskonzert der besonderen Art.

 

Es ist die gute Gemeinschaft, die das macht

Adventsbasar in Wehrstedt

 

Schon Monate vorher haben sie gestrickt und genäht, gebastelt und vorbereitet. Nun liegt die Ergebnisse, ansprechend ausgebreitet und appetitlich angeboten, auf den Tischen. Der zauberhafte Adventsbasar in Wehrstedt wird zunehmend gut besucht. Das erfordert eine Person, die liebevoll die Fäden zusammenbringt. Der gute Zuspruch hat aber sicherlich auch mit dem enormen Tortenbuffet, das dort alle Jahre wieder durch fleißige Bäckerinnen und Bäcker aus dem Ort  zusammengestellt wird, zu tun. Das hat sich herumgesprochen.  Es ist kaum ein Teller, auf dem nur ein Stück Torte liegt. Aber auch die Handarbeiten und die selbst gemachten Liköre werden gern als Geschenke für Weihnachten gekauft und mit nach Hause genommen. In diesem Jahr haben die Teamer Schmalzkuchen beigesteuert. Der ganze Waggon - als bewährte Produktionsstätte für das adventliche Backen - wird noch Wochen später nach den leckeren Mutzenmandeln riechen. Alles in allem war der Basar auch in diesem Jahr wieder ein Fest der Gemeinschaft, das nachhaltig in unsere Gemeinde hinein wirkt. Und es ist immer wieder ein Ort dr Begegnung für Wehrstedt, der dankbar angenommen wird. Ach, wie ist das schön, wenn sich Gemeinderäume so mit Leben füllen.

Neu: Schmalzkuchen im Delikattessenprogramm

Treffpunkt Adventsmarkt

 

„Habt ihr dieses Jahr keine gebrannten Mandeln?“ „Nein, haben wir leider nicht“. Die beliebten Nüsse sind in diesem Jahr sehr teuer. Da wären dann Verkaufspreise von 3 Euro für eine 100-Gramm-Tüte nötig gewesen, um allein die Unkosten zu decken. So haben die Konfirmanden zum diesjährigen Adventsmarkt schweren Herzens auf die Produktion der beliebten gebrannten Mandeln verzichtet. Stattdessen gab es am Stand der ev. Jugend Schmalzkuchen. Wie auch in den Jahren zuvor hatten die Jugendlichen - mit Unterstütztun einiger Eltern unter der Regie von Viola Latzel - schon Wochen im Voraus nicht nur gebacken, sondern auch am Freitag vor dem Markt leckeren Schmalzkuchenteig produziert. Am eigentlichen Tag des Adventsmarktes hatten viele Hände dann damit zu tun, den Teig auszurollen und entsprechend zuzubereiten. Aber enorm lecker war das. So fanden nicht nur die selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen reißenden Absatz.

Besonders schön war aber zuvor noch der Auftakt des Adventsmarktes. Der Kindergarten-Gottesdienst war liebevoll vorbereitet. Die Segnung von Frau Maecke, die als neue Stammerzieherin nun in unserem Kindergarten arbeitet, war sicherlich ebenso einer der Höhepunkte in dieser wunderbaren adventlichen Feier wie auch das Singen des Kinderchores unter der Leitung von Martina Niehoff. Erneut haben die liebevoll erdachten und durchgeführten Beiträge der Vereine das gute Miteinander in unserem Flecken und ein sehr gutes Organisatiorenteam einen Adventsmarkt hervorgebracht,  der mittlerweile weit über die Grenzen unserer Region hinaus bekannt und geschätzt ist.

Wärme, die von Herzen kommt

Kindergarten feiert Martinstag mit Gottesdienst und Andacht

   

Die Handpuppe Jule hat auf dem Rand der Kanzel Platz genommen. Von dort aus kann sie die große Kinderschar bestens überschauen, die sich zur Martinsfeier in der Kirche versammelt hat. Wir singen jetzt das Lied von St. Martin fordert sie  die Anwesenden fröhlich auf. Und schon kommt er auch auf einem Steckenpferd in die Kirche geritten. Jedes Jahr erzählt die Martinsgeschichte aufs Neue, wie sehr schenken reich machen kann. Jule fragt nach, wie das gemeint ist. Aber die Kinder haben es längst verstanden. Wer sich ein Herz für Arme nimmt, dem wird es auch selber warm ums Herz. Und damit das keiner vergisst, bekommt jeder Gottesdienstbesucher ein Herz aus dem gleichen Mantelstoff, wie ihn der heilige Martin in dem Spiel geteilt hatte.

Draußen nehmen wir diesmal den Musikzug in die Mitte. An drei Stationen singen und hören wir von dem Licht der Liebe Gottes, das auch der heilige Martin damals als menschliche Zuwendung Wärme zu den Armen trug. Und die Laternen machen uns sehr deutlich, dass wir alle besser sehen können, wenn wir uns ebenfalls dazu anstecken lassen, Licht und Wärme in die Welt zu tragen.

Wiedersehen nach vielen Jahren

Jubiläumskonfirmationen in Bodenburg

Sie kommen aus den verschiedensten Richtungen auf den sonnendurchfluteten Platz vor der Kirche. Sie stehen in kleinen Gruppen zusammen. „Du bist doch…“! Man hilft sich gegenseitig, die fehlenden Namen den Gesichtern zuzuordnen. Es ist ein großer Zug mit Jubilaren, der nach den ersten Wiedersehensmomenten feierlich in die St. Johannis-Kirche einzieht. Die Kirchenvorstandsmitglieder gehen voran, Vikar und Pastor bilden den Abschluss der feierlichen Prozession. Drinnen warten schon der Singkreis, ein Posaunenchor und die Angehörigen und Freunde der Familien auf die Jubilare. 50, 60, 65 Jahre und länger ist es her, dass diese damals in der Konfirmation das „Ja“ ihrer Taufe mit dem eigenen „Ja!“ bestätigt haben. Es ist eine Spanne Leben, die zwischen der Konfirmation damals und dem Fest am Sonntag liegt. „Siehe, ich bin bei Euch alle Tage“. Die Predigt erinnert an die Verheißung Gottes aus dem Matthäus-Evangelium. Und sie fragt nach, wo und wie diese Zusage in den unterschiedlichsten Lebensläufen Hand und Fuß bekommen hat. Die Segnung der Konfirmationsjubilare erneuert die Hoffnungszusage von damals, und dazu wird es ganz still in der Kirche.

Im Anschluss an den Gottesdienst treffen sich alle Jubilare zu einem Gesamtfoto und Einzelfotos vor der Kirche. Die Kirchenvorsteherinnen verteilen dazu die Urkunden. Dann geht es in das Maiental, wo sich alle beim gemeinsamen Mittagessen stärken; aber viel mehr noch durch die wunderbaren Erinnerungen, die sichtbar fast mehr noch zur Kräftigung beitragen als das gute Mittagsmenue und die anschließende Kaffeetafel. Zum guten Gelingen trägt auch Pastor Forwergk mit seinen Bildern aus unserer Kirchengemeinde bei, sodass der Nachmittag viel zu schnell vergeht und die Zeit zum Erzählen nicht ausreicht. So bleiben die Hoffnung und das Versprechen, sich in 5 oder 10 Jahren wiederzusehen.

Gott als ein guter Wegweiser

Freizeit für Männer, Frauen und Kinder an der Weser

Der Name auf dem Schild ist bunt. „MARA“ steht in großen Buchstaben auf einem Wegweiser aus Pappe, der als Namensschild dient. Er kann mit einer Wäscheklammer befestigt werden. Aber diese Schilder brauchen wir nicht lange. Schnell lernen wir uns kennen auf der Familienfreizeit in Hemeln an der Weser. Dazu trägt natürlich auch das herrliche Wetter bei. Eine goldene Herbstsonne wirft ihr Licht in den großen Gruppenraum und in die zauberhafte Marienkirche. In beiden Gebäuden spüren wir auf eine einfallsreiche Weise den eigenen und auch anderen Lebenswegen nach. Die Egli-Figuren erzählen nicht nur den Lebensweg vom verlorenen Sohn so plastisch, dass er das Willkommen des Vaters in die Jetzt-Zeit transformiert. Auch das Lebensweg-Märchen von Hänsel und Gretel wird durch eine einfühlsame Stimme von den Kindern neu gehört. Sonne satt gibt es dann auch auf dem Spaßwanderweg, der für die Wandernden einige Überraschungen und viel Gemeinschaftserfahrungen bereithält. Im Zeltgottesdienst am Sonntag spürt man nicht nur mit den Füßen, sondern auch im Herzen, dass dies ein wunderschönes Wochenende war.

Fresken mit Frauenbesuch

Superintendentin besucht Männerkreis in Wehrstedt

Bevor es losgeht, stehen sie schon in kleinen Gruppen zusammen und unterhalten sich. Ma(n) kennt sich eben und schön ist das. Dann kommt sie, unsere Superintendentin Katharina Henking. Sie hat sich auf den Besuch des Männerkreises gefreut. Davon gibt es ja nicht viele im Kirchenkreis. Aber der in Wehrstedt blüht dank der feinfühligen Leitung durch Michael Keil. Nur wenig Zeit bleibt für den informellen Austausch, dann flimmert auch schon das erste Bild über die Leinwand. Jochen Pabst hat nicht nur tolle Bilder mitgebracht. Er führt sachkundig ebenso durch die Berge, wie durch das Thema „Fresken“. Bilder die Bibelmotive zeigen, sind an Häusern in der Schweiz keine Seltenheit, erfahren wir. Aber auch in Kirchen lassen sie sich natürlich finden. Wunderschöne Fresken hat Jochen Pabst auf seinen Reisen fotografiert und wir betrachten sie gemeinsam. Schade, dass unsere Superintendentin aufgrund der Termindichte im Rahmen der Visitation früher aufbrechen musste. In das traditionelle Abschlusslied der Männer hätte sie sicher gern mit eingestimmt.

Superintendentin Katharina Henking beim FRAUENTREFF

C. Vosshage; Im Rahmen der Visitation ließ es sich Superintendentin Henking nicht nehmen, auch dem FRAUENTREFF einen Besuch abzustatten. Beim monatlichen Treffen am 22.09.2015 begrüßte Christel Voßhage den seltenen Gast ganz herzlich. Vermutlich weckte dieser Besuch gerade bei den Älteren Erinnerungen an die eigene Jugend- und besonders an die Konfirmandenzeit, an dessen Ende vor der Konfirmation stets eine mehr oder weniger gefürchtete Prüfung durch den zuständigen Superintendenten stand. Ergänzend dazu wurde eine lustige Geschichte aus dem Buch „Anno Domini 2015 “ über den Besuch des Superintendenten verlesen. Danach ergriff Frau Henking das Wort. Sie stellte sich und ihre Arbeit kurz vor, bedankte sich für die freundliche Aufnahme und zeigte ihre Freude über den lebendigen Frauenkreis.

Der weitere Abend – wie immer vorbereitet von Sabine Koch, Gerda Koschel und Christel Voßhage – stand unter dem Thema „Matthias Claudius“, dessen 275. Geburtstag und 200. Todestag sich 2015 jähren. Mit seinem Lied „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land“ – in Anbetracht des nahen Erntedankfestes – stimmte man sich mit tatkräftiger Unterstützung der Superintendentin ein. Weiter ging es mit seinem Leben und Wirken, bevor man mit dem 2. gemeinsam gesungenen Lied „Der Mond ist aufgegangen“ diesen besonderen Abend des FRAUENTREFF beendete.

You´ve got a friend

Freundschaftsbänder im Musikgottesdienst

„Hallo Freunde!“ Wie einst Ilja Richter im Fernsehen sein Fans grüßte, begrüßt zu Beginn des Musikgottesdienstes Dirk Zimmermann die Gottesdienstgäste. Er macht dies natürlich gezielt, um gleich danach zu fragen, was ein guter Freund ist.

Im weiteren Verlauf des Musikgottesdienstes hören wir nicht nur musikalische Interpretationen, was Freundschaften bedeuten können und wie man sich Freunde wünscht. Auch Jugendliche der Gemeinde tragen ihre Vorstellungen vor und lassen uns in eindrückliches Statements an ihren Vorstellungen teilhaben. Zwei kleine Anspiele vertiefen die Frage, was eigentlich ein guter Freund ist.

„Wen hat eigentlich Jesus als Freunde ausgesucht und wie hat er sie gefunden“. Dem spüren wir in einer biblischen Lesung nach, die uns Lektorin Brunhilde Weichsel liest und mit einer Stimme aus dem OFF verwoben wird: „Ein guter Freund ist dort, wo ein schlechter nicht ist…“! In einer kleinen „Ballaktion“ hatten schon vorher die Gottesdienstgäste die Möglichkeit, sich zu vergewissern, was ihnen selbst an einem Freund das Wichtigste ist. Ein von dort mitgenommenes „Freundschaftsband von Gott“ war als Zeichen für die unverbrüchliche Freundschaft Gottes gedacht. Viele haben es gern mitgenommen. Immer wieder erklingen zu den inhaltlichen Impulsen Lieder, die von der Kirchenband Intakt feinfühlig arrangiert und klangvoll gesungen wurden. Natürlich ist auch die Gemeinde eingeladen mitzusingen und mitzuswingen. Und am Ende des Gottesdienstes teilen wir in der Kirche und auf dem Platz davor nicht nur die vorbereiteten Schmalzbrote freundschaftlich miteinander, sondern auch die gesammelten Eindrücke aus dem gemeinsam gefeierten Gottesdienst. Und schön, dass dazu allerbeste Freunde aus Alfeld dabei waren und mit uns gefeiert haben.

 

Ohne Dach und doch bedacht….

Mitarbeiterin der Obdachlosenhilfe zu Gast im Handarbeitstreff

C. Bartens: Wir sehen sie im Stadtbild. Sie sitzen in der Fußgängerzone und erbitten ein paar Euros. Oftmals für ihren einzigen Gefährten- ihren Hund. Ihr gesamtes Hab und Gut haben sie manchmal bei sich-Obdachlose. Doch was wird aus Ihnen? Wie gestaltet sich ihr Leben auf der Platte ohne feste Unterkunft?

Darüber referierte Frau Lohbreier von der ambulanten Wohnungslosen Hilfe Hildesheim in einem interessanten Vortrag beim Handarbeitstreff. Weil nun die kalten Tage bevor stehen, hat Frau Gertraud Weitemeyer fleißig gestrickt und überreichte an Frau Lohbreier für ihre Schützlinge eine wärmende Jacke und etliche Mützen.

 

Ehrenamtlichentag im Rahmen der Vistitation

Ein wenig anders, als sonst

Dieser Ehrenamtlichen-Tag war anders als andere. Hatten wir sonst auch die Partner, bzw. auch die Familien derer eingeladen, die in unseren Kirchengemeinden ehrenamtlich tätig sind, so lag der Focus dieses Tages mehr auf dem fachlichen Austausch zwischen Superintendentin und den ehrenamtlich Engagierten selbst. Das sich aber auch die Angehörigen der Gruppen- und Kreisleitungen unserer Gemeinden der Dankbarkeit ihrer Gemeinde für die indirekte Unterstützung sicher sein können, stellte Pastor Forwergk gleich zu Anfang in seiner Begrüßung heraus. An der festlich gedeckten Kaffeetafel ergaben sich nach Eintreffen der Gäste natürlich sofort erste persönliche Gespräche mit Superintendentin Katharina Henking. Eine Präsentation der arbeitenden Kreise in unseren Gemeinden erweiterte den fruchtbaren Dialog in einen offenen Austausch über die Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten kirchlichen Handelns im ländlichen Bereich. Aber trotz der intensiven Gespräche kam auch der Genussfaktor an diesem Nachmittag nicht zu kurz. Frischer Blechkuchen stillte den Hunger und die heißen Getränke den Nachmittagsdurst. Die Jugendlaienspielgruppe des Heimatvereines Wehrstedt erfreute mit einem humorvoll-selbstironischem Theaterstück die geladenen Gäste. Und bei einem Fotorätsel konnten alle ehrenamtlich Engagierten unserer Gemeinde Ihre Gebäudekenntnisse anhand einer kleinen Dalli-Klick- Foto-Präsentation unter Beweis stellen. Nach einer Andacht und dem Segen ging der Nachmittag mit einem fröhlich und gemeinsam gesungenen Segenslied zu Ende.

 

Visitation: Treffen mit Vertretern aus Vereinen, Verbänden und Politik

Die Basis nach ihrer Meinung gefragt

Auf den Tischen liegen Plakate und Gummibären. Und so bunt, wie die Gemeinschaft auf dem Tisch ist auch die derjenigen, die um die Tische Platz genommen haben. Fast 90% der Vertreter aus den Vereinen, den Verbänden und der Politik sind der Einladung gefolgt, die Frau Superintendentin Henking im Rahmen der Visitation unserer Region ausgesprochen hatte. „Wir schreiben das Jahr 2025… beschreiben sie, wie ihr Dorf aussieht…!“ Es sind spannende Fragen, denen sich die Verantwortlichen der Organisationen des öffentlichen Lebens stellen. Und noch spannender sind die Antworten, die an den Tischen geben werden. Schade, dass dieser Abend so schnell um ist. „Aber es muss ja nicht der letzte gewesen sein“! Das war jedenfalls das Resumé einiger Gäste unserer Kirchengemeinde, die nach einem zünftigen Abendbrot (Danke an das Grill-Dream-Team: Charlie & Udo!) dann nach Hause gingen.

 

Holzschutzarbeiten an der Bühne

Ehrenamtliche Maler im Pfarrgarten aktiv

Ob das wohl reicht?“ Nacheinander nehmen die ehrenamtlichen „Holzschützer“ den Blecheimer mit dem Holzschutzmittel in die Hand und schauen sich das Gebälk der Bühne im Pfarrgarten an. Das Holz der Balkenkonstruktion hat im Laufe der Jahre wirklich gelitten. So rücken die ehrenamtlichen Malerinnen und Maler zunächst dem Moos mit einer Schleifmaschine auf den Pelz. Nachdem alles fein weggeschmirgelt ist, kommt das Holzschutzöl auf die Balken. „Kommst du mal mit der Leiter?“. Nicht für alle ist die Arbeitshöhe von 3 Metern eine Freude. Aber es müssen ja auch die Balken am Boden geschützt werden. So ergänzen wir uns erneut hervorragend. Die nötige Tour zum Baumarkt in Östrum nutzen wir, um auch noch ein paar Brötchen und Aufstrich zu holen, denn gemeinsames Tun macht hungrig. Und dann – nach 6 Stunden Arbeit – schauen wir voller Stolz auf eine alte Bühne im Pfarrgarten, die jetzt wieder wie neu aussieht.

Und mit bester nachbarschaftlicher Unterstützung lassen sich dann auch die Balken für die neue Dachkonstruktion fachgerecht vorbereiten. Jetzt muss noch das neue Dach aus LKW-Plane für unsere Christivalbühne geliefert und befestigt werden.

 

Nasse Füße und gute Laune

Jugendmitarbeiter auf Leinetour

„Und eins und zwei! Und eins und zwei!“. Zielstrebig bringen die Jugendmitarbeiter das Boot per gemeinsamen Paddelschlag in Fahrt. Vorn sitzt Kira auf dem Bug des Raftingbootes und übernimmt den Rhythmus mit der Pfeife, die an ihrer Schwimmweste befestigt ist. Gleichzeitig tauchen die 9 Paddel in die Leine und bringen das Boot voran. „Achtung, da vorn liegt ein Baum im Wasser“. Unsere „Galionsfigur“ ist wachsam! Dank der gemeinsamen Anstrengungen und der guten Koordination der Paddelbewegungen kann das Hindernis im Wasser ohne Schiffbruch zu erleiden umschifft werden.

Wie von selbst helfen alle zusammen. Das fängt schon beim Einladen der Ausrüstung an. „Viele Hände, schnelles Ende“, zitiert ein Teamer eine alte Volksweisheit, und wir erleben alle, wie das stimmt. Ruckzuck sind die nötigen Ausrüstungsgegenstände im Boot, und wir fahren gemeinsamen zu der Stelle, wo wir in die Leine einsetzen können. Mit vereinten Kräften pumpen die einen das Schlauchboot auf, während zwei andere schon einmal ein Fahrzeug zur Landestelle bringen. Dann heißt es „Leinen los“, und wir gehen auf große Fahrt. Das Wetter ist so schön, und das Wasser ist so klar, dass die Ersten sich an geeigneten Badestellen in den Fluss trauen und ein erfrischendes Bad nehmen. Die Schwimmwesten und das Sicherungsseil sichern den ungeplanten, aber wunderschönen Badeausflug.

Das ist ein anderes Wasserwohlgefühl als im Freibad. Die wunderbare Flusslandschaft verstärkt das Naturverbundenheitsgefühl, und bei der angenehmen Wärme ist das Baden ein Genuss. Gefühlt viel zu schnell erreicht unser Boot das Ziel, die Marienburg. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages stärken wir uns alle im Gemeindezentrum. Schön, dass wir uns zum Teamer-Treff am 09.09. alle wiedersehen. Und denen, die nicht dabei sein konnten, werden wir viel zu erzählen haben.

 

Wehrstedt SV feiert fröhlich die Fünfzig

Zeltfest am Sportpark - Kirche ist dabei

(L. Grosche) „Das Fest – 50 Jahre SV. Wehrstedt v. 1965 e.V.“ So lautet der Titel des kleinen Buches, das unser Wehrstedter Günter Stürmer über den Verlauf der Feierlichkeiten, reich bebildert, anlässlich des 50-jährigen Bestehens unseres Sportvereins geschrieben hat, und aus dem ich die Bilder mit Erlaubnis entnommen habe. Es war ein gelungenes, rauschendes, lautes, eindrucksvolles und – heißes Fest. Der Festausschuss und der Vorstand hatten sich zum Ziel gesetzt, alle Vereine und Institutionen sowie möglichst alle Einwohner des Dorfes einzubeziehen. Und so waren auch wir als Vertreter der ev. luth. Kirchengemeinde St. Andreas eingeladen.

Bereits beim Kommers konnte unser Pastor Henning Forwergk mit seinen launigen Worten und dem zerbeulten Fußball die Aufmerksamkeit und den Beifall der für einen Kommers erstaunlich zahlreichen Besucher gewinnen. Auch zum Zeltgottesdienst war eine große Anzahl von Gemeindemitgliedern „in der größten gemischten Sauna Deutschlands“ (seine Worte) erschienen. Als Predigttext hatte er aus dem 1. Brief an die Korinther, Kapitel 12, den Vers 12 ausgewählt: „Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und wie der Leib einer ist – und doch viele Körperteile hat – so sind diese, obwohl sie viele sind, doch ein Leib in Christus“. So war dann auch die Predigt unseres Pastors, die wechselweise mit Lothar Grosche vorgetragen wurde, treffend und passend abgestimmt auf die Themen Mannschaft, Teamgeist, unterschiedliche Fähigkeiten und Charaktere, verschiedene Rassen und Religionen. Alle sind nur ein Bestandteil an der Körperschaft Christi, und erst durch Toleranz und gegenseitigen Respekt werden sie durch den einen Geist zu einem erfolgreichen Ganzen. Stimmungsvoll musikalisch eingeleitet durch die jugendlichen Teamer und umrahmt von gekonnten Darbietungen des Gesangvereins Hoffnung Wehrstedt, konnten wir wieder einen eindrucksvollen Gottesdienst erleben.

Das Buch von Günter Stürmer, in dem sich viele wiederfinden werden, kann für 10,65 € bei der Geschäftsstelle des SV. Wehrstedt 65, Print 2010, Ahnepaule 5, 31162 Bad Salzdetfurth, erworben werden.

 

Hörst du mich Jona

Getaufte Kinder zur Tauferinnerung eingeladen

Die Taufkerzen auf dem Altar sind noch nicht angezündet. Das geschieht erst bei dem Begrüßungslied, das von dem offenen Himmel erzählt und das Gott jedes Kind bei seinem Namen ruft. Und Gottes Stimme hören wir dann wirklich in diesem besonderen „Gottesdienst für kleine Leute“ der heute mit den Kindern Tauferinnerung feiert. Hendrik! Nele! Marie! Max! Jona! Jona? Ja, auch den Ruf Gottes an Jona hören wir mit und erleben seine Geschichte hautnah. Liebevoll hat das Team vom Kindergottesdienst einen Wal in die Johanneskirche gezaubert. In denen können sich alle Kinder retten und werden von ihm wieder unversehrt nach Ninive zurück gebracht. Dann basteln wir einen Wal aus Klammern, damit uns und der nächsten Generation die Geschichte in guter Erinnerung bleibt. Und durch einen wundervollen Gottesdienst gesegnet ziehen Taufkinder und die großen Kinder Gottes dann am späten Samstagnachmittag wieder nach Hause.

 

Der Himmel in der Taufschale

4  Kirchengemeinden feiern gemeinsames Tauffest an Innerste und am Fischteich

"Du bist mein liebes Kind“. Die Worte aus dem Taufevangelium klingen im Ohr noch nach. Sie begleiten uns als eine Verheißung für alle auf dem Weg von der Gottesdienstwiese zu den Taufstationen. Zur Taufstation 4 geht es über das Stauwehr zum Fischteich. Ein leichter Wind kräuselt das Wasser dort zu kleinen Wellen. Der kleine Altar am Uferrand ist liebevoll geschmückt: ein schlichtes Holzkreuz, eine brennende Kerze, ein Strauß Sommerblumen aus weißen Margeriten, leuchtend rotem Klatschmohn und grünen Blättern. Die Insel im Gras ist mit Taufgästen, Eltern, Paten und den Taufkindern gut gefüllt. Dort, wo nicht gemäht wurde, wiegt das hohe Gras im leichten Sommerwind. Vier Paten halten die Taufschale in das nun das Wasser fließt, das die Neffen eines der Taufkinder in einer Glaskaraffe aus dem Gottesdienst mitgenommen haben. In der Silberschale spiegelt sich nun der Himmel. „Ich taufe dich, Finn Battmer, auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Die alten, heiligen Worte bekommen hier am See einen wunderbaren und eindrücklichen Klang.

Nach den Taufen kehren wir zurück auf den Gottesdienstfestplatz. Wer Glück hat, sieht noch eine der Taufen, die im Flusslauf der Innerste vollzogen werden. Dann ruft auch schon die Musik der Heinder Bläser die Gemeinde erneut zusammen. Wir hören, was die Kinder im Kindergottesdienst zwischenzeitlich erlebt und gebastelt haben. Die Kinderchöre aus Bodenburg und Heinde singen vereint mit der Kirchenband "InTAKT" vom offenen Himmel und laden die Gemeinde ein, mitzutun. „Sei behütet auf deinen Wegen“, wie das Lied von Clemens Bittlinger singt, wird anschaulich in dem Anstecken der Taufkerzen durch die Kinder. Ihre leuchtenden Augen spiegeln die Freude und eine entspannte Geborgenheit wider, die wie ein Segen über dem ganzen Fest fühlbar ruht.

Nach dem Gottesdienst strömen die Tauffamilien den Tischen zu, die im Hintergrund der Wiese schon aufgebaut waren. Der Duft nach Bratwürstchen verrät die erfolgreiche Tätigkeit des Männerkreises aus Heinde, der die Verantwortung für das Grillen übernommen hat. Die meisten Kinder laufen nach dem Gottesdienst schnell zu den Spielstationen, die die Teamer schon lange vor dem Gottesdienst aufgebaut haben. Selbst Erwachsene stellen sich nicht nur bei der "Schokokuss-Wurfmaschine" mit in die Reihe. Und bis dann die vielen, vielen ehrenamtlichen Helfer wieder anfangen, die Bänke und Tische zu verladen, erleben wir alle bei guter Musik noch herrliche Momente auf der Festwiese.

 

Wer will fleißige Handwerker sehn…

Fleißige Eltern pflegen die Spielgeräte im Gemeindegarten

„Ich hole eben noch schnell den Hochdruckreiniger“. O.K., wir legen derweil schon mal die Plane aus“. Gleich an zwei  Samstagen hintereinander treffen sich die Eltern der  "Montagszwerge" im Gemeindegarten. Im Kofferraum haben sie Werkzeug mit dabei und auch einige Pinsel im Gepäck. Das Holzöl von der Firma "Kreidezeit" hat die Kirchengemeinde gekauft. Nach dem Auspacken der Werkutensilien gehen die Eltern gleich "ran an den Speck". Erst wird der Belag vom Holzgerüst abgeschmirgelt. Dann wird das Öl aufgetragen. Während die einen den Spielturm streichen, räumen die anderen schon mal den Sand aus dem Sandkasten. „Schau mal, ein Ameisennest.“ Ganz gebannt schauen die Kinder der fleißigen Helfer auf die Ameisen, die nun hektisch ihre Eier in Sicherheit bringen. Nach getaner Arbeit treffen wir uns und bewundern das Tagewerk. Das Karussell und der Spielturm sehen aus wie neu. Im Namen der Kirchengemeinde dankt Pastor Forwergk allen Helfern ganz herzlich, dass sie für ihre Kinder die Spielmöglichkeiten erhalten. Der Bratwurstduft lässt die Dankesrede kurz werden, und wir greifen herzhaft zu den „Dankeschön-Lebensmitteln“ und lassen es uns gut gehen. Spaß gemacht hat es auch.

Mithilfe der Musik sehen

Gäste der Blindenmission geben Konzert in Wehrstedt

„We thank you, visiting us, and we wish you a pleasent stay in our old church Saint Andreas!” Routiniert begrüßt Lothar Grosche die singenden und musizierenden Gäste aus Indonesien und von den Philippinen auf Englisch. Im Namen des Kirchenvorstandes heißt er kurz darauf auch die deutschsprachigen Konzertbesucher auf das Herzlichste willkommen. Dann spricht die Musik. Und sie erweist sich wieder einmal als eine wunderbare Sprache, die den zahlreichen Zuhörern gleich ins Blut geht. In den Kirchenbänken wippen die Gäste mit den Füßen im Takt des Jazzsounds, der von den allesamt blinden Musikern klangvoll gespielt wird. Auch die Gesangsdarbietungen faszinieren. Alle Musikstücke und Lieder müssen von der Band und den Sängern auswendig gespielt und gesungen werden. Mal eben in die Noten schauen geht ja nicht. Das ist schon sehr beeindruckend. Und die Qualität der Musik ist es auch. Man spürt den Musikern ebenso wie dem Chor an, dass Musik für sie mehr ist, als nur Musik, eben auch Leidenschaft. Das bestätigen auch die Betreuer der Blindenmissionsgäste. „Musik kann Bilder in den Kopf malen“, erzählt eine Betreuerin, die von den Philippinen mit angereist ist, „und dann ist musizieren auch eine Art zu sehen und sehen zu lassen. Nach dem Konzert sind die Gäste der Blindenmission auch unsere Gäste. Das Team um Christa Flätchen hat schon vor dem Konzert ein leckeres Abendessen vorbereitet, das die Gäste aus Asien sichtlich mit Genuss zu sich nehmen.

Coole Sache: Cocktails zur Begrüßung

Konfirmierte treffen sich 4 Wochen danach

„Stimmt, die Nachtwanderung…“. Die Abschlussfahrt ist länger her, als die Konfirmation. Aber die Erinnerungen sind noch ebenso frisch. Der Film mit den Erinnerungsbildern schlägt eine Brücke zur Jetzt-Zeit. Auf einmal ist sie wieder da, die Fröhlichkeit und gute Laune, die nun auch den Konfirmiertentreff prägt. Von 16 Konfirmierten konnten 14 Ehemalige kommen. „Nehmt euch erst mal einen Begrüßungscocktail“. Der sieht farblich spektakulär aus. „Coole Sache“, bemerkt eine ehemalige Konfirmandin und greift herzhaft zu. Die Teamer haben eine Stunde vor dem offiziellen Beginn der Wiedersehensparty alles vorbereitetet und den Gemeindesaal vorbereit. Der Beamer wirft blaues Licht an die Leinwand bis Patrick den Film mit den Bildern von der Konfirmandenfreizeit und den Konfirmationen anstellt. Liebevoll hatte Neele vorher „ihre“ Konfirmanden im Namen aller Teamer herzlich willkommen geheißen. Aber auch die anderen Teamer kümmern sich aufmerksam: rücken Stühle – schieben Tische und arrangieren die mitgebrachten Salate zu einem überaus leckeren Buffet. Als Höhepunkt werden natürlich die Kinogutscheine überreicht. 56 Gottesdienstbesuche und damit 21 mehr, als benötigt. Das ist eine besondere Beachtung wert. Und „cool war es ja irgendwie doch“ meint der gute Niklas und droht augenzwinkernd: „warten sie es ab, ich komme auch nach meiner Konfirmation noch mal wieder in die Kirche.“ Na, denn… wink

Wasser wärmen für Wuppi

Kindergarten bereitet sich auf das Tauffest vor

 

„Gebt nacheinander jetzt euer gewärmtes Wasser in die Taufschale“. Es ist ein anrührender Moment. 42 Kinder nehmen ihr kleines Fläschchen mit dem handgewärmten Wasser und gießen den Inhalt in die silberne Taufschale. „Lass Dich schön taufen,“ raunt Lisa im Vorbeigehen noch der kleinen Kindergartenpuppe zu. „Und schrei nicht!“.

„Taufe ist doch schön“, ergänzt Simon noch. Ob er das noch aus eigener Erfahrung weiß, bleibt offen. Immerhin ist seine Taufe schon vier Jahre her. Damals war er ja nur wenige Monate alt. Dann nimmt „Patin Anja Heppner“ ihr Patenkind zärtlich auf den Arm. Vorsichtig hält sie Wuppi mit dem Kopf über dem Taufbecken. „Ich taufe dich, Wuppi, auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes… . Natürlich ist alles nur gespielt. Doch auf die Kinder wirkt es. Sie erfahren in dieser Taufe, dass Gott alle Kinder liebt. Sie erleben die christliche Taufe als Sakrament, also als eine heilige Handlung, dies sichtbar zu machen. Und die beiden Kinder aus unserem Kindergarten, die wir in vier Wochen wirklich beim Tauffest taufen, sie erleben schon einmal die Taufe als etwas sehr Schönes und Wohltuendes. Sie erleben die Taufe von Wuppi wie den Segen, den die Erzieherinnen den Kinder zum Schluss der Gottesdienstfeier im Kindergarten zusprechen und ihnen mit dem Taufwasser ein Kreuz auf ihre Hand malen und dazu sagen: Dich hat Gott lieb und er ist immer um dich! Und als Erinnerung an diesen besonderen Tag bekommt jedes Kind eine Taufkerze mit nach Hause, die es selber im Kindergarten vorher schon geschmückt und verziert hat.

"Ahoi, es braust"

Pfingstchristival 2015

(Verf.: Hans-Joachim Bruhn) Wieder einmal ist diese christliche Veranstaltung in Bodenburg als voller Erfolg für alle Beteiligten zu bezeichnen. Trotz unsicheren Frühlingswetters trafen sich am Pfingstmontag wie in den vorangegangenen Jahren mehr als 300 evangelische und katholische Christen zu einem ökumenischen Gottesdienst der besonderen Art. Jeder Stuhl, jede Bank war besetzt. Pastor Henning Forwergk begrüßte die Teilnehmer im Namen der anwesenden Pastoren Serke und Buck und des Pfarrers Blumenberg, der für die neue kath. Kirchengemeinde St. Gallus anwesend war. Der anschließende Gottesdienst wurde gestaltet von den Sängern und Musikern des Familienworkshops, die eigens für dieses Ereignis zusammengekommen waren und unter der bewährten Leitung von Herrn Kirchenkreiskantor Pannek Lieder einstudiert hatten. Die abwechslungsreiche und beeindruckende Predigt von Vikar Jörn Averbeck aus Bodenburg mit dem Pfingstthema „Sei nach oben offen und Ahoi, es braust“ fand große Resonanz. Eine Kollekte erbrachte über € 1.000 für die Krisengebiete der Welt. Die Fürbitten wurden von den anwesenden Seelsorgern gemeinsam vorgetragen. Pünktlich zum Schlußsegen kam auch ein kurzer Segen vom Himmel. Doch das trübte die Pfingststimmung der Anwesenden in keiner Weise. Bei der anschließenden Kaffeetafel und bei Gegrillten lauschten alle noch dem schwungvollen Vortrag des Musikzuges Bodenburg sowie der Live-Musik der Jugendformation „Easy Moving“. Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten. Für sie wurden im Pfarrgarten Spiele angeboten.

Die gelben auf zwei und drei

Bombastischer Boomwhackersound zum Musikworkshop

„Ich zähle einen Takt vor und bei eins geht’s los“. Lydia Knoll hat die Boowhacker in der Runde verteilt. Mit den farbigen Plastikröhren hauen die jungen Musizierenden auf alles, was nicht niet und nagelfest ist. Nur der Nachbar darf nicht zur Klangerzeugung genutzt werden. Bei jedem Schlag kommt ein Ton aus den Boomwhackern und vier Farben heißt: vier Töne. Der rhytmische Grundakkord bildet den musikalischen Traggrund für einen modernen Song, den wir mit den „Vocals“ und den „Instrumentalist´s“ gemeinsam einüben. Das musikalische Tun macht sichtbar Spaß und der Sound kommt an. Nach dem ersten gemeinsamen Auftakt, teilen sich die Gruppen. Die Instrumentalisten ziehen in den einen Raum. Die Sängerinnen und Sänger bleiben im großen Gemeindesaal. Dort übernimmt Kirchenkreiskantor Christoph Pannek die musikalische Leitung. Zusammen mit Kinderchorleiterin Martina Niehoff, zaubert er Mitreißend fröhlich aber zugleich professionell versiert die vielen Einzelstimmen zu einem sehr gut hörbaren Chorklang zusammen. Ja, anstrengend ist das alles schon! Aber es macht auch total viel Spaß und vor allem auch Hunger. Wie gut, dass es Kerstin Daft gibt. Zusammen mit ihrer Tochter hat sie das Mittagessen vorbereitet und im Gemeindesaal der Martin-Luther-Kirche bereit gestellt. „Mmmmh, ist das lecker“! Und zum Nachtisch gibt es noch Erdbeeren mit Vanilleeis und Sahne. „Wahnsinnig gut!“ Allein das Essen ist schon ein Grund, sich gleich für den Workshop im nächsten Jahr anzumelden. Aber erst einmal müssen wir im Nachmittag die Probenergebnisse für den Pfingstmontag zusammenbringen. Aber das ist – dank der guten Vorbereitung – kein Problem mehr. Und es entsteht ein Sound, der allen schon die Vorfreude durch die Ohren in die Seele zaubert…, wenn man das so sagen kann.

Sichtlich keine Kinder mehr

Konfirmationen in Wehrstedt

„Ein wenig bin ich doch aufgeregt“. Aber das merkt man den 6 Konfirmandinnen und Konfirmanden nicht an. Gemessenen Schrittes ziehen sie – geleitet durch Kirchenvorstand und Teamer – in die St. Andreas-Kirche zu Wehrstedt ein. Die Eltern haben die Kirche auch diesmal liebevoll für die Konfirmation geschmückt. Zu diesem Fest ist in diesem Jahr auch die Gottesdienstgemeinde sehr gut vertreten. Das ist einfach schön. So wirkt die Kirche voll und der Gesang ist gekräftigt. All das tut den Konfirmanden gut und macht es den ihnen leicht auf die Konfirmationsfrage mit einem „Ja“ zu antworten. „Ja, wir wollen der Spur der Liebe folgen, die durch Jesus Christus von Gott her sichtbar gelegt wurde.“ Der Stolz der Eltern wird dann in den Wünschen deutlich, die diese ihren Heranwachsenden mit auf den Weg geben. Nein, Kinder sind das nicht mehr! Eher sind es nun junge Erwachsene, die da in ihren Festtagsanzügen und –kleidern vor dem Altar stehen. Auch hier spricht die Festpredigt die jungen Frauen und Männer auf die Fähigkeiten und Gaben an, die diese „Gott sei Dank“ haben. Und die Grußrede des Kirchenvorstandes, die diesmal durch Charlotte Wunderlich zu einem besonderen Grußwort gestaltet wird, erreicht sichtlich nicht nur die Herzen der Jugendlichen. Wir alle fühlen uns eingeladen, Kirche unsere Sprache zu leihen, damit sie weiterhin gutes hervorbringt und zum Heil der Welt in Gottes Namen wirkt.

Kleine Workshops für schöne Taufen

Crashkurs Taufe II im Martin-Luther Gemeindesaal sehr gut besucht

 

„Weil Sie im Telefonbuch steht, glaube ich, dass es diese Giesela gibt, obwohl sie nicht kenne“. Vikar Jörn Averbeck erzählt von seinem Glauben so, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim „Crashkurs 2“ schmunzeln müssen. In einer erfrischend, fröhlichen Weise macht der junge Theologe einladend anschaulich, wie sich aus einem Anfangsvertrauen eine tiefere und tragfähige Beziehung zu Gott entwickeln kann und wie Taufeltern – und –paten die Taufkinder dabei unterstützen können, den Glauben als einen Halt im Leben zu erfahren. „Was kann ich meinem Kind schenken, dass es seine Taufe nicht vergisst? Wie kann ich ihm helfen im Kindergebet ein hilfreiches Vertrauen zu erschließen? Welche altersgerechten Möglichkeiten gibt es, mein Kind in seiner religiösen Entfaltung zu unterstützen? Fragen wie diese beantworten auf eine kreative Weise drei kleine Workshops. Auch diesmal hat Kerstin Daft einen appetitanregenden Imbiß angerichtet, der mehr einem Sterne-Buffet gleicht, als einem kleinen Snack. So vergeht die Zeit in der angenehmen und lebendigen Atmosphäre, wie im Fluge. Zum Schluss hatten natürlich auch die Sachinformationen ihren wichtigen Platz im Ablauf des zweiten Vorbereitungsabends für das große Tauf-Fest, dass die evangelische Kirchenregion Bad Salzdetfurth mit 35 Täuflingen am 21. Juni 2015 um 11:00 Uhr  feiern wird. Und bis es dann soweit ist, hoffen alle auf gutes Wetter für diesen Tag, und auf viele gut gestimmte Taufgäste zu dem besonderen Ereignis im Innerstetal.

Geschätzte 50 Kilo schwer

Neuer Altar für die Winterkirche in St. Andreas geweiht

„Erst auf den Rücken drehen und dann hoch!“ Beherzt fassen Karl Flätchen, Lothar Grosche und Frank Schünemann zu. Massive Eiche! Der neue Altar ist nicht leicht, aber wunderschön. Seine Schlichtheit in der Form unterstreicht die lebendige Maserung des Holzes. Noch steht er etwas unscheinbar im Chorraum von St. Andreas. Dorthin haben ihn die Männer getragen, weil er nach reiflicher Überlegung durch den Kirchenvorstand innerhalb eines Gottesdienstes im Frühjahr geweiht werden soll. In der „Winterkirche“ wäre nicht genügend Platz gewesen, um all die Gäste willkommen zu heißen, die bei der feierlichen Weihehandlung dabei sein wollten. Zum Beginn der Altarweihe stellen die Kirchenvorsteher die kirchlichen Symbole auf den Altar: Kreuz, Kerzen, Gottesdienstbuch, Parament und Abendmahlsgeschirr. Worte aus der Bibel haben schon vorher die Sinne berührt. Der Anblick des nunmehr auch mit Blumen geschmückten Altares tut dies umso mehr. Feinfühlig hat Giesela Nitsche ein schlichtes Blumenarrangement gesteckt, das die Eindrücklichkeit des Gesamtbildes verstärkt. „Dies ist ein Tisch, der nicht Leben kosten, sondern Leben spenden soll“, predigt Pastor Forwergk in seiner Festansprache, die die neutestamentliche Zusage des Matthäus-Evangeliums in den Mittelpunkt stellt: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.… (Mt. 11, 28). Und damit es nicht bei den Worten bleibt, wird der neue Altar nicht nur mit einem entsprechenden Gebet, sondern auch mit einer sich anschließenden Abendmahlsfeier festlich (ein-)geweiht.

Taufe - Gottes Anfrage: „Willst Du mit mir gehen“?

10 Konfirmanden antworten zu ihrer Konfirmation in St. Johannis

Seifenblasen schweben von oben auf sie nieder. Die Organistin hat alle Register gezogen. Die Gemeinde ist aufgestanden, um die Konfirmanden besonders zu empfangen. Man kann spüren, dass die 10 Konfirmanden und Konfirmandinnen dies als Wertschätzung erleben, was ihnen dort in der Kirche als Empfang bereitet wird. „Here we are to worship“… hier sind wir, um Gott zu danken und zu beten… Mit diesem vertrauten Song aus der Konfirmandenfahrt heißt auch die ökumenische Band "InTAKT" die Jugendlichen in der St. Johanniskirche zu Bodenburg willkommen. Zwei Jahre hatte die Jugendlichen Zeit, sich auf das vorzubereiten, was wir als Gemeinde mit dem Festgottesdienst nun feiern: „Ja, wir finden gut, was mit Jesus in dieser Welt durch Gott Hand und Fuß bekommen hat, und wir möchten seinen Spuren folgen“. Die Wünsche der Eltern dazu kleiden sich in Gebete: "Gott lege deinen Segen über die Zukunft unserer Kinder;" bitten sie aus den Bankreihen - mit dem Funkmikrofon in die Gemeinde übertragen. Und diesen Segen empfangen die 10 Konfirmanden nicht nur in dem Zuspruch ihres Konfirmationsverses, sondern dann auch ganz gegenständlich im Heiligen Abendmahl. Die Urkunden überreichen natürlich auch die Teamer, die sich als Jugendmitarbeiter in besonderer Weise während der Freizeiten schon der Fragen der Konfirmanden angenommen haben. Und natürlich gibt in einer kleinen Grußrede auch der Kirchenvorstand durch die Vorsitzende Christine Bartens den Konfirmanden gute Worte mit auf den Weg. Und das ist nicht nur eine Redensart – sondern auch letztlich Segen, denn "benedicere", das lateinische Wort für Segen, heißt wortwörtlich übersetzt: gut sagen.

 

Erster Infoabend zum Tauf-Fest sehr gut besucht

Über siebzig Interessierte beim „Crashkurs Taufe I“

Schnell holen wir noch die fehlenden, sieben Sitzgelegenheiten aus dem Stuhllager und stellen sie zu den bereits gestellten 65 Stühlen im gefüllten Gemeindezentrum dazu. Dann begrüßt Vikar Jörn Averbeck die Eltern und Paten im Namen der evangelischen Kirchenregion Bad Salzdetfurth auf eine humorvoll und lebendige Weise. So ist von Anfang an eine fröhliche, aber zugleich auch von hohem Interesse geprägte Atmosphäre. In der Präsentation ist als allererstes ein Sparbuch zu sehen. Aber Jörn Averbeck klärt das mögliche Missverständnis sofort auf, indem er sehr eindrücklich und sehr bewusst das Bild Sparbuch auf die Taufe bezieht. Auch sie ist ja ein Geschenk, wie ein Sparbuch dessen Bedeutung Säuglinge noch nicht erfassen können. Und später müssen sie den Umgang mit den Möglichkeiten erfassen und mit Hilfestellung anderer erlernen. So bietet auch die Taufe die Möglichkeit durch eine feinfühlige Hinführung und Begleitung durch Eltern und Paten, dem Kind einen anderen „Reichtum“ zu erschließen. Wie das gehen kann und was sich für Paten und Eltern an Möglichkeiten ergeben, lässt der intensive Abend in Kleingruppengesprächen und vielfältigen Informationsangeboten entdecken. Aber neben eine guten, geistlichen Nahrung unterbreitet die ehrenamtlichen Mitarbeiterin Kerstin Daft auch äußerst schmackhafte Nahrungsangebote für das leibliche Wohl. Im Foyer ist unter Ihrer Regie ein Fingerfood-Buffet entstanden, bei dem alle Gäste herzhaft zugreifen. So wird der Abend definitiv in zweierlei Hinsicht ein stärkender – eben nicht nur durch die leckeren und optisch attraktiven Imbisshappen, sondern auch für Geist und Seele. Zum Schluss des Abends belegt der spontane Applaus, dass dieser Abend nicht nur Interessantes, sondern auch Freude bereitet hat. Und viele betonen, dass Sie sich jetzt schon auf den 2. Abend der Reihe „Crashkurs Taufe II“ am 06. Mai 2015 um 20 Uhr im Gemeindehaus Martin-Luther in Bad Salzdetfurth sehr freuen.

Gute Nachricht bringt uns auf den Weg

Oster-Wandergottesdienst in Wehrstedt

Gleich am Anfang klingelt das Handy. „Ja? Nein! Passt jetzt gar nicht! Wie? Er lebt?!“ Auch die Gottesdienstgemeinde ist verwundert über die gute Nachricht, die sich in der Folge des Gottesdiensts als die Nachricht von der Auferstehung Jesu erweist.

Im Ostergottesdienst für Groß und Klein ist wieder vieles anders, als in den normalen Gottesdiensten. Einfallsreich "webt" das Vorbereitungsteam das Osterthema „Gute Nachricht“ als roten Faden in die Gebete und die übrigen Teile der österlichen Andacht hinein. So hören wir etwas später in der „Wehrsteder Tagesschau“, zu welchen guten Nachrichten heute die Nachricht von damals geführt hat. Wir entdecken, dass wir die Ursprungsnachricht in den christlichen Veranstaltungen bis heute wiederentdecken. Und was wir erst nur gedanklich machen, das setzen wir nach diesem besonderen Ostergottesdienst dann auch leibhaftig in die Tat um : wir machen uns auf den Weg. Und wir finden Ostern auch in diesem Jahr sozusagen "auf dem Weg" und dies nicht nur in der Wandergemeinschaft dort, sondern auch in den Gesprächen, die sich dabei besonders ergeben. Und dass das Ostererlebnis bis heute die Nachfolger von Jesus aus Nazareth stärken kann, erfahren wir ganz nahrhaft im „Mitbringsbrunch“, den wir zum Schluss der Wanderung im Pfarrsaal genießen.

 

 

Ich bin auch ein bißchen grau

Gründonnerstagsgottesdienst in der Kapelle zu Östrum

„Unser Meister hat uns gesandt, Euch zu dem Raum zu führen, in dem wir unser Pessach-Fest feiern“. Schon an der unteren Friedhofspforte werden die Gottesdienstgäste zum Gründonnerstags-Gottesdienst begrüßt. In kleinen Gruppen werden sie zur Kapelle hoch geleitet. Und dann sehen sie den Raum, in dem sich Jesus mit seinen Jüngern bereits versammelt hat. Kleine Kissen liegen auf dem Boden. Liebevoll hat Christine Bormann ihre Egli-Figuren so arrangiert, dass man in dieser Szene sehen kann, wie Jesus vor 2000 Jahren vielleicht mit seinen Jüngern zusammengesessen hat.

„Einer von Euch wird mich verraten!“ In einer szenischen Lesung werden auch die Worte Jesu von damals neu lebendig. Und die zentrale Frage dieses Abends klingt an: "Bin ich es, der dich verraten hat?"

„Wenn Verrat schwarz ist und die Reinheit Jesu sich als weiß abbilden ließe“, stellt Vikar Jörn Averbeck fest, „dann sind auch wir übrigen Nachfolger Jesu irgendwo farblich dazwischen, also wohl eher grau“. Das wunderbare aber ist, dass Jesus trotzdem mit allen das Passahmahl teilt, auch mit dem Verräter. Das ist die gute Botschaft des Gründonnerstages. So hat auch unser „Grau“ bis heute seinen Platz am Abendmahlstisch. Und das haben wir dann auch ausgiebig gefeiert in der - wunderschön von der Abendsonne erleuchteten - Kapelle zu Östrum.

 

Auf´s Glatteis geführt

Stiftung und Jugendfeuerwehr organisieren Ausflug in Eishalle

Am Anfang stehen die meisten noch etwas wackelig auf den Kufen. Aber dann haben die allermeisten schnell den Bogen raus. Stiftung und Feuerwehr hatten die Fahrt bewusst in den Ferien organisiert, denn nicht alle können über Ostern verreisen. Dass man auch zu Hause viel Freude haben kann, hat die gemeinsame Fahrt am ersten Osterferien-Samstag bewiesen. Mit einem großen Bus machten sich die 40 Jungen und Mädchen aus Bodenburg und Umgebung auf den Weg. Begleitet von aufmerksamen Teamern der Kirchengemeinde und Mitarbeitern der Jugendfeuerwehr kehrte die Gruppe Jugendlicher nach erlebnisreichen 4 Stunden Schlittschuhlaufen am Abend wohlbehalten zurück. „Das hat nicht nur wegen des Schlittschuhlaufens Spaß gemacht, sondern auch, weil ich jetzt die Leute von der Jugendfeuerwehr kenne“, erzählt eine Konfirmandin begeistert. Und eine andere ergänzt: „Toll, dass wir nur den Eintritt bezahlen mussten“, denn den Bus hatten die Johannisstiftung und die Jugendfeuerwehr gesponsert. Und weil es so schön war, wird es auf jeden Fall im nächsten Jahr erneut diese Ferienausflugstour für Jugendliche geben. In den Sommerferien geht’s dann in den Hochseilgarten nach Hannover. Die diesbezüglichen Informationen für den Ferienpass sind schon längst an die Stadt ergangen.

In 44 Gemeinden fast 1000 Gottesdienste

Lektor Wolfgang Aniol in Wehrstedt feierlich verabschiedet

Pastor Haupt hatte ihn seinerzeit angesprochen und gefragt! Ob Wolfgang Aniol damals wohl schon ahnte, dass er dieses Amt rund 45 Jahre lang ausüben würde? Während dieser ganz langen Zeit hat Wolfgang Aniol Sonntag für Sonntag die Kanzeln bestiegen, die sonst aus den verschiedensten Gründen werwaist gewesen wären. Ob als „Urlaubsprediger“, als Krankheitsvertretung oder in guter Zusammenarbeit mit den Ortspastoren der Gemeinden - sein Amt als Lektor hat Wolfgang Aniol gern, aber auch sehr gewissenhaft ausgefüllt. „Auf ihn konnte man sich absolut verlassen“, betonte Pastor Forwergk darum in seiner Dankesansprache im Gottesdienst, in dem der fleißige Lektor nun mit herzlichem Dank für sein langjähriges Wirken feierlich verabschiedet wurde. Gleich zwei Kirchenvorsteher überreichten ihm „und letztlich auch der Familie“ ein Zeichen der großen Dankbarkeit für den fast fünf Jahrzehnte währenden, ehrenamtlichen Einsatz am Lesepult und auf den Kanzeln der Region. Auch Superintendentin Henking hatte ihm per Brief für seine fruchtbare Tätigkeit im Namen des Kirchenkreises gedankt. In bewegenden Worten dankte dann Wolfgang Aniol seinerseits der Gemeinde. „Ihr habt mich unterstützt und mir auch die Kraft gegeben, die Gottesworte der Bibel über die Lesepredigten an die Gemeinde weiter zu schenken“. Und er erinnert noch einmal kurz an die Anfänge: „Weißt du noch, Hildegard Kaesler?“, denn die hatte damals, 1970, parallel zu seiner Einführung als Lektor ihren Küsterdienst in der Gemeinde angetreten. Im Anschluss an den Gottesdienst war dann bei einer leckeren Tasse Kaffee und etwas Gebäck noch für alle Gelegenheit, dem scheidenden Lektor persönlich Dank zu sagen. Und es waren viele, die diese Möglichkeit nutzten.

Wir sind der Jahrgang 2015

Jugendliche feiern ihren Vorstellungsgottesdienst in St. Andreas

Ungewöhnlich! Ein Taufbecken steht sonst nicht im Turm. Auch die Konfirmanden, die das blaue Tuch als ein Symbol für einen frischen Wasserlauf zur Taufschale hinbewegen, gibt es dort sonst nicht. Aber zu diesem Gottesdienst ist sowieso vieles anders. Schließlich ist dieser Gottesdienst einer, den die Konfirmanden des Jahrgangs 2015 selber verantworten. Dazu haben sie eine Fülle schöner Elemente von der Konfirmandenfahrt mit in die Planung dieser besonderen Gottesdienstfeier einfließen lassen. So wird dieser Vorstellungsgottesdienst nicht nur ein Fest, in dem sich die Konfirmanden der Gemeinde vorstellen. Das geschieht auch in der feinfühligen Begrüßung, bei der sich alle Konfirmanden selber vorstellen. Aber es wird auch deutlich, welche Freude und Be-GEIST-erung bei der Konfirmandenfahrt erlebt wurde. Alles zusammen mündet in eine Feier, die die Taufe als Liebesanfrage Gottes darstellt und erkennt. „Willst Du mit mir gehen? Ja? Nein? Vielleicht?“ Sehr lebhaft und ebenfalls begeistert stellen sich die Teamer die Freude Gottes über jede zustimmende Antwort vor. Dabei erweist sich Gott zum Schluss erneut als F r a u . Und weil die Frage „willst du mit mir gehen?“ ja eben nicht nur eine an die Konfirmanden ist, bekommt folgerichtig jeder Gottesdienstbesucher einen Liebesbrief von Gott mit nach Haus, auf dem er selber seine Antwort neu ankreuzen kann: Ja? Nein? Vielleicht?

Und neu im Teamer-Team begrüßen wir herzlich: Robin, Miriam uuuuuuuuunnnnnd Dante......!!!

Kirchenvorstand meets Stiftung“

Kirchenvorsteher treffen Kuratoren

Sie ist sehr selbstständig und ist es doch nicht ganz. Die Johannis-Stiftung ist eine eigenständige Größe. Sie hat sich klare Ziele gesteckt. Unabhängige Kuratoren entscheiden eigenständig und entwickeln eigene, sehr kreative Ideen. Und doch ist die Stiftung sozusagen ein Haus im Haus. Rein rechtlich betrachtet ist die Stiftung eine Körperschaft der Kirchengemeinde, dies aber „eben sehr eigenständig“, wie auch der Kirchenvorstand erneut betonte. In einer Extra-Sitzung trafen sich Ende März der Vorstand unserer Kirchengemeinde mit dem Kuratorium der Stiftung. Einmal im Jahr soll das so sein, um sich über die Jahresplanungen abzustimmen. Schließlich braucht es doch gerade wegen der gleichen Ortsbezogenheit der beiden durchaus verschiedenen Gremien eben immer wieder diese Absprachen. Und es war ein sehr intensives Arbeitstreffen, das dort im Gemeindebüro stattfand. Der Austausch über Projektideen fand in einer sehr konstruktiven Atmosphäre statt. Und zu welchen Projektideen er in diesem Jahr dann letztlich führen wird, darauf darf man schon jetzt sehr gespannt sein.

 

Sie hat „ja!“ gesagt

In Wahmbeck hat Gott eine Frauenstimme

„So geht das nicht! Das verstehen sie nicht. Du musst das irgendwie anders machen“. Die beiden Erzengel Raphael und Michael suchen mit Gott zusammen nach Worten, die den Jugendlichen der Konfirmandenfahrt nach Wahmbeck möglichst überzeugend die Liebessehnsucht Gottes vermitteln könnten. Dabei stellt sich heraus, dass Gott in Wahmbeck nicht nur eine Frauenstimme hat, sondern auch viel Humor und vor allem Geduld. Einfallsreich und unendlich engagiert bemüht sich Gott in einem kleinen Anspiel um eine Zusage der Konfirmanden zu seiner Anfrage: „Willst Du mit mir gehen“?

Diese Fragestellung begleitet die Jugendlichen ja letztlich nicht nur seit ihrer Taufe. Auch bei der Konfirmandenfahrt hat sie nun eine zentrale Bedeutung. Bei den Stationen des Lichterpfades und im Rahmen eines "Glaubensparcours"… immer wieder haben die Jugendlichen Zeit und Möglichkeiten, sich in den verschiedensten kreativen Formen einer eigenen Antwort auf die Frage nach ihrem Verhältnis zum Glauben zu nähern. So entstehen zwei zauberhafte Stop-Motion-Filme, die die 2000 Jahre alte Verheißung „du bist mein geliebtes Kind!“ in den Zusammenhang der gemeinsamen Konfirmandenfahrt der Innerstalgemeinde und der Kirchengemeinden Bodenburg-Östrum und Wehrstedt stellen. Aber auch weitere Bildgeschichten entstehen zum Thema Taufe. Liebevoll begleitet durch ein großes Team von Jugendmitarbeiterinnen und -mitarbeitern der beiden Gemeinden, reden die Konfirmanden aber nicht nur über den christlichen Glauben und seine zentralen Inhalte. Sie leben ihn auch in diesen Tagen. Feinfühlig vorbereitete Morgen- und Abendandachten bieten sich den Jugendlichen in besonderer Weise als Nachdenk-Orte an. Und man merkt deutlich, dass die besondere Gemeinschaft in diesen Tagen dadurch geprägt wird. Spürbar und sichtbar hat diese besondere Zeit der Konfirmandenfahrt in jedem gute Spuren hinterlassen.

 

Mit Petrus über das Wasser

Kinder kommen mit Jesus sicher über den See

„Jetzt müssen wir alle zusammen rudern! Kommt, helft uns“. Beherzt greifen die Kinder in dem Boot aus Tapeziertischen zu den imaginären Rudern. Damit es uns leichter fällt, singen wir nicht ganz biblisch, aber wunderschön: Jetzt fahr'n wir übern See, übern See…! Doch dann schlägt das Wetter in der Johanniskirche um. Der Wind verdichtet sich zu einem Sturm. Aus vollen Kehlen pusten die Kinder, was das Zeug hält, und wer die Augen schließt, meint wirklich Windstärke 11 zu hören. „Was ist das?“ Ist das ein Gespenst, das sich dem Boot über das Wasser nähert. Nein es ist Jesus. Er kommt, um die Jünger zu retten. Diese staunen. Der Anblick ihres Meisters, wie er den Wogen trotzt, macht ihnen allen Mut. Allen voran Petrus. Beherzt steigt er aus dem Boot, um es Jesus gleichzutun. Mit festem Blick auf seinen Herrn, kann er seine Angst einen Moment überwinden. Dann verliert er den Blickkontakt, und erneut droht die Angst über ihm zusammenzuschlagen. Doch Jesus reicht ihm die Hand und rettet ihn.

Ein wunderbare Geschichte ist das, die sich vor den staunenden Augen der 3- bis 9-jährigen Kinder entwickelt – liebevoll erzählt und ausgeschmückt von den Mitarbeitenden im Team des "Gottesdienstes für kleine Leute". Nach dem Gottesdienst erleben wir auf dem Kirchvorplatz dann noch, wie sehr Kirche Freude machen kann und biblische Geschichten stärken. Als die Großen "Wasser" rufen, haben die Kinder keine Angst mehr, sondern hüpfen mit einem Lachen auf die rettenden Bänke, die den Platz umgeben. Und nach einer kleinen Stärkung mit Apfelschorle und leckeren Waffelspießen basteln die Kids sogar noch ein Boot, um diesen Tag und ihre Erlebnisse mit Jesus und seinen Jüngern niemals mehr zu vergessen. So schön war das, dass sich alle ganz sicher sind: Zum nächsten "Gottesdienst für kleine Leute" kommen wir alle wieder!

 

Tauferinnerung in Wehrstedt

Das ist eine Mundharmonika…

Fröhlich klingen die Handglocken durch den Kirchenraum. Gleich am Anfang haben die Kinder ihren Namen auf ein Herz geschrieben. Dann sind die Herzen mit den Namen in einen Korb gekommen. Gemeinsam versuchen wir nun, anhand der Namen auch die Kinder zu finden, denen die Herzen gehören. So lernen wir uns schnell kennen. Mit dem Psalm 139 beten wir nicht nur, sondern entdecken auch durch ihn, wie wunderbar wir gemacht sind. Wir können hören, sehen, riechen und fühlen… wunderbar! Und das probieren wir natürlich gleich aus. Eine Kuhglocke wird hinter dem Altar geläutet. Die Kinder erkennen sie sofort am Geräusch und dass auch noch eine Mundharmonika spielt. Auch die können sie nur hören., aber sie erkennen sie sofort. Mit ihren Augen haben sie auch schnell den versteckten Jesus auf dem Suchbild entdeckt, und sie fühlen aufmerksam mit geschlossenen Augen die Hand ihres Nachbarn. So viele Fähigkeiten haben sich seit der Taufe bei den Kindern entwickelt. Das nehmen auch die staunenden Eltern wahr, und wir alle freuen uns an den beherzten Figuren, die durch die fleißigen Kinderhände zum Gleichnis der bunten Welt Gottes werden.

This we behamian“

Weltgebetstag aus den Bahamas in Wehrstedt

Man meint, die Steeldrums wirklich zu hören. So beschwingt singt der Singkreis den Calypsosound des bahamischen Eröffnungsliedes zum diesjährigen Weltgebetstag. Erneut hat das Vorbereitungsteam liebevoll die Länderdetails aufbereitet und stellt wissenswerte Details der sozialen und politischen Situation der Frauen der Bahamas an den Anfang. So singt sich das Gebet mit einem ganz anderen Hintergrund. Dazu hat sich die Andreas-Kirche in Wehrstedt gut gefüllt. Auch diesmal ist der Altar wieder mit der Landesflagge und in den Farben und mit Früchten des Landes geschmückt. Durch das Gebet und vor allem auch das emotional berührende Anspiel gehen die Inhalte des diesjährigen Weltgebetstages unter die Haut.

Nach einer knappen Stunde gehen wir alle in das benachbarte Gemeindehaus. Die vielen Gottesdienstgäste passen kaum alle hinein, und wir müssen in guter Weise ökumenisch zusammenrücken. So finden alle um die Tische Platz, die bereits liebevolle gedeckt sind. Die landestypischen Speisen stehen in großen Töpfen auf einer Art Buffet. Ausgesprochen lecker schmeckt das. Und wer beim Essen die Augen zumacht, hat das Gefühl, direkt auf den Bahamas zu sein.

Teamertagung im Harz

Jugendmitarbeiter bereiten Konfirmandenfahrt vor

„Zwischen diesen drei Vorbereitungsgruppen könnt ihr wählen.“ Immer wieder teilt sich der Kreis der Jugendmitarbeiter in Gruppen auf. In den verschiedenen Arbeitsgruppen entstehen sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen reizvolle Bausteine der Hauptkonfirmandenfahrt. Intensiv und mit viel, viel Freude sind alle dabei. Vielfältig bringen die Jugendmitarbeiter ihre kreative Kraft in das Grundgerüst der Freizeit ein. Nach und nach reift dadurch ein Programm, auf das sich jetzt schon alle freuen, es zusammen mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen zu erleben. Aber auch im Kreis der Teamer aus den Kirchengemeinden entsteht etwas. Das gemeinsame Tun wirkt sich zu einem festen zwischenmenschlichen Band aus, das die engagierten Jugendlichen der zwei Gemeinden Innerstetal und Bodenburg - Östrum - Wehrstedt verbindet. Dazu trägt auch der „Abenteuernachmittag“ am Samstag bei. Mit 24 Personen, 4 Schlitten und drei Porutschern brechen wird zur Rodelbahn nach Hahnenklee auf. Und wir haben Glück. Auf der Rodelbahn ist freie Fahrt und der Ausblick ins Tal ist klar. Wundervoll ! Und das ist eine Qualitätsaussage, die sich als Beschreibung für die gesamten zwei Tage eignet und feststellen lässt.

Viele kommen zum "Schätzchentag"

Erfolg der Stiftungsaktion mit Spendern gefeiert

Auf die drei kleinen Tische passt keine weitere Schatztruhe mehr. Über 50 Truhen haben die Kuratoren der Johannisstiftung zu der Zählmaschine gestellt. Das ist viel mehr als erhofft. So ist die Zählmaschine im Dauereinsatz. Gefühlte 40 Kilo Kleingeld gilt es durch die Maschine zu schicken. Gut, dass wir die Maschine haben. Per Hand hätten wir das niemals in der Zeit geschafft. So können wir aber schon nach dem Kaffeetrinken das Ergebnis der „Schätzchen-Aktion“ verkünden: 1.303,82 €, die in voller Höhe nun der kirchlichen Jugend- und Gemeindearbeit zugeführt werden, indem sie der Johannis-Stiftung Bodenburg als Zustiftung zugute kommen. Auch die Höhe dieser Summe hat uns überrascht. Hatten wir doch nur als Möglichkeit angeboten, die Truhen mit dem Klimpergeld zu füllen, das im Geldbeutel stört. Bevor wir zu dem Höhepunkt des Nachmitttages kommen, genießen die „Schätzchen-Überbringer“ am Valentinstag die Auswahl am üppigen Tortenbuffet, das die Kuratoren zusammengetragen haben. Auch die Livemusik mit Saxofon und Piano gefällt sehr.

Danach erzählt der Stiftungsvorsitzende Adalbert von Cramm - wie angekündigt - im Rahmen eines lebendigen Vortrages vom Leben im Bodenburger Schloss vor und nach 1945. Einige der Gäste haben diese Zeit selber in hautnaher Verbindung zum Schloss miterlebt. Die erzählten Erinnerungen an wirtschaftlich schwere, aber menschlich sehr dichte Zeiten bringen so manche Augen zum Glänzen. Am Ende des wundervollen Nachmittages sind sich jedenfalls wirklich alle einig, dass dies eine gelungene Feier ist. Und für die Stiftung bedeutet dies, dass sie auch für das Jahr 2015 die bereits geplanten Unterstützungsaktionen bedürftiger Gemeindeglieder in Bodenburg-Östrum wird finanzieren können. Toll!

Doppeltes Willkommen

Besuchsdienstmitarbeiterinnen für den Dienst gestärkt

Der Klingelton ist auch durch die geschlossene Tür zu hören. Nach einer kurzen Weile öffnet sie sich. Ein Mann erscheint in der Tür. Die Dame, die geklingelt hat, stellt sich vor. „Guten Tag, ich komme vom Besuchsdienst ihrer evangelischen Kirchengemeinde und möchte dem Jubilar die Segenswünsche seiner Kirchengemeinde überbringen.“

Im Namen der Gemeinde überreichen die Mitarbeiterinnen dann ein kleines Büchlein als Geschenk. Aber mit dem Büchlein schenken sie noch etwas viel Kostbareres, nämlich ihre Aufmerksamkeit, mit dem sie jedem Jubilar die Ehre erweisen. Klar ist, dass sie natürlich der Verschwiegenheit verpflichtet sind. Das geloben die Mitarbeitenden im Besuchsdienst feierlich, wie es Irene Wille und Ulrike Wagner bei ihrer feierlichen Einführung im Gottesdienst am Sonntag Sexagesimä taten. Für ihren Dienst empfingen sie nicht nur den Segen zu Stärkung. Dass auch der Gemeindesaal bis auf den letzten Platz belegt war, darf durchaus als wertschätzende Bestätigung der Bedeutung  des Besuchsdienstes verstanden werden.

InTAKT im Takt

Rhythmus-Workshop für die Kirchenband

„Und jetzt zwei Takte Beat, dann zwei Takte Off-Beat“. Das klingt zunächst einfach, was die Rythmikerin Stella Rolf-Unger den Mitgliedern der Kirchenband  "InTAKT" abfordert. Aber es geht nicht nur darum, den Beat zu klatschen, sondern dies auch noch mit dem Grove in den Beinen zusammen zu kriegen. „Okay, noch mal von vorn! Eins, zwei, drei, vier… mit links geht es los“. Was ein wenig wie ein Kreistanz anmutet, ist nur dafür da, den Takt in den Körper aufzunehmen. Und es funktioniert. Aber gut ist es schon, wenn man auch über sich selbst lachen kann. „Wer einmal rauskommt, hat verloren“! Und das tun wir eigentlich alle – viel lachen - bei diesem Rhythmus-Workshop. Aber wir lernen auch viel.

Natürlich haben auch alle ihre Instrumente mitgebracht, und nach den Aufwärmübungen feilen wir intensiv instrumental, aber auch vocal an den Rythmen der Lieder. Gemeinsames Tun verbindet. Das erleben wir musikalisch an diesem Vormittag im Gemeindezentrum nicht das erste Mal. Aber das Training hat eben doch noch einmal eine Sicherheit im „taktvollen“  Zusammenspiel herausgebildet. Da kriegen selbst alte Songs einen neuen Drive. Das geschieht nicht so einfach, sondern nur durch intensives Zählen: „… eins, und zwei, und drei und…“,  neuer Takt, neues Glück!

 

Alljährliche Planungszusammenkunft im Gemeindezentrum

Guppenleitungen planen das Jahr 2015

„Zwei Themen werden das neue Jahr besonders bestimmen: unser Tauffest und die Visitation in der zweiten Jahreshälfte“. Nur kurz werden zu Anfang der Planungsrunde die zwei Inhalte genannt, die das Jahr 2015 besonders bestimmen werden. Dann geben die Gruppenleitungen einen kleinen Ein- und Überblick über das, was im letzten Jahr in den verschiedenen Gemeindegruppen an Lebendigkeit und Inhalten war. Gemeinsam staunen wir, wie viel Engagement und Kreativität gewesen ist und schauen motiviert auf das noch neue Jahr. Natürlich werden sich auch im Kalender für 2015 wieder vertraute Angebotefinden. Aber auch neue Ideen werden in dieser Planungsrunde bedacht, die für unsere Gemeinde so wichtig ist. Dabei ist das Planungstreffen nicht nur Denkwerkstatt, sondern immer auch ein wichtiger Ort der Begegnung. Bewährtes wird ausgetauscht, neue und alte Kontakte werden vermittelt und vor allem werden gute Erfahrungen ausgetauscht. Das ist etwas sehr schönes, dass... und wie das gelingt. Natürlich gibt es auch immer einen leckeren Snack zu diesem Abend. Er soll die stärken, die so viel Stärke in unsere Gemeinde hineingegeben haben und hineingeben. Und natürlich soll dies auch ein Zeichen des Dankes für die engagierte Arbeit sein, die wir durch die Verantwortlichen in den Kreisen unser Gemeinde erfahren.

Volles Haus zum „Regio-Gottesdienst“

Vikar bekommt Besuch von Kollegen und Studieninspektor

Bevor es losgeht müssen wir erst noch Stühle holen. Es sind deutlich mehr gekommen als Stühle bereitstehen. Beherzt fassen auch die Gottesdienstfeiernden mit zu, die keinen Sitzplatz mehr bekommen haben. Dann aber ist der Gemeindesaal tatsächlich bis auf den letzten Platz besetzt. Heidi Swift eröffnet mit einem Vorspiel am E-Piano einen Gottesdienst, der zu „einer Bergwanderung“ einlädt. Gemeint ist das aber vor allem im übertragenen Sinn. So machen sich nicht nur Petrus und Jesus im Predigttext auf den Weg. Vikar Jörn Averbeck lädt die ganze Gottesdienstgemeinde ein, einzelne Stationen mitzugehen. Feinfühlig ausgewählte Lieder begleiten unseren Aufbruch und ermutigen uns, den eigenen Gipfel- und Talerfahrungen nachzugehen. Der Bericht von der Verklärung Jesu entdeckt eine entscheidende Erfahrung des Petrus in uns auch als unsere eigene: Gipfelerlebnisse lassen sich nicht festhalten. Aber sie lassen sich erinnern. Und dann wirken sie doch mit ihrem Licht in die Alltagserfahrungen hinein. Das sichert uns die Nähe Gottes auch in unseren Taltiefen zu, predigt Jörn Averbeck mit seinen Worten auf sehr eindrückliche Weise in einer frei gehaltenen Predigt. 

Es war ein sehr schöner Gottesdienst, der viele Nachdenkimpulse enthielt. Darüber waren sich alle Gottesdienstbesucher einig. Und auch die angereisten Kollegen von Vikar Averbeck haben die Gottesgemeinschaft als sehr angenehm und den Gottesdienst selbst als einen bereichernden erlebt. So haben sie jedenfalls in dem anschließenden Auswertungsgespräch betont.

Quellen suchen und finden

Stationen zum Thema "Taufe" laden zum Entdecken ein

 

Das Kirchenschiff der Martin-Luther-Kirche in Bad Salzdetfurth sieht ganz anders aus als sonst. Statt der Stühle steht dort eine Strandmuschel, die mit Wasser gefüllt ist. Eine kleine Schatzkiste daneben enthält Blüten, die man in das Wasser streuen kann. Dann entfalten sie sich und geben einen "Mutmachsatz" frei. Nur ein kurzes Stück weiter findet sich ein Stehtisch, der mit einem bunten Tuch so bedeckt ist, dass die Farben des Stoffes auf den Boden zu fließen scheinen. Darauf liegen Teelichte und Stifte, und eine Taufkerze leuchtet. Ein Plakat mit dem Schriftzug „Jesus ist das Licht der Welt“ fordert zugleich dazu auf, ein Teelicht mit dem Namen eines lieben Menschen zu beschriften und es im Gedenken an die Taufe zu entzünden. Eine Hörstation mit Taufgeschichten, ein Taufkleid für Erwachsene zum Anprobieren, ein Brief einer Taufpatin an ihr Kind… an diesem Abend können die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sowie die Mitarbeitenden in den Kindertagesstätten unserer Region vieles entdecken, was das Thema "Taufe" an Lebenskraft erschließt. Ein lebendiger Erfahrungsaustausch entwickelt sich schon an den einzelnen Stationen. Er setzt sich in guten Gesprächen fort, zu denen „Fragetische“ einladen. „Was können wir tun, damit Taufe als eine lebensspendende Kraft auch für andere erfahrbar wird?“ Im Jahr der Taufe wollen die evangelischen Kirchengemeinden der Region Bad Salzdetfurth darauf möglichst viele Antworten finden. Ein vielversprechender Anfang dazu war bereits auch dieses Treffen in der Martin-Luther-Kirche!

„Jesus auf Draht“

Winterweihnacht in einem besonderen Licht

 

In dunkelblaues Licht getaucht spannt sich das Gewölbe der Johanniskirche wie ein Winterhimmel. Davor leuchtet wunderbar klar der neue Stern. Sein Licht strahlt über einen Gottesdienst dessen Glanz sich weihnachtlich vor allem durch die Musik in die Herzen der Gottesdienstbesucher ergießt. Ist das nicht Maria, die mit Josef und dem Kind in die Kirche kommt? Sie geht auf eine Erdkugel zu, die mit Stacheldraht umwickelt im Chorraum der Kirche aufgebaut ist. „Leg das Kind dort nicht hinein“, warnt eine Stimme. „Doch, gerade dorthin muss doch das Kind den Frieden hintragen, insistiert ein anderer Engel. Maria ist hin und hergerissen. Aber schließlich legt sie doch das Kind in die Krippe aus Stacheldraht. Auf einmal erschrecken alle, weil die Welt ins Trudeln gerät. Aber dank der vielen Hände, die sofort beherzt zupacken ist die Weltkugel bald wieder im Gleichgewicht. Und obwohl dies natürlich nicht geplant war, wird es doch gerade in besonderer Weise zu einem Bild für die Wirklichkeit und dafür, wie Weihnachten geschieht.

 

Krippenspiele – Weihnachten ins Herz gespielt

Konfirmanden proben in den Kirchen

 

„Und dir setzen wir jetzt die Krone auf!“ Obwohl es natürlich nur ein Spiel ist, legt sich stolzer Gesichtsausdrück über die Alltagsmiene des Konfirmanden, der in diesem Jahr den König spielt. Andere sind zu Hirten geworden. Mit dem Umlegen der Hirtenmäntel schlüpfen sie nicht nur äußerlich in die Rolle eines Hütenden hinein. „Na, wie fühlt sich das an in dem Wollmantel? Schön warm!“ lautet die die Antwort. Auch in diesem Jahr lassen sich eine gute Anzahl von Jugendlichen darauf ein, durch sich selbst der alten Weihnachtsgeschichte neu Hand und Fuß zu geben. Sie lernen dazu nicht nur Rollentexte auswendig sondern spielen sich und anderen die Weihnachtsgeschichte direkt ins Herz. Man spürt am Heiligen Abend, dass da mehr war, als nur Spielerei. Schon in den Proben hatte  das angefangen. „Hier müssen wir ganz besonders auf einander achten“, sagt eine. „Genau“, ergänzt ein anderer Laienspieler, „wenn man die Einsätze verpasst, ist es für alle doof“. In der Küche des Gemeindehauses decken einige der Mütter und Väter schon einmal den Tisch für ihre Sprößlinge. „Mmmh, Nudeln mit Hackfleischsoße“, freut sich schon ein Hirte, der gerade eben mal auf Toilette war. Ganz unterschiedlich in der Form der Proben und doch gleichermaßen wunderbar im Miteinander konnten wir uns dank sehr guter und vor allem sehr geduldiger Regisseurinnen sowie der ehrenamtlich Mitarbeitenden wieder über zwei sehr gelungene Krippenspiele in unseren Kirchen freuen.

 

Stern über Bethlehem in Bodenburg

Erster Gottesdienst mit neuer Chorleitung

 

Konzentriert wartet Lisa Bockemüller bis alle Sängerinnen und Sänger des Singkreises bereit sind. Dann zählt sie mit den Händen einen Takt vor. Unter dem Licht des neuen Sterns singt der Singkreis das bekannte Lied aus dem Gesangbuch. Die Stimmen klingen zu den Klängen des Begleitinstrumentes wunderbar.

Christine Bormann hat für den diesjährigen Singgottesdienst zum vierten Advent vor allem Lieder herausgesucht, in deren Strophen das Stichwort „Stern“ vorkommt. So passt die Liedauswahl sehr gut zu dem neuen Stern, der seit dem zweiten Advent unserer Kirche mit einem besonderen Licht erfüllt. Zu den Liedern und dem Stern passen natürlich aber auch die biblischen Texte und Adventserzählungen, die Christine Bormann feinfühlig um die Lieder herumwebt. In einem wohltuenden Wechsel zwischen Gemeindeliedern und Musiksätzen, die der Singkreis vorträgt erleben wir alle den 4. Advent in seinem besonderen Licht als eine Hinführung auf das nahe Weihnachtsfest.

Advent ist auch Zeit des Erinnerns

Adventsfeier im Gemeindezentrum

 

 

„Haben Sie noch den Geruch des Adventskranzes von damals im Sinn?“ Vikar Jörn Averbeck stellt diese und andere Fragen. Advent ist eben auch eine Zeit, an die viele Menschen sehr intensive Kindheitserinnerungen haben. Die dazu – von Frau Dortmund meisterlich am Klavier gespielte - „Fantasia“  lädt die Gäste der Kirchengemeinde zum Rückerinnern ein. Ein emotionaler Moment und man spürt, das viele Gäste gern an ihre Kindertage zurückdenken.

Die Adventsfeier ist auch in diesem Jahr gut besucht. Das hat sicherlich auch darin seinen Grund, dass sich hier auf besonders schöne Weise Jung und Alt begegnen. So beginnt der Nachmittag nach einführenden Worten von Pastor Henning Forwergk mit dem Besuch des Kinderchores. Wunderbare adventlich-weihnachtliche Weisen stimmen alle in kindgerechter Art auf den Advent ein. Aber auch die Kindergartenkinder haben - nach dem ausgiebigen Kaffeetrinken - Spiellieder mitgebracht. Die alte Geschichte vom Nikolaus wird neu lebendig, indem die Kindergarten-kinder die frischen Lieder nicht nur singen, sondern auch szenisch spielen.

Natürlich aber ist dann auch Zeit für adventliche Besinnung. Humorvoll und dennoch tiefgehend führt Jörn Averbeck durch ein adventliches Bilder- und Besinnungsprogramm, das auch eine kleine Andacht umfasst. Den schönen Nachmittages beschließen Adventsgebet und  Weihnachtssegen. Doch bevor die Gäste den Heimweg antreten, singen alle - mit der Begleitung von Sigrid Sandvoß am E-Piano -  natürlich noch nach alter Tradition  "O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit".

Zwei Absagen und eine Zusage für Martin

Schulgottesdienst in St. Johannis

„Leider können wir nicht kommen, Vater, zu wenig Zeit“. Die Kinder von Schuster Martin haben gute Gründe abzusagen. Vater Martin würde also die Feiertage allein verbringen. Doch es kommt ganz anders. Während Schuster Martin in der Bibel liest, kündigt sich ein anderer Besuch an. „Martin, morgen will ich dich besuchen kommen“ hört der alte Schuster die Stimme des Gotteskindes Jesus. Am nächsten Tag steht er an der Tür zu seinem Ladengeschäft und wartet. Ein alter Mann kommt. Eine Frau mit Kind kommt. Und eine Familie erscheint mit der Bitte, doch noch schnell die Schuhe zu reparieren. Martin erfüllt diese Bitte und schenkt den anderen Gästen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern dem alten Mann ein Aufwärmen in seiner Werkstatt und dem Kind mit der Suppe ein warmes Mittagessen.

Sehr einfühlsam spielen Schulkinder aus der Grundschule die verschieden Personen der wunderbaren Erzählung von Tolstoi nach. Schuster Martin erkennt zum Schluss, dass ihm in allen Bedürftigen auch Jesus selbst begegnet ist. Mit dieser Botschaft wird es im diesjährigen Schulgottesdienst auch Advent für die zahlreich erschienenen Mädchen und Jungen der Grundschule Bodenburg, sowie die bald-Schulkinder der Kindergärten aus Breinum und Bodenburg.

Verabschiedet und neu berufen

Gudrun Helldobler tritt Nachfolge von Anke Jeckstadt an

 

„Die Kirchenvorstandsarbeit hat mir sehr viel Freude gemacht! Aber aus beruflichen Gründen kann ich nicht mehr so viel Zeit dafür aufbringen, wie es mein eigenes Sorgfaltsstreben für richtig erachtet.“Anke Jeckstadt hat es sich nicht leicht gemacht mit der Entscheidung. Ein Jahr lang hat sie nach ihrer beruflichen Veränderung noch versucht, alle Kirchenvorstandstermine wahrzunehmen. Sie hat versucht, die Schichten zu tauschen. Aber allzu oft standen berufliche Belange im Zeitkonflikt zu den ehrenamtlichen Aufgaben. „Aber wenn ich etwas mache, dann möchte ich es auch richtig und ordentlich tun“. So hat Anke Jeckstadt - im stets guten Austausch mit dem Kirchenvorstand Wehrstedt - schließlich doch ihr Amt als Kirchenvorsteherin im Herbst des Jahres aus den genannten beruflichen Gründen niedergelegt. In vollem Verständnis für die sachlichen Gründe und doch auch schweren Herzens musste der Kirchenvorstand nun eine Nachfolgerin finden. Das Kirchenvorstandsbildungsgesetzt hat dazu das Instrument der Berufung vorgesehen. Es ermöglicht den Kirchenvorstehern, geeignete Kandidaten anzusprechen und sie in den Kirchenvorstand zu berufen. Das hat ordnungsgemäß durch einen Kirchenvorstandsbeschluss zu erfolgen, dem dann auch noch der Kirchenkreisvorstand zustimmen muss. Dieses ist gemäß § 29 Absatz 4 KVBG geschehen. Der Kirchenvorstand Wehrstedt freut sich nun sehr, in Gudrun Helldobler eine Nachfolgerin für Anke Jeckstadt gefunden zu haben und heißt sie herzlich in ihrem neuen Amt willkommen.

 

Haselnuss und Mandelkern mögen alle Kinder gern…

Mandelduft lockt viele Besucher zum "Adventsmarkt Up´m Brinke"

http://www.kirche-bodenburg-wehrstedt.de/cms/images/kirche/gerade-gewesen/Adventsmarkt2014.JPG http://www.kirche-bodenburg-wehrstedt.de/cms/images/kirche/gerade-gewesen/Adventsmarkt2014b.JPG

Aus den brodelnden Pfannen steigt weißer Dampf in den Nachthimmel empor. Die fleißigen Konfirmanden und Jugendmitarbeiter haben die Anzahl der Pfannen mit den frisch gebrannten Mandeln schon nicht mehr gezählt. Emsig rühren sie nach mittlerweile traditionellem Rezept immer wieder neu den Pfanneninhalt bis zur zarten Zuckerschmelze. Vermengt mit dem nach Weihnachten duftendem Zimt legt sich dieser Schmelz um die gerösteten Mandeln. Lecker!

Aber nicht nur dies ist eine geschätzte Tradition auf dem Bodenburger Weihnachtsmarkt vor der St. Johannis-Kirche. Schon die Eröffnung des Adventsmarktes mit dem Kindergartengottesdienst ist ein Höhepunkt. Wie bereits in den letzten Jahren wurde er von den Kindergartenkindern und dem Erzieherteam liebevoll vorbereitet. Der Kinderchor - unter der Leitung von Martina Niehoff - ist auch wieder mit dabei und verleiht dem Gottesdienst mit seinem Gesang auch in diesem Jahr eine besondere Note. Das klingt sehr gut, und man merkt den Sängerinnen und Gottesdienstkindern an, dass sie alle zusammen Freude an ihrem Tun haben. Um die Stille im Advent geht es. Und es wird im wahrsten Sinne des Wortes „Mucks-Mäuschen-still“, weil uns ausgerechnet die Kindergartenmäuse erinnern, dass es vor allem auch die Stille braucht, um Advent zu erfahren. Der kleine Teelichtstern, den jeder Gottesdienstbesucher als Erinnerung mit nach Hause nehmen darf, weist uns auf die Ausstrahlung des Adventes hin. Und das wird auch bei diesem besonderen Fest schon spürbar. Die vielen guten Begegnungen in der warmen, im Kerzenglanz strahlenden Kaffeestube und die vielen Gespräche rund um die liebevoll geschmückten Verkaufsstände und Versorgungsbuden stimmen auf Weihnachten ein. Und vor allem auch die Musik in der Kirche bewirkt das - Spielmannszug und Musikzug beenden ihr abwechslungsreiches Programm jeweils mit Weihnachtsliedern zum Mitsummen und Mitsingen. Diese Lieder haben ihren Ursprung in der Kirche, in der sie so vielfältig und schön gesungen und gespielt werden.

Wippt dahinten nicht ein Engel im Takt? Bei dem stimmungsvollen Licht ist das nicht so genau zu sehen. Aber verstehen könnte man es, weil diese Musik einfach unter die Haut geht.

Und als am Ende dann noch die Bläser hoch oben vom Kirchturm Weihnachtslieder erklingen lassen, weiß ein jeder, jetzt ist wirklich wieder Advent…

Goldene Erinnerungen

Jubiläumskonfirmationen in Wehrstedt

Die Vorkonfirmanden sind schon ein wenig beeindruckt. In der Kirche hören sie, dass die Konfirmation für die Eisernen Konfirmanden schon 65 Jahre zurückliegt. Man merkt, dass einige im Kopf rechnen. „Dann ist die Konfirmation 1949 gewesen“, fasst einer das Rechenergebnis für die anderen in Worte. „Stimmt!“. „Dann sind die Jubilare so um die 80 Jahre rum“, rechnet ein anderer aus. Und auch das stimmt. Zur Feier der Jubiläumskonfirmation haben sich in Wehrstedt diejenigen zum Gottesdienst getroffen, deren Konfirmation fünfzig, sechzig, fünfundsechzig Jahre und länger her ist. Schon vor dem Gottesdienst tauschten die Jubilare, die kommen konnten, fröhlich  Erinnerungen aus. Aber auch der Gottesdienst lud in der Predigt dazu ein, den Jugenderinnerungen nachzuspüren. Sichtlich bewegt feierten die Konfirmations-gruppen gemeinsam Abendmahl. Im Anschluss an den Gottesdienst und dem folgenden Fototermin an der Kirche spazierten die meisten Jubilare zum gemeinsamen Mittagessen in die Wehrstedter Dorfgaststätte. Das intensive Gemurmel beim Mittagessen machte dort auf besondere Weise deutlich, wie gut der Austausch über die goldenen Erinnerungen den Jubiläumskonfirmanden tat. Später am Nachmittag klang dann der Festtag stimmungsvoll bei Kaffee und Kuchen aus, und alle traten dankbaren Herzens und voller neuer Eindrücke die Heimreise an.

Wunderbar gemacht

2. Männergottesdienst in Wehrstedt

 

„Bin ich schön?“ Mit roten Lettern auf einen großen Spiegel geschrieben stellt sich diese Frage jedem Gottesdienstbesucher bereits beim Betreten der Kirche. Eine Antwort ist zunächst jedem selbst überlassen. Es ist ja ein wenig Zeit zu überlegen, bevor der neugierig gewordene Besucher den Weg durch den Turm in den Gottesdienstraum gegangen ist. Ausgelegte Papierfußspuren locken und weisen ihn zugleich. Im Chorraum der Kirche geraten sofort zwei Skelette in den Blick, die sich aufrecht stehend gegen die erste Bank lehnen. Überraschung… Ja, heute ist vieles anders in St. Andreas. Heute bekommt die Orgel ein Musikgegenüber durch eine Band namens "open wide". Moderne Songs geraten so kontrastreich in Spannung zu altüberlieferten Traditionsgesängen aus dem Gesangbuch. Das ist gewollt und wirkt wie eine paradoxe Intervention, die mehrschichtig zum Nachdenken anreizt. Das Vorbereitungsteam hat nicht nur bei der gegenständlichen Ausgestaltung des Gotteshauses Wert auf Kontraste gelegt. Auch inhaltliche Spannungen werden bewusst verwendet, um nachdenklich zu machen. So wird der Gottesdienst mit dem Song einer deutschen Rockformation eröffnet, in dem die Männer gerade nicht gut wegkommen. Aber aus dem zunächst eher provokativen Behaupten wird im Laufe des Gottesdienstes mittels der biblischen Texte und der Predigt ein feinfühliges Fragen und Antworten, welches spezielle männliche Fragen und Möglichkeiten in den Blick nimmt. Die Predigt bestätigt auf ihre Weise, dass es Christen in erster  Linie nicht um den Körperkult gehen kann, eben auch bei den Männern nicht. Und sie sagt in ihrer Botschaft auf eine wunderbare Weise eine alte Wahrheit in neuer Form: Als Gottesgeschöpf ist jeder von uns einzigartig, auch wenn er nicht zeitgemäßen Schönheits- oder anderen Idealen genügt. Und diese Sicht auf das Leben hat in der Tat die Kraft, zu wunderbaren Erfahrungen zu verhelfen.

 

Ohne zwei Kilo leichter

Wehrstedter Ehrenamtliche ebenen ein

Eben noch hingen an den Schuhen dicke Klumpen Erde. „Ohne die, bin ich satte zwei Kilo leichter“, scherzt einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich heute auf dem Friedhof versammelt haben. Aber trotz der Reinigung ist noch zu erkennen, wie matschig es auf dem Friedhof war. Die Schaufeln, Schubkarren und das andere Werkzeug haben die meisten sogar noch von zu Hause mitgebracht. Und dann packen an diesem Freitagmorgen viele Hände beherzt zu. Das was eigentlich für zwei Tage an Arbeit geplant war, geschieht dank der Umsicht in Planung und Durchführung nun an einem Tag. Die einzuebnenden Gräber werden mithilfe der orstansässigen Gartenbaufirma nach Bewilligung des Antrages gerade gezogen. Weil diese Arbeit ehrenamtlich geschieht, spart sich der Friedhofsgemeinschaft viel Geld. Sonst müssten diese Arbeiten ja vergeben und vor allem auch bezahlt werden. So aber bedankt sich der Kirchenvorstand als Träger des Friedhofes mit einer zünftigen Brotzeit bei den freiwilligen Helfern. Und da merkt man in der fröhlichen Stimmung, dass das gemeinsame Tun nicht nur Arbeit, sondern in der Gemeinschaft geleistet, eben auch Freude ist. Trotzdem ist der Kirchenvorstand im Namen der Friedhofsgemeinschaft sehr dankbar für ebendieses Geschenk an Arbeit.

„Ich gebe meinen Senf dazu ...“

Erntedankgottesdienst in der Scheune

E. Sandvoß: Bei sonnigem Herbstwetter lud die Scheune der Familie Heinrich in Östrum zum Erntedankgottesdienst ein. Sie war in leuchtenden Farben mit bunten Blumen, Kürbissen, Kastanien, Laub und anderen Boten der Jahreszeit entsprechend feierlich geschmückt. Mittendrin war der Altar aus Strohballen gebaut. Er trug Licht und Kreuz und war mit Früchten des Herbstes und einer Erntekrone geschmückt. Nach der Begrüßung durch den Bläserchor Bad Salzdetfurth unter der Leitung von Bernd Berdrow und Pastor Henning Forwergk erklärte Vikar Jörn Averbeck, warum die Ernte für die landwirtschaftlichen Betriebe in jedem Jahr anders ausfällt. Trotz allem gilt es aber für uns Menschen, "danke" zu sagen für alle Gaben, die Gott uns geschenkt hat. Dies erfolgte durch das gemeinsame Gebet des 104. Psalms, den Gesang der Gemeinde und des Kinderchores unserer Kirchengemeinde unter der Leitung von Martina Niehoff. Die Kinder des Johanniskindergartens „bauten“ in einem Anspiel ein Hochbeet, in dem sie Samen aussäten, pflanzten und erlebten, wie alles wächst und später geerntet werden kann. Ein Senfkorn, wie eine kleine gelbe Kugel, wird in die Erde gelegt, keimt hier im Dunkeln, erwächst zu zartem Grün, wird größer und größer, beginnt gelb zu blühen und entwickelt Schoten, in denen unendlich viele neue Senfkörner liegen – Grundlage für eine neue Aussaat oder zur Herstellung des Senfes.

Herzlich begrüßt wurde der neue Jahrgang der Vorkonfirmanden. Sie wurden aufgefordert, „ihren Senf dazu zu geben“ indem sie mit offenen Augen und Ohren am Leben der Kirchengemeinden teilnehmen und ihre Wünsche und Gedanken äußern.

In der Predigt wurde den Gottesdienstbesuchern einmal mehr die krassen Gegensätze in unserer Welt vor Augen geführt: Wir leben im Überfluss, haben eine riesige Auswahl an Lebensmitteln, die uns täglich ernähren und unsere Gesundheit stärken. Trinkwasser steht ausreichend zur Verfügung; Sauberkeit und Hygiene finden in unserem Alltag Anwendung. In Afrika sind diese Dinge nicht selbstverständlich, und die Gesundheit der Bewohner ist derzeit durch die Ebola-Epidemie besonders bedroht und hat jetzt bereits mehrere tausend Todesopfer gefordert. Um hier ein Zeichen zu setzen, entschied der Kirchenvorstand, die Kollekte dafür zu spenden. Es konnte erfreulicherweise eine Kollekte in Höhe von 632,- € gesammelt werden, die nun an kirchliche Hilfsorganisationen überwiesen wird.

Pflanzenmarkt in Wehrstedt

W. Aniol: Es war ein sonniger Samstag, so richtig gemacht für den Pflanzenmarkt in Wehrstedt. Christa Flätchen hatte wieder viel Organisationstalent bewiesen und ohne ihrem Charly ginge nichts. Es gab reichlich Pflanzen, von der Erdbeere bis zum großen Oleander. Auch Sämereien für das nächste Jahr. Weiter gab es Honig, Futterhäuschen und Zierkürbisse zu erwerben. Ein Kind hatte einen Flohmarkt aufgebaut. Eddas Kürbissuppe gab es und gegrillt wurde "auf Bestellung". Man konnte wählen zwischen Bratwurst und Schinkengriller.

Und dann gab's Torten, „hm, waren die lecker!“ Auch Kuchen gab es, und alles gespendet! Kaffee gab es, soviel man vertragen konnte. Nebenbei gab es in der Kirche eine Bilderausstellung von Kirchen im Hildesheimer Land. Leider ging dabei ein Buch über die Taufengel in unseren Kirchen verloren.

Frau Eiselt rückte mit ihren Ponys an und die Kinder, die da waren, konnten eine Runde um die Kirche reiten. Es ist immer wieder erfreulich, dass es so viele engagierte Helfer/Helferinnen und Kuchen/Tortenspender gibt. Es war wieder ein gelungener Tag und die Besucher kommen nicht nur aus Wehrstedt. Der Erlös bleibt in unserer eigenen Kirchengemeinde.

Wer will nicht ein Glückspilz sein ......

Gottesdienstbesucher des 6. Musikgottesdienstes fragen nach dem Glück.

„Na, wer möchte am Glücksrad drehen?“ Gottesdienstmoderator Gerhard Ossenkop fragt fröhlich in die Runde. Nur zögerlich gehen Hände in der zahlreich erschienen Gemeinde nach oben. Vielleicht ist es deswegen, weil ein Glücksrad in der katholischen Kirche „Heilige Familie“ gar nicht zu sehen ist ? Aber täuschend echt ahmt Mitmoderator Dirk Zimmermann das Klackern des Rades nach. „Die Fünf ! Herzlichen Glückwunsch. Sie haben einen Glückspilz gewonnen!" Aber sind Sie damit auch einer?

In einer bunten Mischung lebendiger Musik und überraschender Nachdenkimpulse fragt dieser besondere Gottesdienst weiter nach dem Glück. „GLÜCKLICHERweise“ sind nicht nur die Musiker der ökumenischen Band "InTAKT" mit Schwung bei der Sache, auch die Mitarbeiter im Gottesdienst sind mit sichtbarer und auch mit Freude dabei. „Diese Karte hier, die ein vierblättriges Kleeblatt zeigt, ist keine Ansichtskarte, sondern das Geschenk eines Glücksmomentes.“ Großzügig verteilt das Gottesdienstteam die "Glücksmomentkarten" in der Kirche und bittet die Gottesdienstgäste, sie jemandem zuzudenken, dem man einen "Glücksmoment" bereiten will. Davor haben wir noch anhand einiger Bilder und Worte aus den biblischen Seligpreisungen darüber nachgedacht, was wohl wirkliches Glück ist. "Gott nahe zu sein, ist Glück" verheißt per Beamerbild die Lesung der Jahreslosung 2014 am Ende der Glücksbilderreihe. Und gestärkt durch Segen und Glückskeks kehren die Teilnehmer des 6. Musikgottesdienstes beschwingt nach Hause zurück.

Ungeklärte Todesfälle – Bürger um Mithilfe gebeten

Kinder entdecken Mose beim Ferienabschlusszelten

Durch den großen, braunen Umschlag war es gleich als amtliches Schreiben erkennbar. Teamerin Kea hatte es kurz nach dem Eintreffen der Kinder zum Ferienabschlusszelten im Gemeindezentrum gefunden. „Wer kann der Polizei sachdienliche Hinweise zu ungeklärten Todesfällen in Bodenburg geben?“ Sogleich bilden die „Ferienabschlusskinder“ drei "Sonderkommissionen", die sich auf die Suche nach Indizien und Informationen machen. Von den Jugendmitarbeitern Kea, Kathi, Marcel und Annika geleitet, machen sich die Kids sogleich auf den Weg und befragen Zeugen, die sich an ausgewählten Positionen eingefunden haben. Und nach und nach klärt sich die Todesfallserie auf als eine, die schon in der Bibel eine Entsprechung hat. Mose ist es, der damals aus Wut über die Behandlung seiner Landsleute zum empörten Mörder geworden ist. Von ihm und seiner Geschichte hören die Kids dann nach einer gemeinsamen Stärkung in der Johanniskirche. Die meisten sind erstaunt, dass Gott „so einem“ sein Volk anvertraut. Aber sie erfahren darin auch, welchen Segen Zutrauen bewirken kann. Auch das nachfolgende Programm des Ferienabschlusszeltens bezieht die spannende Lebensgeschichte des Mose immer wieder auf die Teilnehmer des Camps, das fleißige Helfer im Gemeindegarten errichtet haben. Und natürlich nehmen alle Teilnehmer dann auch zum guten Schluss den Segen des Mose mit, den die Teamer extra in Form einer Kette für die Kids gebastelt hatten.

Wachsen zu Gott hin

Tauferinnerungsgottesdienst in St. Johannis

Sie sind groß geworden. Vor drei Jahren wurden die meisten von ihnen noch in die Kirche getragen. Heute laufen sie selbstständig in unsere Johanniskirche. Viele der Kinder folgen der Einladung, sich auf die Sitzkissen im Altarraum zu setzen; aber es sind doch so viele Kinder, dass vorn gar nicht alle Platz haben. So bleiben manche auch noch in der Nähe der Eltern und Paten, die ebenfalls mitgekommen sind.

Wie geht das "zu Gott hin wachsen "? Dazu sind zwei kleine Experten in der Kirche. Die lebensgroßen Kinderpuppen Frieda und Paul zeigen den Kindern Ausschnitte aus dem wirklichen Kinderleben, und wir sehen, dass zum Wachsen und Großwerden auch manche Schramme gehört. Die Rose auf der Taufkarte von damals erschließt ihre Botschaft neu und wir in einzelnen Blütenblättern Hinweise, die uns helfen, aus den kleinen Unfällen zu lernen. Vorher haben wir natürlich noch ausprobiert, was sich besser anfühlt : der vorsichtig berührte scharfkantige Stein oder das freundliche Wegpusten des „Auas“.

Zusammen mit Kindern, Eltern und Paten sowie den übrigen Besuchern unseres Gottesdienstes singen wir vom Segen Gottes und wie er uns helfen kann, groß zu werden. Am Ende gehen die Kinder nach Hause mit einer selbstgebastelten Rose in der Hand, die sie an diesen Tag erinnern mag. Und am Ausgang bekommen sie noch eine Überraschung in die Hand, die sich dann zu einer Blüte entfaltet, wenn sie die Überraschung vorsichtig auf ein wenig Wasser legen.

Gott mag Musik

Zeltgottesdienst zum Musikzug-Jubiläum

Dicht an dicht drängen sich die Gottesdienstbesucher im Festzelt an den Biertischgarnituren. An der Stirnseite hinter dem festlich geschmückten Altar haben die „Geburtstagskinder“ des Musikzuges Platz genommen. Sie eröffnen den Gottesdienst mit einer festlichen Eingangsmusik. Einige Bläser sind sicherlich noch müde, vom gestrigen Kommersabend. Aber die Musik klingt frisch durch das Zelt.

„Ob Gott wohl Musik mag“, fragt die Predigt! „Ganz sicher“, denken wohl die meisten Festgäste und singen bei den Lobliedern mit. Vikar Jörn Averbeck nimmt nach der erfrischenden Begrüßung die Gemeinde liebevoll ins Gebet. Im Laufe einer Vereinsgeschichte entdecken sich ja immer auch Mitglieder, die in die Überlastungsschleife hineingeraten. „Lass die, die immer zu einem "Ja" bereit sind auch mal nein sagen." "Und lass die, die immer "Nein" sagen auch mal "ja" sagen.“ Draußen klart sich nach einem kleinen Regenschauer der Himmel wieder auf. Es scheint wirklich, als ob dem Herrn über die Wolken die Musik gefällt, denn nun lacht dauerhaft die Sonne im Himmel. Und das große Fest prägt sich als fröhliche Erinnerung in die Herzen der Bodenburgerinnen und Bodenburger mit allen Gästen.

Stell dir vor, du drückst und alle drücken sich

Festgottesdienst zum 140-jährigen Bestehen der FFW Östrum

Neben dem Altar unter der großen Linde ist das Plakat aufgebaut. Vier Meter lang und zwei Meter hoch lenkt es auf besondere Weise auch die Gedanken auf das inhaltliche Motto des Festgottesdienstes. „Stell Dir vor, du drückst und alle drücken sich…“ Die biblische Geschichte nimmt den roten Faden in dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter auf. Auch dort drücken sich ja zwei Personen, dem namenlosen Opfer zur Hilfe zu eilen. Ein Spiegel anstelle des Kopfes macht alle Gottesdienstbesucher darauf aufmerksam, dass es jeder von uns das sein könnte, der dort gleichnishaft unter die Räuber gefallen ist. Und wer hilft dann? Natürlich denken wir im Rahmen dieses Feste auch sofort an die offiziellen Retter. Aber wir merken auch, dass die Frage tiefer reicht, die Jesus selbst mit dieser überlieferten Erzählung auch an die heutigen Hörer stellt. Anderen beizustehen und auch auf sich selbst zu achten... die Fähigkeiten dazu hat jeder, verheißt uns die neutestamentliche Erzählung und wird darin zur Motivation, es dem helfenden Samariter gleichzutun.

Das gemeinsame Mittagessen nach dem Gottesdienst ist ebenso von der wunderbaren Musik des Musikzuges Sehlem begleitet wie auch der übrige Nachmittag. Schön, dass auch das Wetter mitspielt. In dem Parcour, bei dem die Kinder bei den zahlreichen Spielstationen ihre eigene Geschicklichkeit ausbilden und testen können, kommt auch die 137 Jahre alte Hebelspritze der FFW Östrum zum Einsatz. Nur gemeinsam gelingt es, das Löschwasser zu dem Spielhaus zu pumpen und den „Brand“ auszuspritzen. Derweil sitzen die Erwachsenen unter dem großen Schleppdach im Schatten und lassen es sich bei Getränken und guten Gesprächen bis in den Nachmittag hinein noch gut gehen. Es war – da waren sich alle einig – ein wunderbares Fest.

Swimmy, der coolste Fisch im Kindergarten

Unsere ev. Tagesstätte feiert Sommerfest

„Wer füreinander ´schwärmen´ kann, braucht sich nicht zu fürchten!“ Schnell haben die Kinder raus, dass Swimmy Recht hat. Und sie merken auch schnell, dass es noch eine zweite Botschaft gibt. So, wie jeder Fisch seine besonderen Gaben hat, so hat auch jedes Kind seine speziellen Eigenschaften und ist darum einzigartig liebenswert. Das wunderbare Stabpuppenspiel, das die Erzieherinnen im Gottesdienst vorbereitet haben, muss gar nicht erklärt werden. In schön anzuschauenden Szenen vermittelt sich das Geheimnis und die Erfahrung von Swimmy nicht nur an die kleinen Gottesdienstgäste. Auf einem Holzkreuz, dass eigens für diesen Gottesdienst angefertigt wurde, sammeln sich Fische mit den Namen der Kindergartenkinder, die dieses Jahr neu in den Kindergarten kommen. Und dieses Holzkreuz tragen die anderen Kinder in einer feierlichen Prozession in den Kindergarten. Dort ist alles schon für das große Fest bereitet. An vielen Stationen können die Kleinen basteln und spielen, während die Eltern und Angehörigen an den Tischen Platz nehmen, die an schattigen Plätzchen im Garten bereitstehen. Und der Regen, der als kleiner Schauer das Tagesblau des Himmels unterbricht, wird von allen „Fischen“ als willkommene Abkühlung erfahren. Den Abschluss des großen Festes bildet dann auch der große Segenskreis, der die Schulkinder zum Übergang in die Schule mit sehr feinfühligen Worten stärkt und verabschiedet.

Von den Schätzen im Himmel und auf Erden

Stiftungsgeburtstag mit Ehrenamtlichen-Dank-Fest und feierliche Verabschiedung

Hat es am Vormittag noch Bindfäden geregnet, klart es doch zu Beginn des Gottesdienstes deutlich auf. Trotzdem ist es um die Zelte herum klatschnass. Aber das tut der Freude keinen Abbruch. In der großen Jurte hat sich schon um 10 Uhr der Singkreis versammelt. Ein letztes Mal leitet Daniel Bormann das Einsingen vor einem Gottesdienst an. Die Akustik im Zelt ist gar nicht so schlecht. So klingt es auch außerhalb der Jurte immer noch gut. Manch ein Aufbauhelfer summt einfach mit.

Der „Dreifach-Dank-Gottesdienst“ beginnt mit einem vierstimmigen, klassischen Chorsatz. In der Jurte ist nun jeder Platz besetzt und auch der angrenzende Pavillon hat sich mit Gottesdienstgästen und Ehrenamtlichen gefüllt. Geleitet durch das Motto des Gottesdienstes überlegen wir im Gottesdienst, welches die wahren Schätze unseres Lebens sind.

Dazu nutzen wir die Schatztruhen der Johannis-Stiftung. Jeder, der möchte, darf eine mit nach Hause nehmen oder auch verschenken. Die Schatztruhen sollen in erster Linie eine Erinnerung an diesen Gottesdienst sein. Wer darüber hinaus etwas für die Stiftung tun mag, kann die übrig gebliebenen Cent- oder 10-Centstücken hineintun, die als Wechselgeld eher beschweren, aber der Stiftung Cent um Cen noch nutzen können. Passend zum Valentinstag sollen die „Schätzchen“ dann eingesammelt werden und mit dem Festerlös der Stiftung zugute kommen.

Der Abschied von Daniel Bormann als Chorleiter fällt den Sängern und Sängerinnen des Singkreises sichtbar schwer. Damit es dem „dualen Studenten“ auch in Zukunft gut geht, bekommt unser scheidender Chorleiter von Heide Hartmann und Annegret Ahrens einen liebevoll geschmückten Korb überreicht, der nicht nur ein Kochbuch, sondern auch bereits einige Zutaten enthält. „Und für alle Fälle ist auch eine Dose Ravioli dabei“, ergänzt Annegret Ahrens vom Chorbeirat mit einem Augenzwinkern.

Nach dem Gottesdienst unterhält das Salon-Orchester Sa-Sa-Qu die Gäste auf meisterhafte Weise. Im Charlston-Stil gekleidet, spielen die 4 Musikerinnen wunderbare Songs aus vergangenen Zeiten und erhalten viel Applaus von einem begeisterten Publikum. Aber auch die Jugend-Laienspielgruppe aus Wehrstedt weiß meisterhaft zu spielen. Wie sehr hilfreich der bewußte Blick auf Schweres und Schönes werden kann, macht uns das Stück „Der Heultopf“ deutlich. Und so sind es wieder einmal die Kinder, die uns Großen auf besondere Weise zu verstehen helfen.

Einfach gute Zeit

Familienfreizeit in Hirschhagen

Erst drei Monate alt ist die Jüngste und der Älteste ist schon dreizehn. Trotzdem verstehen sich die Kids selbst mit den Teenagern prächtig. Das liegt nicht nur an dem einladenden Haus mit dem weiten Außengelände, das zum Spielen und Bewegen einlädt.

„Alles hat seine Zeit“. Aus diesem Motto eines Bibelverses hatten die Freizeitplanerinnen eine ganze Menge Ideen für eine kreative und erholsame Zeit geschöpft. So luden verschiedene Stationen eines „Zeitparcours“ auf vielfältigste Weise dazu ein, die eigene Zeit anzuschauen, auszuprobieren und mit der Zeit zu spielen. Sogar eine Zeituhr konnte sich jeder bauen und überlegen, wofür er sie als Zeiteinteiler wohl brauchen würde. Viel wohltuende Zeiten konnten die Freizeitteilnehmer nicht nur in der kleinen Kapelle, sondern auch in dem romantischen Zelt erleben. Am Samstagabend wurde aus dem Essraum dann ein Fußballstadion. Einige hatten sogar Trikots der Nationalmannschaft mitgebracht. Während die einen mit ihrer Mannschaft fieberten, backten die anderen Stockbrot am Lagerfeuer und versorgten damit die Fans vor dem Bildschirm. Am Sonntagmittag ging dann nach dem ersten Gottesdienst in dem neuen Zelt diese wunderbare Zeit in Hirschhagen leider zu Ende. Aber schon jetzt ist klar: das war eine so gute Zeit, dass es auch 2015 wieder eine Familienfreizeit geben wird.

Konfirmiertentreff mit Werbeblock

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 2014 treffen sich nach der Konfirmation

„Und den schauen wir uns jetzt eben mal an“. Kea hat die Technik voll im Griff. Beamer und Netbook stehen starbereit. Noch ein Knopfdruck und der Info-Film läuft. „Wie werde ich Teamer und was das an Freude bereiten kann!“ In vielen kreativen Einstellungen wirbt der selbstgemachte Spot für ein Dasein als Jugendmitarbeiter. „Wir haben nicht nur viel Spaß, sondern wir helfen uns auch gegenseitig!“ Das strahlt der Film auch wirklich werbewirksam aus. Er zeigt fröhliche Jugendliche, die sich auch der inhaltlichen Filmgestaltung mit Engagement und Kreativität gewidmet haben. Mit sichtbarem Interesse verfolgen die 22 anwesenden Konfirmierten den Spot.

Vier Wochen nach der Konfirmation waren die in diesem Jahr Konfirmierten durch die Freizeitbegleit-Teamer zu einem Erinnerungstreffen in das Gemeindezentrum nach Bodenburg eingeladen. Dort treffen wir uns und schauen zunächst eine Dia-Show an, die uns Kira liebevoll vorbereitet hat. „Wisst ihr noch, die Konfirmandenfahrten?“ In die Erinnerungen mischen sich einzelne Anekdoten, die die meisten noch im Kopf haben. „Wahmbeck 2014“. Das war schon eine sehr spezielle Zeit. Aber auch über die Konfirmationen unterhalten wir uns noch. Dafür ist Zeit während der Pause, zu der wir uns bei einem leckeren „Mitbringsalatbuffet“ gemeinsam stärken. Und weil das Wetter so schön ist, gehen wir nach der Pause in den Garten am Gemeindezentrum und spielen Wikingerschach und das große Jenga. Das sind Spiele, in denen sich ja auch schon ein Miteinander entwickelt und übt, wie es spätere Teamer einmal brauchen. Und wir hoffen, dass zum ersten Teamertreff für die „Neuen“ dann am 01. August auch viele der frisch Konfirmierten kommen.

Viele unsichtbare Hände zu Pfingsten

Region feiert das heißeste Pfingstmontagschristival aller Zeiten

Während sich draußen auf dem Festplatz die ersten Gäste ein schattiges Plätzchen suchen, ist drinnen schon alles vorbereitet. Die Kaffeemaschinen sind mit "fair gehandeltem" Kaffee gefüllt und seit 30 Minuten eingeschaltet. Das Küchenteam ist vor 15 Minuten aus der Pause wiedergekommen. Zusammen mit dem "Montagmorgenaufbauteam" waren sie schon ab 09 Uhr in der Früh im Gemeindezentrum, um die Kaffeekannen vorzubereiten und die Teller und Tassen bereitzustellen. Derweil haben die Aufbauhelfer die Faltpavillons ausgebreitet. Angesichts der gleißenden Sonne wird alles aufgebaut, was da ist. Schließlich sollen sich die Pfingstmontagschristivalgäste wohl fühlen. Dazu helfen auch die Mitglieder des „Deko-Teams“. Schon gestern hatten sie Blumen im Garten geschnitten. Liebevoll werden diese wenige Stunden vor Beginn des ökumenischen Pfingstfestes auf die gerade aufgestellten Tische dekoriert.

„Wir müssen noch die Planen vom Zelt nehmen und die Querverstrebungen mit Absperrband abkleben“, erinnert einer aus dem Zeltaufbauteam, das bereits Donnerstag vor Pfingsten das große Stadtzelt und die 200 Stühle abgeholt und aufgestellt hat. Es ist viel, viel Arbeit zu leisten, bevor die Gäste im wundervollen Gemeindegarten ausgiebig feiern können. Auch im Projektchor und Pfingstmusikorchester haben unsichtbare Hände geholfen, die nötigen Treffen vorzubereiten. Aber wie sehr das Freude macht, hören wir in dem pfingstlich-fröhlichen Singen und Spielen zum Gottesdienst.

Alles zusammengenommen entwickelt sich in diesem Jahr erneut ein Pfingsttreffen, wie es heißer nicht hätte werden können. Beinah schon unbarmherzig prallt die Sonne. Trotzdem sind alle Stühle belegt. Gut, dass so viel Schattenspender da sind. Und am Ende sind sich alle einig, dass die große Mühe und das Zusammenspiel der sichtbaren und unsichtbaren Helferhände ein Pfingstmontagschristval 2014 ermöglicht hat, dass einfach wunderbar war.

Seit gestern steht sie

Neues Rundzelt erstmalig aufgebaut

Es sind gefühlt 1000 Knöpfe, die in die entsprechenden Knopflöcher müssen. Aber es sind auch viele Hände, die helfen. „Da hinten müssen dann noch die Seile dran“. Nachdem die Seitenteile um das Dach der Jurte gelegt sind, können wir mit vereinten Kräften auch die Mittelstange aufrichten. Noch hat keiner von uns eine Ahnung, wie es wirklich funktioniert, das neu angeschaffte Zelt aufzubauen. Aber Aufbauleiter Norbert Duden hat sich schnell in die Aufbaulogik eingefuchst. Nach und nach werden nun auch die Seitenplanen der Jurte um die Außenstangen der Zeltkonstruktion geknüpft. Nach einer guten dreiviertel Stunde steht das neu angeschaffte Prunkstück unserer Region. Sowohl Spendenmittel der Volksbank Hildesheim eG, als auch ein Zuschuss des Landkreises, sowie ein Anteilsbeitrag aus den Erlösen des Pfingstmontags-Christivals und Mittel der Kirchengemeinden Bodenburg-Östrum und Wehrstedt haben die Anschaffung möglich gemacht.

Und es gibt bereits jetzt schon große Pläne mit dem neuen Rundzelt. Dieses kann als mobiler Regenschutz bei Veranstaltungen dienen, aber auch als Übernachtungszelt verwendet werden. Das nächste Mal soll es im Rahmen einer Familienfreizeit aufgebaut werden und dort zu einem "Traumzeitzelt" werden. Und dann ist auch schon ein Ferienabschlusszelten mit der neuen Jurte geplant. So wird diese neue Möglichkeit die Gemeindearbeit in den Orten unserer Kirchenregion sicherlich auch noch ganz anders befruchten und unterstützen können.

Was zu Naschen im Gottesdienst

Konfirmationen in Wehrstedt und Bodenburg

„Habt ihr es entdeckt?“ Die Frage nach einem kleinen weißen Kraftpaket lenkt den Blick aller Festgäste und Konfirmanden auf das Liedblatt. Dort war ein kleines Täfelchen aus Traubenzucker befestigt. Endlich mal was zu naschen im Gottesdienst! „Und habt ihr es noch?“ „Oder ist es schon längst gegessen?"

Natürlich hat die Zugabe zum Liedblatt eine symbolische Bedeutung für die Konfirmationsgottesdienste, die wir in Bodenburg-Östrum und Wehrstedt in diesem Jahr feierten. In einer spannenden Abstimmung per Stimmkarte grenzen wir inmitten der Predigt noch näher ein, was den Konfirmandinnen und Konfirmanden Kraft für ihren Lebensweg schenken kann. Reicht es gesund zu sein? Oder braucht es nicht auch die Kraft der Hoffnung zu Aufbrüchen, eben eine besonderes „Zutrau´n“, wie es das Anfangslied singt? Die Bibel verheißt den aufmerksamen Zuhörern jedenfalls eine besondere Kraft, die Sie im Vertrauen finden und sich erschließen können. Dazu lesen uns die Teamer Stärkungstexte der Bibel so vor, dass es unter die Haut geht und schon dies allein eine Stärkung wird.

Um Ihre Kinder für den weiteren Lebensweg zu stärken haben sich auch die Eltern diesmal etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sowohl in Bodenburg, als auch in Wehrstedt hatten sich die Eltern zu „Projektchören zusammengeschlossen. Statt eines Grußwortes singen sie den Konfirmanden ihren Segen als ein bewegendes und Zutrauen schenkendes Lied durch die Ohren in die Herzen. Auch die Grußworte der Kirchenvorstände entdecken sich als Kraftquelle. Der spontane Beifall in beiden Kirchen unterstreicht, dass sowohl die Kirchenvorsteherin Christine Bartens, als auch Kirchenvorsteher Lothar Grosche Worte gefunden haben, die auch die Eltern als stärkend und bemerkenswert empfanden. Und das auch die Musik eine solche Kraft hat, wurde auch in diesem Jahr sowohl durch das schöne Orgelspiel, als auch durch die bewegenden Lieder der ökumenischen Kirchenband „InTakt“ bewiesen. So bleibt zu hoffen, dass unsere diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden die Konfirmation nicht nur als einen Abschluss ihrer Konfirmandenzeit, sondern als eine Stärkung für den weiteren Lebensweg in der Kirche und in der Welt empfunden haben.

Und dann wird es hell

Stimmungsvoller Auferstehungsgottesdienst am Ostermorgen

Es ist 5 Uhr in der früh und noch stockduster. Nur ein kleines Feuer brennt in der Taufschale auf dem Platz vor der Friedhofskapelle. Wie aus dem Nichts kommen die Ostersuchenden und stellen sich in einen Kreis um das Feuer. „Hier – auf dem Friedhof – spüren wir noch stärker die verzehrende und nehmende Kraft des Feuers“. Die Worte der Eingangsliturgie treffen auf offene Ohren. Wir nehmen mit einer Kerze von den Flammen und schauen auf einmal, dass aus dem Feuer Licht geworden ist. Es führt uns in die Kirche, der Wände von dem goldenen Glanz widerspiegeln. „Christus ist das Licht“ singen wir und entdecken, wie das nach und nach um sich greift und sich in den Augen der Gottesdienstbesucher widerspielt. „La tenebre…“ das französische Lied aus Taizé singt in Deutsch von der wunderbaren Ostererfahrung, dass die Dunkelheit von Gott selbst durch das Licht der Liebe ein für alle Mal überwunden wurde. Und in der einfühlsamen Predigt hören wir von Lektorin Ziemann, wie das auch heute noch geschehen kann. Es versteht sich von selbst, dass solch gute Osternachrichten Hunger nach mehr aufkommen lassen. Und in dem Gemeindezentrum mit den liebevoll gedeckten Tischen erfahren wir einmal mehr, wie sehr eine österliche Gemeinschaft und Freude zu stärken vermag.

Spurensuche in St. Andreas

Gottesdienst für Große und kleine lädt zum Entdecken ein

„Welchen Spuren seid ihr gefolgt? Den hellen oder den dunklen?“ Die Eingangsfrage fragt zunächst die Kinder und dann die großen Gottesdienstgäste. Und sie weist uns gleich zu Beginn auf das, was sich im Gottesdienst dann vielfach entdecken lässt. Die Spuren, die uns auf Gott hinweisen sind sehr unterschiedlich. Im Taufbecken finden die neugierigen Osterentdecker andere Spuren, als in dem Osterentdeckerregal vor dem Altar. Eigene Spuren entstehen auf dem Tisch unterhalb der Kanzel. Ohne Scheu stellen sich die Kleinen und Großen um den Tisch und malen, oder denken nach, was sie für Spuren auf ihrem Weg auf Ostern hin schon gefunden haben, oder in Farben gestalten. Weil das Wetter draußen so wunderbar sommerlich ist, ist es nur eine kleine Schar, die sich dann auf den Weg zum Schellbrunnen machen. Viele sind schon anderweitig österlich zum Essen verabredet und dann auf dem Weg zu Oma oder Opa. Aber diejenigen, die nach dem Osterwasserholen wieder im Pfarrhaus eintreffen sind sich alle darin einig, dass die Mitbringbufetts doch immer wieder die allerbesten und allerleckersten sind.

Als Vikar willkommen

Jörn Averbeck im Gottesdienst feierlich begrüßt


„Aber er ist auch auf das Vertrauen, die Offenheit, das Wohlwollen und auch die Fürbitte der Gemeinde immer wieder angewiesen…“. Gleich zweimal bitten wir um die Hilfsbereitschaft und Zustimmung der Gemeinde ebenso wie um die Kraft des Heiligen Geistes für den Dienst des Vikars Jan Averbeck. Die Gottesdienste mit denen wir den Berufsanfänger im Pfarramt willkommen heißen sind in Wehrstedt ebenso wie in Bodenburg gut besucht. So bekommt das „Ja“ der Gemeinde auf die liturgischen Fragen zur Begrüßung eine tragfähige Ebene.

Die Landeskirche hat Jörn Averbeck zum 01. März 2014 b in den kirchlichen Vorbereitungsdienst als Vikar zur Ausbildung in unsere Gemeinden gewiesen. So wird Jörn Averbeck Gottesdienste leiten, Predigen, Sakramente austeilen und Konfirmandenzeit leiten. Bei der Seelsorge und den Amtshandlungen wird er beteiligt sein. Dabei wird ihm Pastor Forwergk in besonderer Weise zur Seite stehen und ihm seine Erfahrungen aus der Praxis zur eigenen Reflexion anbieten.

Aber für Jörn Averbeck geht es zunächst in die Schule! Dabei wird er aber nicht nur selbst von seinem Mentor dort, Jens Vogelsang, lernen, sondern auch sich selbst vor der Klasse stehen und erste pädagogische Erfahrungen sammeln. Diese werden ihm dann ganz sicher für die anderen Bereiche pfarramtlicher Tätigkeiten, wie z.B. für die Konfirmandenzeit zur Verfügung stehen. Immer wieder aber auch wird er über die Gemeindeerfahrungen hinaus, diese mit seine Vikariatskollegen im Predigerseminar Loccum bearbeiten. Zu diesen Treffen wird er dann von Bodenburg aus fahren. Denn zusammen mit seiner Frau Ann-Kathrin Averbeck, die ebenfalls Vikarin ist, wohnt er schon längst in Bodenburg. So hat der gottesdienstliche Empfang nicht nur den pfarramtlichen Berufsanfänger begrüßt, sondern zugleich zwei neue Gemeindeglieder, die uns in unseren Gemeinden herzlich willkommen sind.

Der jüngste Musiker war sieben Jahre alt

Wunderbare Musik in St. Andreas unterstützt Eltern und Kinder

„Wir nehmen sehr deutlich wahr, dass die Kinderarmut wächst“. Engagiert berichtet die Sozialarbeiterin Bettina Mai in ihrem Grusswort, dass es immer mehr Familien gibt, die für ihre Kinder Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Die Veranstaltungsreihe „Musik in St. Andreas“ hatte die Mitarbeiterin der Diakoniestation zu diesem Konzert eingeladen, weil der Erlös der Veranstaltung der Unterstützung von Kindern zugedacht ist. Nach den einleitenden Worten von Kirchenvorsteher Lothar Grosche entwickelt sich ein musikalisches Programm, dass die zahlreich erschienenen Konzertgäste sichtlich begeistert. Vor allem die jungen Künstler überzeugen durch musikalische Leckerbissen. Die elfjährige Franka Möller spielte ebenso virtuos an der Harfe, wie der siebenjährige Danny Januskewicz am Piano zu überzeugen wusste. Der junge Nachwuchskünstler wurde dabei von seinem Vater mit der Violine begleitet. Eine Besonderheit stellten auch die Gesangsbeiträge von Kaja Stürmer dar. Ihre selbstgetexteten und komponierten Songs trug sie erfrischend mit Gitarrenbegleitung dem aufmerksam lauschenden Zuhörergemeinde vor. Aber auch die erfahrenen Musiker wussten erneut musikalisch virtuos zu überzeugen. Janusz Januskewicz spielte nicht nur im Duett mit seinem Sohn Danny. Die Kombination Orgel und Violine im Zusammenspiel mit dem Organisten Jan Hellwig erfreute ebenso die Zuhörer. Auch der Gesangverein Hoffnung bewies aufs Neue seine Sangesqualität und stellte seine Bereitschaft, sich auch auf moderne Arrangements einzulassen unter Beweis. Durch alle musikalischen Beiträge wurde die gute eine Stunde in St. Andreas nicht nur zu einem musikalischen Hörgenuss, sondern auch – mittels der zahlreich am Ausgang gesammelten Spenden – zu einer guten Unterstützung von Kindern, die von Armut betroffen sind.

Wasser marsch

Elterninitiative aktiviert den Wasserlauf zu neuem Fließen

„Los, noch eine Schaufel Sand“. Der Vater von Matti hat den Beton in der Mischmaschine genau im Blick. Derweil kümmern sich die anderen Väter um den Auslauf des künstlichen Bachlaufes auf dem Kindergartengelände. Der musste verändert werden, damit das Wasser künftig abfließt. Bislang war das nicht möglich und so wurde aus dem Wasser schnell eine übel riechende Kloake. Darum konnte der Bachlauf die vergangenen Jahre nicht genutzt werden. Die ehrenamtlichen Unterstützer der Kindergartenkinder haben das aber schnell im Griff. Als größte Herausforderung erweist sich der Austausch der Pumpe. Weil sie in den vergangenen Jahren nicht gebraucht wurde, ist sie absolut festgerostet. Aber auch das kriegen die freiwilligen Helfer schnell und erfolgreich in den Griff. Mütterhände nehmen sich in der Zwischenzeit des Gartens im Kindergarten an. Das gezupfte Unkraut sammelt sich im Abfalleimer. Immer wieder helfen auch die Kinder mit. Sie haben sichtlich viel Freude. Sie bilden Spielgruppen und sausen durch die frische Luft, dass es eine Freude ist, ihnen beim Spiel zuzuschauen. „Los, an die Arbeit“. „Wir sind doch nicht zum Vergnügen hier“. Aber das stimmt gar nicht. Das gemeinsame Tun für die Kinder macht einfach Freude. Und das Schönste ist, dass nach getaner Arbeit an dem Vormittag auf den Ausruf „Wasser marsch“ tatsächlich Wasser fließt. Was werden die Kids im Kindergarten mit Wasser planschen können. Und manch ein ehrenamtlicher Helfer hat schon angekündigt, dass auch er und sie dort künftig mitspielen will….

Eine Passionsblüte erzählt Geschichten

Schulgottesdienst vor Beginn der Osterferien

„Und jetzt klappt einmal das erste Blütenblatt auf!“ Aufmerksam und konzentriert folgen die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Bodenburg der Aufforderung im Gottesdienst. Plötzlich hören wir eine Stimme. „Ich bin Miriam. Hast Du mich schon entdeckt“ Die Schulkinder suchen auf dem Bild, das unter dem Blütenblatt sichtbar geworden ist. Und dann erzählt uns Miriam die Passionsgeschichte aus ihren Augen. Sie berichtet, wie sie mit den Neugierigen in den Straßen zu Jerusalem auf Jesus gewartet haben. Sie erzählt von den Frauen am Kreuz. Von Blütenblatt zu Blütenblatt entblättert sich vor den Augen der Schüler die Passionserzählungen der Bibel in kindgerechter Art. Mal erklären Mitschülerstimmen aus dem Off, was geschehen ist. Mal raten die Kinder auch selbst. Am Ende jedenfalls ist allen klar, was Jesus durchgemacht haben muss, aber auch, dass die Liebe sich nicht hat aufs Kreuz legen lassen. Dazwischen nehmen stimmige Kinderlieder den Erzählfaden feinfühlig auf und ergänzen die Bilder. Und am Ende wird durch das Zutun der Kinder das Holzkreuz sogar noch zu einem Blütenbaum, den die Schülerinnen und Schüler in einer Art Prozession liebevoll wieder zurück in die Schule tragen.

Standing Ovations in St. Johannis

Kinderchor lässt Petrus lebendig werden

Kaum ist der letzte Ton verklungen, brandet Beifall durch die Johanniskirche. Er macht deutlich, wie sehr den Gästen das Musical von Ruthild Wilson gefallen hat. Mit viel Liebe zum Detail und einer zu fühlenden Begeisterung hauchen die Kinderchorkinder zusammen mit den Mädchen aus der katholischen Mädchengruppe der Petrusgeschichte aus dem Neuen Testament im wahrsten Sinne des Wortes neues Leben ein. In besonderer Weise stimmig und wunderbar ist das, was sich vor unseren Augen und in unseren Ohren abspielt.

„Mal stark, mal schwach“. Petrus ist ein Mensch, wie wir. Das merken wir schnell in diesem besonderen Musical. Erleben mit den Kindern zusammen, wie Petrus durch die Begegnung mit Jesus so verändert wird, dass er zur Schlüsselfigur des Neuen Testamentes wurde. Die Musik dazu spielt Ulrich Montag – gewohnt virtuos und selbstverständlich live auf dem Keyboard. Herr Sander führt als Erzähler durch die Bibelgeschichte. Seine Stimme fügt sich harmonisch in das Spiel der Kinder ein und unterstützt das Spiel der kleinen Musicalstars auf besondere Weise.

Und am Schluss waren alle überrascht, wie schnell und kurzweilig fünfundsiebzig Minuten vergehen können.

Müsliriegel als Willkommensgruß

Neue Teamerinnen im Vorstellungsgottesdienst begrüßt

Feierlich überreichen die Altteamer den neuen Teamerinnen Annika, Olivia und Kira die T-Teamer-T-Shirts. Das ist ein feierlicher Moment, der von der ganzen Gottesdienstgemeinde mitgetragen wird. „Was uns stark macht sind vor allem auch die Teamer“! Mit dieser Feststellung war die kleine Begrüßungszeremonie eröffnet worden. Zum Zeichen dafür überreichen die „Alt-Teamer“ ihren neuen „Kollegen“ jeweils einen Müsliriegel auf dem ein Bibelvers steht. „Beides soll euch stärken“ fügt Pastor Forwergk im Namen des Kirchenvorstandes und segnet die drei Neuen. Wir als Kirchengemeinde freuen uns jedenfalls sehr darüber, dass sich immer wieder Jugendliche bereit finden, mit anderen Jugendlichen Kirche zu entdecken und jugendgemäß zu leben.

„Klecker nicht mit der Liebe“

Diesjährige Konfirmanden stellen vor, was sie stark macht

„Wie schmeckt eigentlich Hoffnung?“ Um den Stehtisch haben sich Gottesdienstbesucher versammelt. Nach dem selbst erstellen Rezept lassen sie sich nun von den Konfirmanden einen einschenken. Der Stärkungsdrink wird frisch aus den Flaschen zubereitet. Soweit ist alles Normal. Nur die Etiketten auf den Flaschen sind anders als sonst. In den Flaschen befinden sich – laut Etikett – Hoffnung, Demut, Sanftmut, Glaube etc... . Und daraus schenken die Konfirmanden nach dem Gottesdienst fröhlich ein. „Lecker!“ Ein Konfirmandenvater ist ganz begeistert und verlangt nach mehr „Hoffnung“. „Kommt sofort…!“.

Vorher hatten die Konfirmanden die Gottesdienstbesucher auf einen Nachdenkweg mitgenommen. „Was macht uns stark?“ Die Frage der diesjährigen Hauptkonfirmandenfahrt prägt natürlich auch den Vorstellungsgottesdienst und viele Nachdenkimpulse der Konfirmanden führen zu eigenen Antworten der Feiernden, die diese dann in die kleine Rezeptkarte übertragen. Und das Ergebnis – so war von vielen zu hören – war durchaus lecker…

Jugendfeuerwehr meets Johannisstiftung

Schlittschuhlaufen im Doppelpack

Die Johannisstiftung Bodenburg – Östrum fuhr am 08.03.2014 gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Bodenburg zum Schlittschuhlaufen. Mit dem Bus starteten 45 Jugendliche und drei Betreuer gut gelaunt Richtung Salzgitter. Dort angekommen ging es direkt auf die Eisfläche, wo die Jugendlichen ihr Talent unter Beweis stellten. Es gab zwar einige blaue Flecken aber dennoch waren alle begeistert von der Fahrt, sodass weiter gemeinsame Aktion von der Johannisstiftung und der Jugendfeuerwehr geplant werden.

Bekommt mein Meerschweinchen im Himmel Flügel?

Themen-Elternabend im Kindergarten zu Karfreitag und Ostern

Die Soldaten führen Jesus zu Pilatus. „Du sollst sterben“, urteilt dieser. Und dann kreuzigen ihn die Soldaten „und Jesus stirbt“. Während die eine Erzieherin die Passionserzählung liest, breitet eine andere in der Mitte ein schwarzes Tuch über das schlichte Holzkreuz. Gebannt verfolgen die Augen der Eltern das Spiel mit den Holzklötzen, das sonst ihre Kinder zu sehen bekommen. „Ist es gut, mit Kindern schon im jungen Alter über Tod und Sterben zu sprechen?“ Dieser Frage stellte sich der Themen-Elternabend, zu dem das Team des Kindergartens in den Kindergarten eingeladen hatte. Dabei stellten die aufmerksamen Eltern fest, dass Tod und Sterben durchaus ein Thema ist, dass auch kleine Kindern auf vielfältige, und auch auf zufällige Weise begegnen und sie berühren kann. Haustiere, die sterben sowie der tote Vogel, der auf einmal mitten auf dem Bürgersteig von den Kindern entdeckt wird... vor solchen Begegnungen mit dem Tod kann man kein Kind grundsätzlich bewahren. „Dann aber ist es wichtig die Fragen der Kinder aufzunehmen und zu beantworten, weil sonst allein die Phantasie der Kinder arbeitet, die auch ängstigende Bilder vermitteln kann.“ Und noch besser ist es, wenn die Kinder schon vorher vom Tod als etwas zum Leben dazugehöriges erfahren haben und er mit hilfreichen Bildern gefüllt wird. Die Mitarbeiterinnen des Kindergartens erzählen, dass sie darum in der Passionszeit gern auch einmal mit den Kindern zum Bestatter und zum Friedhof gehen. Dort wird bewusst nach hilfreichen und schönen „Bildern“ gesucht, um Kindern tragfähige Brücken zu einem guten Umgang mit dem Thema zu bauen. Und an diesem Abend spüren alle, dass auch die Großen etwas damit anfangen können, was der Kindergarten im Rahmen der Karfreitags- und Osterfeiern den Kindern als Hilfestellung anbietet.

Abschied mit Begrüßung

“Alte Küsterin“ übergibt Kirchenschlüssel an neuen Küster

Man merkt die Rührung in ihrer Stimme. Sie hat ihren Dienst mit Freude gemacht, das hat man die ganze Zeit merken können. Und es fällt ihr schwer, Abschied zu nehmen. Aber andere Aufgaben sind nun für sie vorrangig geworden. Christine Bormann hat viel Zeit für die Küsterei aufgewendet und sie war mit Herz bei der Sache. Das bringt Kirchenvorstandsvorsitzende Christine Bartens mit trefflichen Worten zum Ausdruck. Aber davon sagt Christine Bormann auch selbst in der kleinen Ansprache an die versammelte Gottesdienstgemeinde, bevor sie den großen Kirchenschlüssel an Dirk Zimmermann weitergibt. Dieser ist mit Beschluss des Kirchenvorstandes nun seit Januar der neue Küster und wird im gleichen Gottesdienst feierlich n seinem neuen Auftrag willkommen geheißen. Herzliche Segenswünsche aus Kirchenvorstand und seitens seiner Amtsvorgängerin begleiten ihn seitdem und wir freuen uns auch als Gemeinde, in ihm einen sehr gute Nachfolger für Christine Bormann gefunden zu haben.

Danke für manche frohe Stunde

Frauentreff feiert 15-jähriges Bestehen

Es ist eine besonders fröhliche Runde an diesem Abend im Gemeindezentrum. Vor genau 15 Jahren haben sie sich das erste Mal getroffen – Frauen aus unserer Gemeinde. Einige sind seit dieser Zeit dabei. Andere sind im Laufe der Jahre dazu gekommen. Elfmal im Jahr haben die Frauen im "Frauentreff" interessante Themenabende erlebt oder miteinander gebastelt, hin und wieder auch Gesellschaftsspiele gespielt. Und langweilig war es nie. Das betonen die Frauen, die an diesem Abend das kleine Jubliäum miteinander feiern. Man merkt an der Fotocollage, die Christel Voßhage als Leiterin dieses Kreises zusammengestellt hat, wie bunt die Inhalte waren. Französischer Abend, das "bißchen Haushalt...", gemeinsames Adventsbasteln… die Bilder zeigen viele fröhliche Gesichter. Aber es hat auch viele besinnliche Stunden und Momente gegeben, die unter die Haut gehen. Dafür haben im Leitungsteam mit Christel Voßhage auch Gerda Koschel und Sabine Koch gesorgt. Auch an diesem Abend hat das Dreiergestirn den Gemeinderaum nicht nur liebevoll geschmückt, sondern sorgt mit geistlicher, als auch mit geistiger Nahrung für das Wohl der Frauen in der Frauentreff-Runde. Schön ist auch, dass Viola Latzel zum 15. Geburtstag kommen konnte. Gemeinsam mit allen singen wir für die guten Geister des Frauentreffs ein Lied, das für diesen Abend besonders gut zu passen scheint: Danke! Denn das macht Pastor Forwergk im Namen des Kirchenvorstandes an diesem Abend in einer kleinen Laudatio deutlich, wie dankbar die Gemeindeleitung für die geleistete Arbeit in diesem Kreis ist.

Kontakten der Hüllenwesen

Erziehungsfilm bewegt Eltern

Noch einen kurzen Moment nach dem Abspann, bleibt es still im Gemeindesaal. Es ist deutlich zu spüren, dass der Film nacharbeitet. Was tun, wenn Kinder trotz mehrfacher Aufforderung einfach nicht reagieren? Einfühlsam und schlüssig zeigte die Filmdokumentation „Die Brüllfalle“ nicht nur ein Dilemma, das alle Eltern in unterschiedlichsten Varianten aus eigener Erfahrung kannten. Er zeigt auch Hintergründe, warum Kinder so reagieren, wie sie manchmal reagieren. Und er nennt eine Möglichkeit, durch ein „Kontakten“ die Kinder auf besondere Weise aufmerksam zu machen, indem der Film auf die Bedeutung der Körpersprache hinweist. Offensichtlich jedenfalls hat die Leiterin der kirchengemeindlichen Krabbelgruppe, Manuela Ottleben, mit der Filmauswahl einen Nerv getroffen. Die erschienen Eltern sind sichtlich fasziniert von den Lösungsangeboten, die der Film durch ehemals selbst betroffene Eltern vorstellt. Das wird auch in der kurzen Austauschrunde nach dem Film deutlich und auch, dass dies darum ein besonders gelungener Abend für alle Eltern war, die sich an diesem Abend die Zeit für das Thema genommen hatten.

„Lust auf Land“

Sjauke Beythien als Praktikantin zu Gast in unseren Gemeinden

Sie kommt ursprünglich aus Celle, aber eigentlich kommt sie gerade aus Marburg. Dort studiert sie Theologie. Nun ist sie fünf Wochen bei uns: Sjauke Beythien. Seit Dienstag, d. 17. Februar ist sie da und schaut, was in unseren Landgemeinden geschieht. Die Wehrstedter Konfirmanden und Konfirmandinnen hat sie schon kennen gelernt und den Kirchenvorstand dort auch. Natürlich war sie schon auch im Büro. „Was hat so ein Pfarrer tagtäglich zu tun?" "Wie gestaltet sich ehrenamtliche Arbeit so, dass sie auch Freude bereitet?“ Es sind viele Fragen, die sich im Laufe eines Praktikums stellen können. Und das Gute ist, dass man einen guten Einblick bekommen kann, was es praktisch bedeutet, als Pastor/In zu arbeiten und zu leben. Dazu: Herzlich willkommen Sjauke Beythien!

Hauptkonfirmandenfahrt in Vorbereitung

Teamer planen spannendes Programm

Pünktlich um 10 h ist jeder Stuhl im Kreis besetzt. Nicht alle TeamerInnen aus den Kirchengemeinden Bodenburg-Wehrstedt und Innerstetal kennen sich schon von der letzten Konfirmandenfahrt. Aber die neuen TeamerInnen finden sehr schnell in die gute Gemeinschaft hinein. Das Thema der diesjährigen Konfirmandenfahrt ist wieder sehr reizvoll, wird aber hier natürlich noch nicht verraten! Nur so viel: Viele kreative Einfälle werden nach und nach zu einem reizvollen Programm. Manches probieren die Teamer vorher selber aus und haben sichtlich Freude daran. Nach 3 Stunden intensiven Tuns am Vormittag kommt nicht nur der „kleine Hunger“. Man gut, dass Diakonin im Ehrenamt Christine Bormann schon vorgekocht hat. Das leckere Linsencurry gibt Kraft für die Nachmittagsrunde. Erneut finden sich die 14 JugendmitarbeiterInnen in ihrem ideenreichen Tun zusammen, und schon jetzt ist klar, dass die Konfirmandenfahrt auch in diesem Jahr viel Freude machen wird.

 

„Staunandachten“ dank des guten Kindergartenteams

Planungsrunde für die diesjährigen Kindergartengottesdienste

„Was meint ihr, was in dem großen Topf ist?“ Alle Kinder recken neugierig ihre Köpfe. „Suppe?“ „Nein!“ Oder Süßigkeiten"? Endlich wird der Deckel abgenommen und nun bekommt jeder ein bißchen Schnee in die Hand. „Spürt mal, wie Wärme den Schnee verwandelt“. Menschliche Wärme kann so auch uns Menschen verwandeln. Die Kindergarten-Gottesdienste sind in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Die Gespür-orientierten Elemente sprechen nicht nur die Kleinen an. So haben die Kindergarten-Gottesdienste eine gute Ausstrahlung, Doch das erfordert sorgfältige Planung. Dazu hat sich das Team des Kindergartens erneut zu einer Planungsrunde zusammengefunden. „Was tut den Kindern in den Gottesdiensten gut?“ Was hilft den Kindern, Rituale als Halt und Heimat zu erfahren?“ Diese und andere Fragen werden gestellt und finden Antworten in der Auswertung durch die Erzieherinnen in unserer Kindertagesstätte. Und die Antworten werden dann zur Grundlage für die Gestaltung der Kindergarten-Gottesdienste, die hoffentlich auch in diesem Jahr von vielen Kindern und Eltern besucht werden.

 

Krabbelgruppe meets Kindergarten

Erstes Kennenlernen am Stammspielplatz der Krabbler

Diesmal sind deutlich mehr Große und Kleine im Raum. Die Leiterin der ev. Krabbelgruppe „Die Montagszwerge“, Manuela Ottleben, hat Gäste eingeladen. Und die Leitung des Kindergartens „die Johannisbären“ ist der Einladung gern gefolgt. Heike Stolle und Kristin Dockhorn haben es sich nicht nehmen lassen, als Leiterinnen des Kindergartens persönlich zu kommen. Aber auch Kindergartenkinder sind mit dabei. Schließlich können sie am besten für den Kindergarten werben. Denn darum geht es auch. Die Mütter und Väter der Krabbelkinder möchten den Kindergarten schon vor dem ersten Besuch kennen lernen und was ist da besser, als die Kinder schon einmal als Gäste zu haben. „Wir freuen uns sehr, wenn ihr kommt!“ Nicht nur die Kindergartenkinden freuen sich auf den baldigen Gegenbesuch der Großen und Kleinen, dann im Kirchenkindergarten im Bruderstieg neben der Grundschule Bodenburg.

Planungstreffen ist mehr als das Finden von Terminen

Gemeindegruppenleiter treffen sich zum Austausch

Die Liste der Eingeladenen ist lang. Alle aktiven Kreise unserer Kirchengemeinden in Wehrstedt und Bodenburg waren gebeten, einen verantwortlichen Mitarbeiter zum Planungstreffen zu entsenden. Nicht alle konnten. Manch einer war auch krankheitsbedingt kurzfristig am Erscheinen verhindert. Und trotzdem geriet eine langjährige Mitarbeiterin ins Staunen. „Ich habe gar nicht gewusst, dass es so viele aktive Gemeindegruppen gibt“. Geburtstagsbesuchsdienst, Redaktionskreis, Männerarbeit, drei verschiedene Kindergottesdienstangebote, musikalische Gruppen, Angebote für Erwachsene… ! So reichen die Stühle im vorbereiteten Stuhlkreis nicht aus und wir müssen noch welche dazu stellen. Dann aber findet in der Begrüßung zunächst der Dank Raum. Immerhin haben die Anwesenden - jeder auf seine Weise - in ihrem vielfältigen Tun ihrer Kirchengemeinde Zeit und Gaben zur Verfügung gestellt. Dafür gilt es zu danken.

Auch Pastor Lothar Podszus hat sich Zeit genommen und ist an diesem Abend in den Wehrstedter Gemeindesaal gekommen. Er hat Handzettel mitgebracht und stellt im Rahmen der ersten Austauschrunde sein Projekt „Expedition ins ich“ vor und lädt alle persönlich zu einem extra Informationsabend am Dienstag, dem 11. Februar, um 19.30 h in das Gemeindehaus St. Georg nach Bad Salzdetfurth ein. Nach dem Aufnehmen interessanter Informationen soll aber auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Bei leckeren Dips, Laugenstangen und frischem Gemüse als Fingerfood zeigt sich, dass das Planungstreffen auch ein wunderbarer Ort der Begegnung und des Austauschs ist. „Was macht ihr wie…? – und welches Materials brauchen wir noch?“ Gerade auch in der Essenspause am leckeren Buffet entwickeln sich viele gute und ertragreiche Gespräche. Zum Abschluss des Treffens ermutigt Pastor Forwergk die Leiterinnen und Leiter der verschiedenen Kreise, auch das zu nennen, was ihnen für die Zukunft ihre Arbeit erleichtern könnte. Und er verspricht, dass sich beide Kirchenvorstände weiterhin nach Kräften bemühen werden, gute Arbeitsbedingungen für die so wichtige und wertvolle Arbeit in den Gemeindegruppen zu bieten.

Petrus – Vertrauenssache mit Gockelog und Kikeriki

30 Kinder Gewinnen Freude an ökumenischem Musicalprojekt

„Wer von Euch möchte Petrus sein?“ Sofort strecken sich viele Hände in die Luft. Auch die Besetzung des Jesus ist unter den 30 Kindern, die am ökumenischen Sing- und Spielprojekt des neuen Petrus-Musicals teilnehmen, schnell ausgemacht. Für die Soldatenrollen wird es schon schwieriger. Natürlich meldet sich der einzige Junge des „Ensembles“ sofort, aber die restlichen Mädchen zögern ein wenig. Aber die fröhliche Grundstimmung sorgt dafür, dass sich doch rasch noch zwei mutige Soldatinnen finden. Während Kinderchorleiterin Martina Niehoff in dem einen Raum mit den fröhlichen Kindern die fetzigen und einfühlsamen Lieder einstudiert, kümmern sich Rainhild Montag und Lydia Knoll liebevoll um die schauspielerische Seite des Musicals und proben die Bewegungsabläufe. Dabei ist schon nach einem Tag sehr deutlich zu spüren, wie viel Freude die Kinder am Singen und Spielen haben. Aber es wird auch getanzt. Dazu lädt der Schwung des gerade gesungenen „Gockelogs“ ein. Das neue Musical bietet den Kindern viele Möglichkeiten zum kreativen Mitmachen. Während in einem dritten Raum noch erste Teile eines Bühnenbildes entstehen, duftet es aus der Küche nach Pizza. Mmmmh! Fleißige Eltern unterstützen an den beiden Probentagen in den Zeugnisferien ein wunderbares Tun, indem sie für das leibliche Wohl sorgen und auch noch das Abräumen und den Abwasch in die Hand nehmen. Und schon lange vor der Aufführung des Musicals kann man ganz sicher sein, dass die alte Bibelgeschichte durch das liebevolle Tun der Ehrenamtlichen nicht nur bei den Kindern zu einer neuen Begeisterung für diese biblische Erzählung geführt hat.

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Hauptkonfirmandenfahrt in Vorbereitung

Teamer planen spannendes Programm

 

Pünktlich um 10 h ist jeder Stuhl im Kreis besetzt. Nicht alle Teamer/innen aus den Kirchengemeinden Bodenburg-Wehrstedt und Innerstetal kennen sich schon von der letzten Konfirmandenfahrt. Aber die neuen TeamerInnen finden sehr schnell in die gute Gemeinschaft hinein. Das Thema der diesjährigen Konfirmandenfahrt ist wieder sehr reizvoll, wird aber hier natürlich noch nicht verraten! Nur so viel: Viele kreative Einfälle werden nach und nach zu einem reizvollen Programm. Manches probieren die Teamer vorher selber aus und haben sichtlich Freude daran. Nach 3 Stunden intensiven Tuns am Vormittag kommt nicht nur der „kleine Hunger“. Man gut, dass Diakonin im Ehrenamt, Christine Bormann, schon vorgekocht hat. Das leckere Linsencurry gibt Kraft für die Nachmittagsrunde. Erneut finden sich die 14 Jugendmitarbeiter/innen in ihrem ideenreichen Tun zusammen und schon jetzt ist klar, dass die Konfirmandenfahrt auch in diesem Jahr viel Freude machen wird.

 

„Staunandachten“ dank des guten Kindergartenteams

Planungsrunde für die diesjährigen Kindergartengottesdienste

„Was meint ihr, was in dem großen Topf ist?“ Alle Kinder recken neugierig ihre Köpfe. „Suppe?“ „Nein!“ Oder Süßigkeiten? Endlich wird der Deckel abgenommen und nun bekommt jeder ein bißchen Schnee in die Hand. „Spürt mal, wie Wärme den Schnee verwandelt“. Menschliche Wärme kann so auch uns Menschen verwandeln. Die Kindergartengottesdienste sind in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Die Gespür-orientierten Elemente sprechen nicht nur die Kleinen an. So haben die Kindergartengottesdienste eine gute Ausstrahlung, Doch das braucht sorgfältige Planung. Dazu hat sich das Team des Kindergartens erneut zu einer Planungsrunde zusammen gefunden. „Was tut den Kindern in den Gottesdiensten gut?“ Was hilft den Kindern,

Rituale als Halt und Heimat zu erfahren?“ Diese und andere Fragen werden gestellt und finden Antworten in der Auswertung durch die Erzieherinnen in unsere Kindertagesstätte. Und die Antworten werden dann zur Grundlage für die Gestaltung der Kindergartengottesdienste, die hoffentlich auch in diesem Jahr von vielen Kindern und Eltern besucht werden.

 

Krabbelgruppe meets Kindergarten

Erstes Kennenlernen am Stammspielplatz der Krabbler

Diesmal sind deutlich mehr Große und Kleine im Raum. Die Leiterin der ev. Krabbelgruppe „die Montagszwerge“, Manuela Ottleben, hat Gäste eingeladen. Und die Leitung des Kindergartens „die Johannisbären“ ist der Einladung gern gefolgt. Heike Stolle und Kristin Dockhorn haben es sich nicht nehmen lassen, als Leiterinnen des Kindergartens persönlich zu kommen. Aber auch Kindergartenkinder sind mit dabei. Schließlich können sie am besten für den Kindergarten werben. Denn darum geht es auch. Die Mütter und Väter der Krabbelkinder möchten den Kindergarten schon vor dem ersten Besuch kennenlernen und was ist da besser als die Kinder schon einmal als Gäste zu haben. „Wir freuen uns sehr, wenn ihr kommt!“ Nicht nur die Kindergartenkinden freuen sich auf den baldigen Gegenbesuch der Großen und kleinen, dann im Kirchenkindergarten „die Johannisbären“ im Bruderstieg neben der Grundschule Bodenburg.

Hauptkonfirmandenfahrt in Vorbereitung

Teamer planen spannendes Programm

 

Pünktlich um 10 h ist jeder Stuhl im Kreis besetzt. Nicht alle Teamer/innen aus den Kirchengemeinden Bodenburg-Wehrstedt und Innerstetal kennen sich schon von der letzten Konfirmandenfahrt. Aber die neuen TeamerInnen finden sehr schnell in die gute Gemeinschaft hinein. Das Thema der diesjährigen Konfirmandenfahrt ist wieder sehr reizvoll, wird aber hier natürlich noch nicht verraten! Nur so viel: Viele kreative Einfälle werden nach und nach zu einem reizvollen Programm. Manches probieren die Teamer vorher selber aus und haben sichtlich Freude daran. Nach 3 Stunden intensiven Tuns am Vormittag kommt nicht nur der „kleine Hunger“. Man gut, dass Diakonin im Ehrenamt, Christine Bormann, schon vorgekocht hat. Das leckere Linsencurry gibt Kraft für die Nachmittagsrunde. Erneut finden sich die 14 Jugendmitarbeiter/innen in ihrem ideenreichen Tun zusammen und schon jetzt ist klar, dass die Konfirmandenfahrt auch in diesem Jahr viel Freude machen wird.

 

„Staunandachten“ dank des guten Kindergartenteams

Planungsrunde für die diesjährigen Kindergartengottesdienste

„Was meint ihr, was in dem großen Topf ist?“ Alle Kinder recken neugierig ihre Köpfe. „Suppe?“ „Nein!“ Oder Süßigkeiten? Endlich wird der Deckel abgenommen und nun bekommt jeder ein bißchen Schnee in die Hand. „Spürt mal, wie Wärme den Schnee verwandelt“. Menschliche Wärme kann so auch uns Menschen verwandeln. Die Kindergartengottesdienste sind in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Die Gespür-orientierten Elemente sprechen nicht nur die Kleinen an. So haben die Kindergartengottesdienste eine gute Ausstrahlung, Doch das braucht sorgfältige Planung. Dazu hat sich das Team des Kindergartens erneut zu einer Planungsrunde zusammen gefunden. „Was tut den Kindern in den Gottesdiensten gut?“ Was hilft den Kindern,

Rituale als Halt und Heimat zu erfahren?“ Diese und andere Fragen werden gestellt und finden Antworten in der Auswertung durch die Erzieherinnen in unsere Kindertagesstätte. Und die Antworten werden dann zur Grundlage für die Gestaltung der Kindergartengottesdienste, die hoffentlich auch in diesem Jahr von vielen Kindern und Eltern besucht werden.

 

Krabbelgruppe meets Kindergarten

Erstes Kennenlernen am Stammspielplatz der Krabbler

Diesmal sind deutlich mehr Große und Kleine im Raum. Die Leiterin der ev. Krabbelgruppe „die Montagszwerge“, Manuela Ottleben, hat Gäste eingeladen. Und die Leitung des Kindergartens „die Johannisbären“ ist der Einladung gern gefolgt. Heike Stolle und Kristin Dockhorn haben es sich nicht nehmen lassen, als Leiterinnen des Kindergartens persönlich zu kommen. Aber auch Kindergartenkinder sind mit dabei. Schließlich können sie am besten für den Kindergarten werben. Denn darum geht es auch. Die Mütter und Väter der Krabbelkinder möchten den Kindergarten schon vor dem ersten Besuch kennenlernen und was ist da besser als die Kinder schon einmal als Gäste zu haben. „Wir freuen uns sehr, wenn ihr kommt!“ Nicht nur die Kindergartenkinden freuen sich auf den baldigen Gegenbesuch der Großen und kleinen, dann im Kirchenkindergarten „die Johannisbären“ im Bruderstieg neben der Grundschule Bodenburg.